Meine Erfahrungen sind ganz ähnlich; die Zeitgenossen haben nichts zu sagen und machen das auch noch schlecht.
Eine bemerkenswerte Erklärung, warum das womöglich so sein muss, es zumindest folgerichtig ist, bietet Heinz Schlaffer in seiner "Kurzen Geschichte der deutschen Literatur": Die Nachkriegsautoren hatten noch einschneidende Erlebnisse, die es zu verarbeiten galt; solche Themen schwanden immer mehr und mit ihnen ging sowohl die Notwendigkeit des Erzählens als auch der Stil zu Grunde... (paraphrasiert, nicht zitiert).
Ich bleibe jedenfalls bei allem, was das Feuilleton so hochjubelt, erst einmal sehr skeptisch...