Bonjour Maria,
ich sollte eher weiter in "Tausendundeine Nacht" lesen, aber Deine Frage
> hat jemand eine Idee welche Musik zu Marcel Proust "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" passen würde?
kann mich nicht kalt lassen. Prousts Romane nehme ich wieder und wieder in die Hand und verliere mich dann stundenlang lesend zwischen den Seiten.
Zuerst einmal mochte Proust die Musik Wagners über alles. Ich bin zwar kein Wagner-Fan, aber zu "Auf der Suche nach…" habe ich schon häufiger Musik von Wagner (wie Parsifal) aufgelegt.
Ansonsten bietet sich natürlich die ganze Breite der Klänge der Belle Epoque an. Reynaldo Hahn war ein Freund Prousts und seine Musik viel gespielt in den Salons der Jahrhundertwende. Ich habe eine CD mit Liedern von Reynaldo Hahn, die hilft die Atmosphäre dieser Zeit heraufzubeschwören.
Mein Vorzug gehört aber der Klaviermusik ohne Gesang allen voran Claude Debussy, aber auch César Franck, Gabriel Fauré oder Schumann und Chopin. Höre Dir einfach die 24 Preludes von Debussy an, für mich die perfekte musikalische Untermalung von "Auf der Suche nach …".
Und dann gibt es noch Gabriel Faurés Sonate n°1 für Violine und Klavier, die gemäß der vielseitigen Auffassung von Proust-Spezilisten eine mögliche Vorlage zur Musik von Vinteuil sei. Es gibt von Faurés Sonate eine historische Aufnahme mit Jacques Thibaud und Alfred Cortot, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.
So weit so gut, aber als ich vor einigen Wochen beim abermaligen Schmökern in Prousts "Auf der Suche nach…" die neueste CD von Muse Black Holes & Revelations spielte, fand ich trotz des Jahrhunderts das Roman und Musik trennt, kein Problem für Ohren und Geist. Für mich einfach ein weiterer Beweis wie untemporär Prousts Romanzyklus ist. (NB: die CD von Muse finde ich solala, man muss sie nicht besitzen).
Cordialement et bon dimanche
Babur