Das ist ein schwieriges Thema, das mich bei anderen Autoren auch immer wieder bewegt hat. Die Tatsache, dass Antisemitismus im 19. Jahrhundert (und ich denke auch früher schon) gesellschaftlich latent vorhanden war und zu diesen Zeiten anders bewertet wurde, heißt ja nicht, dass es damit erledigt oder gar entschuldigt wäre. Auch wenn ich ob der rückblickenden Bewertung die Problematik begreife.
Vielleicht ist das Unwohlsein, dass wir heute dabei empfinden, wichtig, um uns eine gewisse Wachheit und Sensibilität zu erhalten. Ich stelle mir allerdings dann immer die Frage, welchen Balken wir, bei der Betrachtung der Probleme unserer Zeit, vor Augen haben könnten, den "wir" heute einfach ausblenden?
Nachdenkliche Grüße,
akira