Den ersten Wallander-Krimi habe ich mir besorgt, um mir ein Bild von dieser Reihe zu machen (steht noch aus). Die Krimiautoren machen es einem generell schwer, weil sie sehr produktiv sind aber auch recht stereotyp (eine Verallgemeinerung, ich weiß) Von Hammett, Chandler und Ambler habe ich so ziemlich alles gelesen, was sie geschrieben haben, doch gerade die ersten Beiden zeigen in ihren Texten immer das gleiche Schema und Ambler ist eine rühmliche Ausnahme. Sjöwall / Wallöö haben, wenigstens in der deutschen Szene, quasi den Krimi revolutioniert, in dem sie die sozialen Aspekte des Handlungsumfelds und das Privatleben ihrer Figuren, mehr als die Kriminalgeschichte ins Bild gerückt haben. Leider hat die Tendenz von vielen Autoren in ihren Büchern Sozialkritik zu üben zu einer Ermüdung der Leser geführt, was wiederum den Klassikern zu Gute kommt, denn ihre Sozialkritik (falls vorhanden) behandelt Aspekte, die uns nicht mehr drücken, bzw. unsere Kinder wieder interessieren könnte.
Ich lese nur noch selten Krimis und vermeide es, von Glauser abgesehen, mehr als zwei Bücher derselben Autoren zu lesen.