Autor Thema: Rock-Klassiker  (Gelesen 55051 mal)

Offline Tia

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Re: Rock-Klassiker
« Antwort #150 am: 21. Juni 2008, 10:10 »
Hallo zusammen,

ich liebe Musik - und Rock ganz besonders. Vor allem bin ich ein sehr großer Stones-Fan.

Einige meiner (aktuellen) persönlichen Lieblings-Rockklassiker:

- Rolling Stones (eigentlich alles  :breitgrins:): Stray Cat Blues (na ja, die ganze Beggars Banquet), Sister Morphine
- The Doors: Moonlight Drive, Queen Of The Highway
- Pink Floyd: Wish you were here, Young Lust, Comfortably Numb
- Deep Purple: Anyone's Daughter
- Led Zeppelin: Dyer Maker, All my love
- Jimi Hendrix: Stone free, Little Wing, Fire, Long hot summer night
- Janis Joplin: Cry baby
- Bob Dylan: Sara, Hurricane
Ach usw., usw.

Die von Gronauer ganz zu recht erwähnten Vorläufer von Stones und Co., wie Muddy Waters, Bo Diddley und Little Richard, mag ich auch sehr.

Schöne Grüße
Tia

Offline Hubert

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Dylan in Peking
« Antwort #151 am: 9. April 2011, 05:26 »
Ai Weiwei, der bekannteste chinesische Künstler, der auch die letzte dokumenta in Kassel dominierte, ist am Sonntag (3. April 2011) am Flughafen Peking kurz vor seinem Abflug verhaftet worden!

Chinesische Systemkritiker hatten sich deshalb von Bob Dylan, den seine never-ending-tour diese Woche auch zu einem Konzert in Peking führte, im Internet gewünscht, dass dieser seinen Song „I shall be released“ spiele, der dann ja wohl mit Dylans nasalem Gesang wie „Ai shall be released“ geklungen hätte. Gestern morgen (8. April) las ich im Zug die FAZ und dort in einem Artikel von Mark Siemons, warum Dylan die Dissidenten enttäuschte: Er hatte dem chinesischen Kulturministerium versprochen, sich an ein vorher genehmigtes Programm zu halten. Trotzdem war das Konzert ein Triumph: Vor ca. 6.000 Besuchern im Beijing Workers’ Gymnasium am 6. April 2011, die zum Teil Eintrittspreise von 1961 Yuan (= ca. € 210) zahlten (eine Anspielung an Dylans erstes Konzert vor 50 Jahren  -  :breitgrins:  - ), spielte Bob Dylan einschliesslich 3 Zugaben, 17 seiner Songs:

Es begann mit „Gonna Change My Way of Thinking“, das Dylan am Keyboard begleitete, bei „It’s All Over Now, Baby Blue“ griff er dann zu Gitarre und Mundharmonika, als Zugabe spielte er „Like a Rolling Stone“, „All Along the Watchtower“ mit den Zeilen „There’s too much confusion, I can’t get no relief“ und „Forever Young“. Beim letzten Titel sangen die Chinesen zum Teil mit (wahrscheinlich hatten sie sich zwischenzeitlich Dylans Texte per Internet-Handy herunter geladen  -  :breitgrins: - )

Laut dem FAZ-Artikel hat sich Bob Dylan aber doch eine kleine Textänderung erlaubt. Bei „Ballad of a Thin Man“ hat er nach „Because Something is happening here, But you don’t know what it is“ nicht das übliche „Do you, Mr. Jones?” gesungen, sondern etwas, das für angelsächsische Ohren wie „Do you, Mr. Who?”, für chinesische Ohren aber wie “Do you, Mr. Hu?“ klang. Dylan ist eben doch der Alte geblieben, - deshalb auch von mir mal ein „Thank you, Bob“, wie Mick Jagger immer sagt, wenn sie Dylans „Like a Rolling Stone“ spielen.

Hier findet man die Originaltexte von:

„Gonna Change My Way of Thinking“
http://www.metrolyrics.com/gonna-change-my-way-of-thinking-lyrics-bob-dylan.html

und

“Ballad of a Thin Man”
http://www.bobdylan.com/songs/ballad-of-a-thin-man

sowie den Original-FAZ-Artikel:
http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~EC76B44F6B4A14F4EBEE4A26FB6377FF4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

und als Zugabe noch einen Link zu Mr. Hu (dem amtierenden Staatspräsidenten der Volksrepublik China und laut Forbes Magazine der mächtigste Mensch der Welt)
http://de.wikipedia.org/wiki/Hu_Jintao

Offline Sesemi

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Antw:Rock-Klassiker
« Antwort #152 am: 12. April 2011, 09:08 »
Rock-Klassiker für mich noch:

Jimi Hendrix - All Along The Watchtower / Hey Joe / The Wind Cries Mary
The Who - The Seeker / My Generation
Led Zeppelin - The Song Remains The Same / Ramble On
Janis Joplin - Piece Of My Heart
Rolling Stones - You Can't Always Get What You Want / Painted Black

Da sind natürlich unzählige mehr, aber diese fallen mir als erstes ein.

Offline Hubert

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Dylan in Deutschland
« Antwort #153 am: 13. April 2011, 03:29 »
Auf seiner never-ending-Tour hat der Meister des nasalen Gesangs dieses Jahr nur zwei Stationen in Deutschland gemacht. Nach Bonn, wo er vor der Bundeskunsthalle auftrat nun auch ein ausverkauftes Open-Air-Konzert vor dem Wormser Dom, bevor Dylan weiter ins italienische Padua reiste. Viel neues gibt es nicht zu berichten – obwohl – Dylan griff keine Gitarre an, spielte nur Keyboards und Mundharmonika, für sein Publikum interessierte er sich wie gewöhnlich nicht, keine Frage nach dem Befinden, nicht mal ein Hallo, - aber erstaunlich, auch wenn Dylan seine alten Songs spielt, „Just like a woman“ oder „Like a rolling stone“, Sachen, die man in den Fußgängerzonen aller Städte auf der ganzen Welt hören kann aber nicht mehr hören will, bei Dylan klingts wie Neu.

„The times they are a-changin“, - okay, aber Bob Dylan bleibt.

Die never-ending-tour führt Bob Dylan auch 2011 wieder nur zu zwei Konzerten in Deutschland:

Am 25. Juni in den Volkspark Mainz und am

26. Juni auf die Freilichtbühne im Stadtpark Hamburg.

Im Stadtpark Hamburg habe ich übrigens Bob Dylan vor vielen Jahren zum ersten Mal live erlebt, das letzte Mal war in Berlin, und das letzte große Konzert im Stadtpark Hamburg war vor vier Jahren eine andere nordamerikanische Rocklegende: Neil Young (rockte Hamburg Like a Hurricane)

Anlässlich des 70. Geburtstages von Bob Dylan am 24. Mai 2011 gib’s außerdem in Köln vom 12.5. bis 3.6.2011 ein Bob-Dylan-Festival. Programm siehe hier:

http://www.cityinfo-koeln.de/php/blowin_in_the_wind_bob_dylanfestival_in_der_domstadt,85,1967.html


Offline Hubert

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R.E.M löst sich auf
« Antwort #154 am: 24. September 2011, 04:12 »
Die zum Teil in Berlin aufgenommene 15. Studioplatte von R.E.M. „Collapse Into Now“, die Anfang diesen Jahres erschien, ließ noch einmal hoffen, dass es mit R.E.M wieder bergauf geht, aber jetzt hat die Band ihre Auflösung bekannt gegeben – deshalb höre ich gerade ihre Musik und wundere mich, dass ich obwohl nie Fan der Gruppe, im Laufe der letzten 30 Jahre doch 10 Alben von R.E.M. gesammelt habe – gerade lief „Out of Time“ und jetzt „New Adventures in Hi-Fi“. Auf welchem Album war den „Man of the Moon“? hoffentlich kommt das noch – so schlecht waren die eigentlich gar nicht wie ich immer gedacht habe.

http://www.suedkurier.de/news/dossiers/onlineplus/R-E-M-loesen-sich-auf-Ende-in-Harmonie;art477507,5125296

Offline finsbury

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Antw:R.E.M löst sich auf
« Antwort #155 am: 24. September 2011, 17:44 »
Hallo Hubert,
.... höre ich gerade ihre Musik und wundere mich, dass ich obwohl nie Fan der Gruppe, im Laufe der letzten 30 Jahre doch 10 Alben von R.E.M. gesammelt habe – gerade lief „Out of Time“ und jetzt „New Adventures in Hi-Fi“. Auf welchem Album war den „Man of the Moon“? hoffentlich kommt das noch – so schlecht waren die eigentlich gar nicht wie ich immer gedacht habe.


Für mich gehören R.E.M. zu den besten Rockgruppen der 80er ff. Ihre ungewöhnlichen Texte, die interessante Instrumentierung und Stipes nasale Stimme mag ich recht gern.
Nur die Alben, wo sie extra so elektronisch wabern, höre ich kaum. "Man on the moon" ist auf "Automatic for the people"(1992), eine ihrer besten Scheiben.
Ich hab's übrigens nur auf 8 CDs von ihnen gebracht.
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline Hubert

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R.E.M. versus Guns N’ Roses
« Antwort #156 am: 25. September 2011, 12:33 »
"Man on the moon" ist auf "Automatic for the people"(1992), eine ihrer besten Scheiben.

Hallo finsbury,

vielen Dank für den Hinweis, ausgerechnet „Automatic for the people“ fehlt mir, - muss ich wohl demnächst nachbessern – habe aber „Man on the moon“ auf „In Time: The best of R.E.M.“ gefunden (wenn man diese CD und „Live at the Olympia“ abzieht komme ich dann auch nur auf acht Original-Studio-CD’s).

Ihre ungewöhnlichen Texte, die interessante Instrumentierung und Stipes nasale Stimme mag ich recht gern.

Wegen der Texte habe ich mir vor allem die CD’s gekauft und Michael Stipes unverwechselbare Stimme, da hast Du Recht, ist faszinierend, aber die Musik klingt für mich doch meistens eher popig als rockig, weshalb ich „Guns N’Roses“ meistens vorgezogen habe,
aber nach meiner langen R.E.M. – Nacht  :breitgrins: muss ich Dir wohl Recht geben wenn Du schreibst:

Für mich gehören R.E.M. zu den besten Rockgruppen der 80er ff.

Offline montaigne

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Quadrophenia – Director’s Cut
« Antwort #157 am: 18. Januar 2012, 21:36 »
 38 Jahre nach der Doppel-LP der zweiten Rockoper der britischen Band The Who  „Quadrophenia“ ist dieser Klassiker über die Mod-Szene der 60er-Jahre jetzt wieder zu haben. Wahlweise als Doppel-LP, Doppel-CD oder Digital-Version oder für ganz große Who Fans als Super Deluxe Edition mit CD, DVD und Box-Set. Da mir € 77 zu viel waren, habe ich mich für die Doppel-CD für  € 20 entschieden und kann nur sagen: Ein Hörgenuss, viel besser als die Doppel-CD von 1996.


Offline montaigne

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One Moment in Time
« Antwort #158 am: 12. Februar 2012, 19:52 »
Im Gedenken an die amerikanische Soulsängerin Whitney Houston, Patenkind von Aretha Franklin und Cousine von Dionne Warwick, die gestern in einem Hotelzimmer in Beverly Hills tot aufgefunden wurde, höre ich gerade die Klassiker der 48 Jahre alt gewordenen Sängerin:

„I Wanna Dance With Somebody“

„One Moment in Time“

„I Will Always Love You“

Offline Gronauer

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Antw:Rock-Klassiker
« Antwort #159 am: 24. Februar 2012, 12:24 »
Offen gesagt war die Musik von W. Houston an mir immer irgendwie abgeglitten. Sicher, alles super gekonnt, mit einem riesigen Talent, aber für das Stückchen, das zur Perfektion fehlt, und in dem so viel interessante Sachen passieren, war da wohl kein Platz mehr. In dem Bereich Soul/R&B war mir Stax auch immer näher als Motown. Aber klar: hier geht es nur um persönliche Vorlieben.

Offline montaigne

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Soulmusic
« Antwort #160 am: 29. Februar 2012, 18:35 »
Offen gesagt war die Musik von W. Houston an mir immer irgendwie abgeglitten.

Zugegeben, auch an mir war Whitneys Musik lange Zeit abgeglitten – aber aus genau gegensätzlichen Gründen (so unterschiedlich kann man eine/n Künstler/in wahrnehmen), Mir war Whitney Houston immer zu perfekt.

Ansonsten beurteile ich Soulmusiker nicht nach ihrem Label, sondern nach ihrer Musik, will sagen ich mag, bzw. mochte sowohl Otis Redding, Wilson Pickett und Sam & Dave (alle Stax Records), als auch The Commodores, The Four Tops und The Temptations (alle Motown). Die letzten beiden Gruppen habe ich 2007?  live bei einem gemeinsamen Konzert in der Alten Oper in Frankfurt erlebt und was die Alten Herren da auf der Bühne ablieferten – mehr geht nicht!

Btw: Whitney Houston war meiner Meinung nach weder bei Stax noch bei Motown, sondern wie ihre Cousine Dionne Warwick, ihre Patentante Aretha Franklin und mein aktueller Favorit was Soulmusik betrifft, Alicia Keys, bei Arista Records. 

Offline Gronauer

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Antw:Rock-Klassiker
« Antwort #161 am: 1. März 2012, 11:55 »
Zitat
Ansonsten beurteile ich Soulmusiker nicht nach ihrem Label, sondern nach ihrer Musik

Völlig einverstanden - mir ging es auch mehr um den Grundakkord, und der klang in Memphis schon anders als in Detroit.

Zitat
Zugegeben, auch an mir war Whitneys Musik lange Zeit abgeglitten – aber aus genau gegensätzlichen Gründen

Wieso gegensätzlich? Darin sind wir uns doch völlig einig. Das bewusste Stückchen, welches zur Perfektion fehlt, ist das, wo die nicht verplanten Sachen laufen. Genau die interessieren mich.

Offline Bluebell

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Antw:Rock-Klassiker
« Antwort #162 am: 1. März 2012, 14:04 »
Ich hatte kürzlich das Vergnügen, Frank Zappas ehemalige Band, die "Mothers of Invention", die sich jetzt "Grandmothers reinvented" :breitgrins:  oder so ähnlich nennen,  live zu erleben.

Ein ziemlich skurriles, für mich wohl einmaliges Erlebnis und jeden Cent wert!
"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

Offline montaigne

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Memphis vs. Detroit
« Antwort #163 am: 1. März 2012, 20:33 »
Zitat
Ansonsten beurteile ich Soulmusiker nicht nach ihrem Label, sondern nach ihrer Musik

Völlig einverstanden - mir ging es auch mehr um den Grundakkord, und der klang in Memphis schon anders als in Detroit.


Natürlich klangen die Platten aus Memphis anders als die aus der Mo(tor)town Detroit, aber warum kann einem nicht beides gefallen? 

Zitat
Zugegeben, auch an mir war Whitneys Musik lange Zeit abgeglitten – aber aus genau gegensätzlichen Gründen

Wieso gegensätzlich? Darin sind wir uns doch völlig einig. Das bewusste Stückchen, welches zur Perfektion fehlt, ist das, wo die nicht verplanten Sachen laufen. Genau die interessieren mich.

So wie du es jetzt ausdrückst: okay d’accord!

Offline montaigne

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"Mothers of Invention"
« Antwort #164 am: 1. März 2012, 20:36 »
Ich hatte kürzlich das Vergnügen, Frank Zappas ehemalige Band, die "Mothers of Invention", die sich jetzt "Grandmothers reinvented" :breitgrins:  oder so ähnlich nennen,  live zu erleben.

Ein ziemlich skurriles, für mich wohl einmaliges Erlebnis und jeden Cent wert!

Ich beneide dich um das Erlebnis. Kannst du noch ein, zwei Sätze zu dem Konzert sagen, z.B. was heißt in diesem Zusammenhang für dich „skurril“ und ob die alte oder neue Sachen spielten oder beides. Weißt du, ob die auch in Deutschland auftreten und wann und wo?