hallo hubert,
an sich kann ich albioni noch nicht zu meinen lieblingskomponisten zählen, da ich bislang nur ein paar stücke von ihm habe, dazu noch nur auf samplern.
Es ging mir um den musikstil, für den albioni neben vielen anderen steht.
Wenn die widmung eines gesonderten kapitels für einen komponisten im reclam-musikführer eine feststellung von herausragender stellung bedeutet, dann zählen zu den ganz großen damals händel, teleman, corelli und zelenka. Außer albioni gibt es noch viele andere, die heute noch gehört werden: vivaldi, biber, corette, tartini usw.
In der folge von corelli waren damals wohl besonders triosonaten in mode. Albioni hat aber auch noch anderes komponiert.
Der CD-klassik-führer von fono forum ("Auswahl maßgeblicher meisterwerke als anhaltspunkt für einsteiger") nennt für albioni folgende aufnahmen:
1) albioni-oboenkonzerte op 9 nr.2,6,9, trompetenkonzert c-dur;
vivaldi-konzert RV 457, 559,560, goodwin, bennett, king's consort- hyperion
Das "adagio" von albioni gehöre zu den populärsten barockstücken.
2) 12 concerti op 7, holliger, musici, philips
"Mischung aus reinen streicherstücken und konzerten für eine bzw. 2 oboen, streicher und basso continuo. Beste unterhaltungsmusik".
3) sonaten op 4, nr. 1-6, trattenimenti armorici op 6 nr. 1-12, locatelle trio, hyperion
Trattenimenti sind violinsonaten.
Ich kenne das oboenkonzert op 9 nr.5 (eben gute unterhaltungsmusik wie oben beschrieben), das adagio op 9 nr 2 (festlich langsam, mit trompete. Ich weiß nicht, ob es hier mehrere unterschiedliche instrumentalisierungen gibt) und ein adagio für orgel und orchester (adagio en sol mineur pour instruments a cordes et orgue continuo (sehr getragen, fast schon traurig). Das letzte stück gefällt mir im moment am besten.
gruß hafis
P.S.: von dvorak habe ich ein sehr schönes streichquartett