Hallo zusammen
da wir auch kurz darüber geschrieben haben, daß in Effi Briest auch christliche Bilder zu finden sind, hier noch zur Vervollständigung
Peter-Klaus Schuster der das Leben der Effi Briest als ein "Leben nach christlichen Bildern" deutete:
auszugsweise aus dem Buch "Fontanes Welt"
Zitat-Der Gartenbezirk des Herrenhauses in Hohen-Cremmen dem Hortus conclusus mittelalterlicher Marienleben entspricht, der Symbol der Jungfräulichkeit und Schauplatz der Verkündigung ist. Die christliche Exegese versteht den Garten als Gegentypus zum Paradies, Maria als die neue Eva, die durch ihren heilsgeschichtlichen Auftrag dazu bestimmt ist, die Schuld des Sündenfalls zu sühnen. Es verweist auf traditionelle Marienvorstellungen, wenn wir Effi zusammen mit ihrer Mutter beschäftigt finden, einen Altarteppich herzustellen.
Zitat EndeDazu sei auch erwähnt daß Fontane sehr viele Kunstausstellungen in Manchester besuchte und besonders seine Aufmerksamkeit der englischen Präraffaeliten widmete und ausführlich in seinen Schriften Anerkennung zollte.
man betrachte dazu auch das Gemälde von Dante Gabriel Rossetti, 1849 "Die Mädchenschaft Mariens".
Darauf finden wir den Beginn der Geschichte Effi Briest.
The Girlhood of Mary Virginweiter im
Zitat:
Als weitere Stationen werden "Bethlehem", "Geburt, Taufe, Marientod", "Sündenfall", "Passion" und "Erlösung" namhaft gemacht. ...
Auf christliche Leitbilder hin waren die gesellschaftlichen Vorstellung vom Leben der Frau, von Ehe und Familie ausgerichtet. Sie waren in Fontanes Jahrhundert allerdings immer stärker einem säkularisierten bürgerlichen Ordnungsdenken dienstbar gemacht worden. Fontanes Kritik zielt auf eine Entlarvung der vorgeblich christlichen Leitbilder der Frau als einer Rollenfixierung, deren sich ein in Wahrheit inhumaner, durchaus unchristlicher Verhaltenskodex bediente...
Zitat EndeViele Grüße
Maria