Autor Thema: zeitgenössische deutschsprachige Literatur  (Gelesen 10542 mal)

Offline Steffi

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« am: 24. Mai 2003, 19:53 »
Hallo zusammen !

Anläßlich des "Russen"-threads ist mir aufgefallen, daß ich eigentlich die deutschsprachigen zeitgenössischen "großen" Dichter fast nicht kenne !
Spontan fällt mir nur Max Frisch (so zeitgenössisch nun auch nicht mehr), Günther Grass "Die Blechtrommel" und Bölls "Die verlorene Ehre der Katahrina Blum" ein.

Was sollte ich in nächster Zeit unbedingt mal lesen ? Zeitgenössisch vielleicht so im Sinne der letzten 50 Jahre ?

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline ikarus

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Re: zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #1 am: 24. Mai 2003, 22:07 »
Hallo Steffi

Da sprichst Du wirklich ein Dilemma an. Mir fallen nämlich auch keine zeitgenössischen deutschen Autoren von Bedeutung ein. Höchstens Grass natürlich. Mit Abstrichen noch Martin Walser, der sich mit seinem "Tod eines Kritikers" allerdings in meinen Augen endgültig disqualifiziert hat. Aber ob man die Vertreter der sog. Pop-Literatur (Stuckrad-Barre, Rainald Goetz etc. oder die Vertreterinnen des "Fräuleinwunders", Julia Frank, Judith Herman, Juli Zeh, Malin Schwerdtfeger etc. dazuzählen soll ist eher zweifelhaft. Von "Erfolgsautoren" wie Bohlen und Effenberg natürlich ganz zu schweigen. Es sieht wirklich mau aus.

Aber: Amerika, du hast es besser!
Die beste zeitgenössische Literatur kommt meiner Meinung nach aus Nordamerika. Philip Roth, John Updike, Tom Wolfe, William Gaddis (lebt leider nicht mehr), Don DeLillo, T. C. Boyle, John Irving, Steward O´Nan, letztes Jahr Jonathan Franzens "Korrekturen" oder ganz neu Jeffrey Eugenides` "Middlesex" fallen mir so spontan ein. Diese Autoren verstehen es aktuelle gesellschaftliche Zustandsbeschreibungen, teils sehr ironisch, in Literatur umzusetzen. Und das erwarte ich und vermisse es in unserer gegenwärtigen deutschen Literaturszene. Deshalb gilt für mich bei zeitgenössischer Literatur: Go West!

Viele Grüße
ikarus
"Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand" (Erasmus von Rotterdam)

Offline Hubert

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Zeitgenössische Literatur (deutsche und amerikanische)
« Antwort #2 am: 25. Mai 2003, 19:55 »
Hallo ikarus,

(ACHTUNG: PROVOKATION !)

wenn einem keine zeitgenössischen deutschen Autoren einfallen, muss es nicht an fehlenden deutschen Autoren liegen!

Zu Walser: Selbst wenn „Tod eines Kritikers“ Mist wäre (da ich es nicht kenne, urteile ich auch nicht!), werden dadurch die unumstritten guten Werke, die Walser in der Vergangenheit abgeliefert hat, nicht schlecht. Wenn man auf MRR und seinen Kumpan K. hören würde, hätte sich auch Grass mit „Ein weites Feld“ endgültig disqualifiziert – allerdings nach Erhalt des Nobelpreises war er plötzlich für beide wieder „der schon immer geschätzte, bedeutende Schriftsteller.    

Zitat:
„Erfolgsautoren" wie Bohlen und Effenberg


Bitte solche Namen nicht in einem Literaturforum nennen!

Zitat:
Die beste zeitgenössische Literatur kommt meiner Meinung nach aus Nordamerika. Philip Roth, John Updike, Tom Wolfe, William Gaddis (lebt leider nicht mehr), Don DeLillo, T. C. Boyle, John Irving, Steward O´Nan
,

Philip Roth und Don DeLillo: okay

aber

John Updike und John Irving: ist das schon Literatur?


Hoffentlich habe ich jetzt eine spannende Diskussion angeregt!!

Viele Grüße

Hubert

Offline Hubert

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Zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #3 am: 25. Mai 2003, 21:42 »
Zitat: Was sollte ich in nächster Zeit unbedingt mal lesen ? Zeitgenössisch vielleicht so im Sinne der letzten 50 Jahre

Hallo Steffi

Neben den fünf Giganten der deutschsprachigen Literatur der Nachkriegszeit (Böll, Grass, Walser für Deutschland, Frisch für die Schweiz und Thomas Bernhard für Österreich) von denen man zumindest einiges kennen sollte; Empfehlung: Bölls „Gruppenbild mit Dame“ und „Ansichten eines Clowns“ sowie Grass „Das Treffen in Telgte“ (aber vorher „Grimmelshausen“ lesen)   sollte man zumindest folgende drei modernen Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur kennen:

1.   „Das Parfum“ von Patrick Süskind (1985)
2.   „Die Entdeckung der Langsamkeit“ (1983) von Sten Nadolny
3.   „Der Vorleser“ (1995) von Bernhard Schlink

Diese Bücher werden aber von jedem empfohlen, deshalb hier mein persönlicher Geheimtip:

1, Wolfgang Koeppen: „Tauben im Gras“  (das Buch zeigt dem Leser im Stil von DosPassos „Manhattan Transfer“ einen Nachkriegstag in München; es dauert etwas bis man die filmschnittartigen Szenen zu einem ganzen zusammen fügen kann, aber dann lässt einem das Buch nicht mehr los)

2. Wolfgang Koeppen: „Das Treibhaus“ (erzählt das persönliche Schicksal eines Bonner Politikers der Adenauer-Zeit und zeigt lt. Umschlagstext „was Koeppen von Politik hält. Sie ist ein Geschäft, und wer sich nicht an die Regeln hält ist verloren.“)      

3. Wolfgang Koeppen: „Der Tod in Rom“ (demonstriert lt. Umschlagstext die Vitalität des Faschismus noch lange nach 1945 durch die Geschichte einer Handvoll Menschen, die in Rom zusammentreffen. Erinnern und Vergessen sind gleichermaßen verhängnisvoll)

Jeder der drei Romane zwischen 180 und 210 Seiten und zwischen EUR 7 und 8 in der Taschenbuchausgabe.

Da Koeppen ein Meister des ersten Satzes ist, habe ich (auch um Dich neugierig zu machen) die Anfänge im Thread „Romananfänge“ wiedergegeben.

Viele Grüße

Hubert

Offline ikarus

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Re: Zeitgenössische Literatur (deutsche und amerikanische)
« Antwort #4 am: 25. Mai 2003, 22:32 »
Hallo Hubert

Zitat
(ACHTUNG: PROVOKATION !)


Das hätte ich über mein Posting auch schreiben sollen, denn das sollte natürlich auch eine sein.  :smile:

Zitat
wenn einem keine zeitgenössischen deutschen Autoren einfallen, muss es nicht an fehlenden deutschen Autoren liegen!


Schon richtig. Allerdings finde ich es seltsam, daß mir so auf Anhieb fast keine deutschen Autoren eingefallen sind, dafür aber gleich eine ganze Reihe amerikanischer. Woran das wohl liegt?

Zitat
Zu Walser: Selbst wenn „Tod eines Kritikers“ Mist wäre (da ich es nicht kenne, urteile ich auch nicht!), werden dadurch die unumstritten guten Werke, die Walser in der Vergangenheit abgeliefert hat, nicht schlecht.


Sehr richtig! Ich hätte auch klarmachen sollen, daß sich Walser für mich eher menschlich disqualifiziert hat als literarisch. Deshalb habe ich "Tod eines Kritikers" auch nicht gelesen und werde es auch nicht tun.

Zitat
Zitat:
„Erfolgsautoren" wie Bohlen und Effenberg


Bitte solche Namen nicht in einem Literaturforum nennen!


Kommt bestimmt nicht wieder vor. Versprochen!  :redface:

Zitat
Philip Roth und Don DeLillo: okay

aber

John Updike und John Irving: ist das schon Literatur?


OK. Über John Irving kann man streiten. Aber Updikes Rabbit-Romane halte ich schon für bedeutend in dem Sinne, daß sie einen guten Einblick in das Lebensgefühl, und dessen Veränderung, des Durchschnittsbürgers im Amerika der letzten Jahrzehnte gewähren.

Viele Grüße
ikarus
"Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand" (Erasmus von Rotterdam)

Offline ikarus

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #5 am: 25. Mai 2003, 23:07 »
Hallo Steffi

Meine "Polemik" hat Deine Frage natürlich nicht beantwortet. Deshalb jetzt noch ein paar ernst gemeinte Tipps.

Hubert hat Dir ja schon einiges nahegelegt. Grass, Böll und Köppen in jedem Fall. Als Ergänzung dazu sind mir noch ein paar Bücher eingefallen:

Uwe Johnson: Jahrestage
Jurek Becker: Jakob der Lügner
Peter Weiß: Abschied von den Eltern
Martin Walser: Ein fliehendes Pferd

Viele Grüße
ikarus
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Offline sandhofer

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Zeitgenössische Klassiker???
« Antwort #6 am: 26. Mai 2003, 07:46 »
Hallo zusammen!

Ein interessantes Thema...

Mir scheint, wir haben einen Unterschied zu machen, zwischen den inzwischen 'klassisch' gewordenen Autoren, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg einsetzten und den heute schreibenden Autoren. Die Themen und Probleme sind doch ziemlich unterschiedlich.

Zu den Nachkriegsklassikern würde ich mindestens noch Dürrenmatt, Celan, Bachmann zählen.

Etwas neuer wären Kroetz und Handke.

Von den ganz neuen kenne ich wenig; zur Zeit lese ich Menschning, weiss aber noch nicht, ob das Buch gut ist oder nicht.

@ikarus
"Allerdings finde ich es seltsam, daß mir so auf Anhieb fast keine deutschen Autoren eingefallen sind, dafür aber gleich eine ganze Reihe amerikanischer. Woran das wohl liegt?" - Vielleicht an DEINEN Lesegewohnheiten??? *ggg* Um ehrlich zu sein: Ich kenne die wenigsten 'Deiner' Amerikaner auch nur dem Namen nach - gelesen habe ich keinen von ihnen. Nach DosPassos, Hemingway und Faulkner kam für mich in Amerika nicht mehr viel, höchstens noch die Beat-Generation.

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline ikarus

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #7 am: 26. Mai 2003, 09:51 »
Hallo sandhofer

Zitat
Vielleicht an DEINEN Lesegewohnheiten??? *ggg*


Vielleicht. Aber Gewohnheiten entwickeln sich eben ohne daß man groß über sein Tun nachdenkt. Und diese ist dadurch entstanden, daß ich die zeitgenössische amerikanische Literaturszene wesentlich intertessanter und spannender finde als die deutsche. Natürlich ist das nur mein rein subjektives Empfinden. Ganz klar.

Noch ein Autor ist mir eingefallen der bisher nicht erwähnt wurde: Siegfried Lenz. Seinen Roman "Deutschstunde" kann man auch zu den Klassikern der Nachkriegsliteratur zählen.

Viele Grüße
ikarus
"Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand" (Erasmus von Rotterdam)

Offline Steffi

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #8 am: 26. Mai 2003, 10:54 »
Hallo zusammen !

Ach, da kenne ich ja doch schon ein paar: die Rabbit - Romane würde ich auch, genau wie ikarus, als angehende Klassiker sehen. Und T.C.Boyle ist einfach beißend satirisch - wer America gelesen hat und auch schon in US war und sich ein bißchen mit dem Thema befaßt hat, genau getroffen, würde ich sagen.

Uwe Johnson habe ich auch schon gelesen, Kroetz ebenfalls, natürlich Dürrenmatt und Handke.

Was mir eben bisher so aufgefallen ist, daß bei den heutigen Autoren oft der Inhalt eines Buches im Vordergrund steht und dieser Inhalt nicht über die Sprache bzw. den Stil transportiert wird.

Danke für eure bisherigen Tips - es scheint doch gar nicht so einfach zu sein !

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Hubert

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Zeitgenössische Literatur
« Antwort #9 am: 27. Mai 2003, 20:30 »
Hallo zusammen!

@ikarus:
Updikes Rabbit-Romane halte ich schon für bedeutend in dem Sinne, daß sie einen guten Einblick in das Lebensgefühl, und dessen Veränderung, des Durchschnittsbürgers im Amerika der letzten Jahrzehnte gewähren


Einverstanden!

@steffi
Was mir eben bisher so aufgefallen ist, daß bei den heutigen Autoren oft der Inhalt eines Buches im Vordergrund steht und dieser Inhalt nicht über die Sprache bzw. den Stil transportiert wird.


Da hast Du, was die Amerikaner betrifft, sicher recht. Aber in der deutschen Nachkriegslieratur gibt es viele Gegenbeispiele. Wolfgang Koeppen ist genau der beste Beweis!

Übrigens sind  abgesehen von den „klassischen“ Nachkriegsautoren auch viele deutsche Gegenwartsautoren empfehlenswert. In meinem SUB befinden sich z.Zt. noch 2 Werke die ich bei Lesungen der/des AutorIn so toll fand, dass ich spontan zugriff:

1 „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn

2. „Hellblau“ von Thomas Meinecke

Zwar hat Ulla Hahns erster Roman bei MRR nicht gut abgeschnitten, aber das sagt ja nichts über die Qualität des Buches aus.  Wenn die beiden Romane das halten, was die Lesungen versprachen:  empfehlenswert!

Bei dem Werk des Musikers Thomas Meinecke sollte man ev. vorher seine Vorgänger  „The Church of John F. Kennedy“ und „Tomboy“ lesen. Alle drei bilden lt. Meinecke eine Trilogie der Identitätsfindung. Ach ja, da Meinecke auch als DJ arbeitet, sollte man auch in der Pop-Musik nicht ganz unbewandert sein, - Die Figuren in „Hellblau“  leben vor allem durch die Musik, die sie konsumieren.

Grüße

Hubert

Offline Steffi

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #10 am: 28. Mai 2003, 09:28 »
Hallo Hubert !

Du scheinst dich ja in der modernen Literaur gut auszukennen - danke für deine Tips. Wolfgang Koeppen werde ich auf jeden Fall lesen, da habt ihr mich sehr neugierig gemacht! Vielleicht auch Ulla Hahn, obwohl mir Frauen als Autoren nicht unbedingt liegen (komisch, oder?).  
Zitat

In meinem SUB befinden sich z.Zt. noch 2 Werke die ich bei Lesungen der/des AutorIn so toll fand, dass ich spontan zugriff:


Wenn man bei einer Lesung den Autor über sein Buch sprechen hört, dann wird man immer neugierig auf das Buch, dabei spielt dann das persönliche Engagement des Autors eine große Rolle und die Absicht, die hinter dem Buch steckt. So geht es wenigstens mir !

Bezüglich der Sprache hatte ich mehr an die deutschsprachige Literatur gedacht. Die Amerikaner versuche ich im Original zu lesen, aber da es doch ein anderer Kulturkreis ist, ist eben die Sprache als Stilmittel manchmal schwer festzustellen! Was mir halt fehlt, auch bei der meisten deutschsprachigen Nachkriegsliteratur ist z.B. die Art Thomas Manns, der oft durch seine Sprache weit mehr ausdrückt als mit dem Inhalt. Ob man das in einer Fremdsprache so nachempfinden kann ?  Thomas Wolfe, den wir gelesen haben, hat das meiner Meinung nach aber ganz gut geschafft. (Nein, ich suche keinen zweiten Thomas Mann !)

Gruß von Steffi
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Offline Steffi

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #11 am: 3. Juni 2003, 14:22 »
Hallo !

So, ich habe nun erst mal Thomas Bernhard "Holzfäller" und von Wolfgang Koeppen "Das Treibhaus" bestellt (ich hoffe, man muss nicht zuerst die "Tauben" lesen ?). Im "Holzfäller" habe ich die ersten Seiten mal angelesen und ich muß sagen, es ist außerordentlich fesselnd, genauso, wie ich es mir gewünscht habe und ich hoffe, dass Bernhard diesen Stil durchhält. Übrigens nach Ulysses und der Ulysses - Biografie ein wahrer Genuß für mich, da mehr die Sinne als der Verstand gebraucht wird. Der Stil erinnert mich übrigens ein bißchen an Hermann Hesse.

Vielen Dank nochmal an euch für die vielen schönen Vorschläge !

LG von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Hubert

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W. Koeppen und T. Bernhard
« Antwort #12 am: 3. Juni 2003, 18:12 »
Hallo Steffi,

zwar werden die drei von mir empfohlenen Koeppen-Romane gewöhnlich als Trilogie bezeichnet, aber nein - man muss sie nicht in einer bestimmten Reihenfolge lesen (wenn man nicht unbedingt die Stiländerungen Koeppens verfolgen will). Allerdings ist "Das Treibhaus", das meiner Meinung nach am wenigsten gelungene Buch? Aber da bist Du ja vielleicht nachher völlig anderer Meinung.

Schön, dass Dich Bernhard schon am Anfang fesselt, da wirst Du wahrscheinlich auch später nicht enttäuscht. Die meisten Leser finden es am Anfang langweilig und brauchen etwas bis sie sich an Bernhards Stil gewöhnt haben.

Viel Lesespaß        

Hubert (der an Deinem weiteren Urteil zu den Beiden interessiert ist)

Offline Ingrid

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Walter Kempowski
« Antwort #13 am: 11. Juni 2003, 15:29 »
Hallo zusammen,

habe heute so zwischendurch immer mal die Themen gelesen, die ihr so in den letzten Wochen  "verbrochen" :breitgrins:  :breitgrins: habt.

Ich hoffe, dass ich nichts übersehen habe, aber für mich gehört Walter Kempowski wirklich zu den "besseren" neueren deutschen Schriftstellern. Oder liege ich da falsch? Ich kenn mich mit den neueren Deutschen eigentlich nicht auch nicht so richtig aus, lese bzw. habe Kempowski aber sehr gerne gelesen.

Ich stelle mal wieder fest, ich habe Lücken...  :entsetzt:  :entsetzt:, nicht nur, was die alten Klassiker betrifft!

Also bleibt nix anderes übrig, als versuchen, sie so nach und nach zu schließen.

Schönen  :sonne:  :sonne: Tag noch
Ingrid
Ich träume, also bin ich...

Offline elahub

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zeitgenössische deutschsprachige Literatur
« Antwort #14 am: 22. Dezember 2003, 20:51 »
Hallo

Zur Erinnerung ... am 25. Mai 2003 schrieb Hubert die sagenhaften und schicksalsschweren Worte:


Zitat
John Updike und John Irving: ist das schon Literatur?


Oh Hubert!!!!! :grmpf:


Ich kenne zwar John Updike nicht  aber wohl John Irving!!!

Naja, wir leben ja in einem Land, in dem Meinungsfreiheit herrscht ... :breitgrins:


 :winken:

Daniela
"Kunst und Unterhaltung sind verschwistert und keine Feinde." - John Irving