Autor Thema: Juli 2003: William Shakespeare: "Macbeth"  (Gelesen 4031 mal)

Offline ikarus

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Juli 2003: William Shakespeare: "Macbeth"
« Antwort #15 am: 17. Juli 2003, 21:35 »
Hallo Steffi

Ein tumber, machtgieriger, blutrünstiger, dem Wahnsinn verfallender  Tyrann ein "Sympathieträger" und "richtiger Mann"?
Na Du bist ja vielleicht drauf

Wollen wir uns dieses Wochenende eigentlich gleich den "Sturm"  vornehmen, oder ist das für Euch noch zu früh?

Viele Grüße
ikarus
"Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand" (Erasmus von Rotterdam)

Offline Rainer

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Juli 2003: William Shakespeare: "Macbeth"
« Antwort #16 am: 17. Juli 2003, 23:17 »
Hallo zusammen

Ich bin zum "Sturm" allzeit bereit.
Rainer

Offline Steffi

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Juli 2003: William Shakespeare: "Macbeth"
« Antwort #17 am: 18. Juli 2003, 09:38 »
Hallo ikarus !

Ja, ich hab vielleicht ein bißchen übertrieben, aber für mich ist er einfach der stärkste Charakter ! Auch Lady Macduff beklagt ja, dass ihr Mann einfach ohne zu kämpfen davonlief und deshalb kein richtiger Mann sei.

Vielleicht stellte sich Shakespeare ja auch die Frage, wie definiert sich ein "richtiger Mann" ? Macbeth, Banquo, Macduff ? Die Charaktere der 3 sind ja wirklich unterschiedlich:

Macbeth - machtbewußt, rücksichtslos, gewissenlos
Banquo - treu, pflichtbewußt, verläßlich
Macduff - politisch, feige (?), egoistisch

Wer gewinnt am Ende ? Auf lange Sicht gesehen Banquo ? Oder soll der "ideale Mann" eine Mischung aus allen dreien sein ?
Was haltet ihr davon ?

Die Einleitung zum Sturm habe ich schon begonnen - klingt sehr interessant :smile:

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline JMaria

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Juli 2003: William Shakespeare: "Macbeth"
« Antwort #18 am: 18. Juli 2003, 22:05 »
Hallo zusammen

soweit geh ich gedanklich garnicht, ob Shakespeare versucht hat einen "richtigen Mann" darzustellen.

Persönlich hat mich nur der Gedanke beschäftigt, was diese Prophezeiung ausgelöst hat. Selbst wenn Ehrgeiz in den Eheleuten vorhanden war, hatten sie es bis dato im Griff. Die Macbeth's wollten das vorher gesagte Schicksal beschleunigen.

Ein Ehepaar, das eine tiefe Zuneigung zueinander hatte und sich ergänzten, wurde durch dieses Ereignis zerstört. Tragisch und traurig in meinen Augen.

aber wenn ich mal den "richtigen Mann" persönlich definieren darf, dann ist es für mich Banquo, ein Mann der abwarten konnte, der weiß was Treue ist, auch wenn er in dem ganzen Stück farblos wirkt. Aber das ist meine Definition *gg*

LG Maria
PS. ich werde erst Sonntag mit dem Sturm beginnen können, also rast nicht mir davon  :breitgrins:
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Offline Nele

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Juli 2003: William Shakespeare: "Macbeth"
« Antwort #19 am: 22. Juli 2003, 17:52 »
Wenn ich Eure Beiträge so lese, wird "Macbeth" wieder so richtig lebendig vor meinen Augen!
Ich habe es vor ungefähr elf Jahren mal in den USA in der Schule gelesen und kann den berühmten Monolog der Lady Macbeth immer noch auswendig: "tomorrow, tomorrow and tomorrow..."
Das war schon wirklich ein tolles Leseerlebnis!
LG, nele