Autor Thema: Mai 2010: Cervantes - Don Quijote  (Gelesen 7589 mal)

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #15 am: 5. Mai 2010, 19:02 »
Überrascht bin ich, wie schnell und lapidar die Geschichte mit den Windmühlen erzählt wird. Ich vermute, wenn man fragt, welche Episode man zuerst mit Don Quijote verbindet, dann wäre es diese, aber im Roman wirkt sie unscheinbar.

Sancho stellt sich wirklich, neben einer gewissen Einfalt, was versprochene Belohnungen betrifft, als das realistische Drittel unseres Trios dar, wobei mir in der Vergangenheit entgangen ist, dass Rocinante einHengst ist.

In Kapitel 14 gibt es einen beachtlich modernen Monolog der Hirtin Marcela, in dem sie ihre Unabhängigkeit begründet und verteidigt. Sonst lesen sich die meisten Passagen wie Berichte über Zusammenstöße von Hooligans. Es wird sehr viel ausgeteilt und eingesteckt.


Offline riff-raff

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 164
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #16 am: 5. Mai 2010, 20:40 »
Sonst lesen sich die meisten Passagen wie Berichte über Zusammenstöße von Hooligans. Es wird sehr viel ausgeteilt und eingesteckt.

Der russische Schriftsteller Vladimir Nabokov ("Lolita") hielt in den 50er-Jahren in Harvard eine Vorlesungsreihe über den "Don Quijote" und bezeichnete dabei das Buch als eine Folterkammer und veritable Enzyklopädie der Grausamkeit, ja, als eines der furchbarsten und barbarischsten Bücher, die je geschrieben wurden.

Die Spässe, diagnostizierte Nabokov, würden sich auf dem untersten Niveau mittelalterlicher Possenreisserei abspielen und der Humor sei brutal und abstossend.

Ich denke, Nabokov übertreibt ziemlich, heutzutage sind wir uns von Film und Fernsehen weitaus stärkeren Tobak gewöhnt. Und die Zeit, in der der Roman spielt, war sicherlich auch kein Zuckerschlecken. Man denke an den "Simplicissimus" und den Dreissigjährigen Krieg, der zwei Jahre nach Cervantes Tod in Deutschland ausbrach.

Interessant: Nabokov hat sich die Mühe gemacht, sämtliche Don-Quijote-Zweikämpfe nach Sieg und Niederlagen zu untersuchen. Resultalt: unentschieden (20 zu 20). Hat mich überrascht, da Don Quijote ja meist als Verlierertyp stilisiert wird.

Nabokovs Vorlesungen erschienen übrigens 1983 auch als Buch im Fischer Verlag unter dem Titel "Die Kunst des Lesens. Cervantes' 'Don Quijote'". Ist heute leider vergriffen und meine Informationen dazu stammen alle aus dem Internet.

Gruss

riff-raff

Offline BigBen

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 757
    • Zwischen den Seiten
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #17 am: 6. Mai 2010, 06:56 »
Überrascht bin ich, wie schnell und lapidar die Geschichte mit den Windmühlen erzählt wird. Ich vermute, wenn man fragt, welche Episode man zuerst mit Don Quijote verbindet, dann wäre es diese, aber im Roman wirkt sie unscheinbar.

Genau den gleichen Eindruck hatte ich auch. Nach nur zwei Seiten war DIE bedeutende Episode schon vorbei.

Zitat
... wobei mir in der Vergangenheit entgangen ist, dass Rocinante einHengst ist.

Auch hier muß ich Dir zustimmen. Rocinante ist in meinen Augen ein weiblicher Name (gewesen).
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #18 am: 6. Mai 2010, 08:48 »

Der russische Schriftsteller Vladimir Nabokov ("Lolita") hielt in den 50er-Jahren in Harvard eine Vorlesungsreihe über den "Don Quijote" und bezeichnete dabei das Buch als eine Folterkammer und veritable Enzyklopädie der Grausamkeit, ja, als eines der furchbarsten und barbarischsten Bücher, die je geschrieben wurden.

Die Spässe, diagnostizierte Nabokov, würden sich auf dem untersten Niveau mittelalterlicher Possenreisserei abspielen und der Humor sei brutal und abstossend.

Ich denke, Nabokov übertreibt ziemlich, heutzutage sind wir uns von Film und Fernsehen weitaus stärkeren Tobak gewöhnt. Und die Zeit, in der der Roman spielt, war sicherlich auch kein Zuckerschlecken. Man denke an den "Simplicissimus" und den Dreissigjährigen Krieg, der zwei Jahre nach Cervantes Tod in Deutschland ausbrach.

Das ist eine interessante Information für mich. Danke riff-raff! Nabokov ist noch nicht lange in meinem Lektürespektrum präsent, hat aber sofort eine hohe Leuchtkraft entfaltet, und deine Zitate von ihm zeigen, er ist nicht einer der gewöhnlichen Schleimer, die vor jedem Großwerk nur ihre Kotaus machen. Nun ist nicht nur die Zeit, in der Don Quijote entstand, sondern auch das Leben von Cervantes selbst durch Gewalt und Erniedrigung durchdrungen. Soldat, Gefangener, Häftling, das ist schon extrem. Aus meinem Leben heraus unbegreiflich, wie man sich damit noch aufrecht halten kann.

Nach etwa 180 Seiten, die ich bis jetzt gelesen habe, lässt sich nahezu immer vorhersagen, was passiert, wenn der Ritter und sein bedauernswerter Kappe auf andere Figuren treffen. Das liest sich dann etwas mühseelig, lässt mir aber auch Spielraum für Überlegungen zu den weniger spektakulären Facetten der Geschichte. So ist es anrührend, wie unsere beiden Helden, zwar schon physiognomisch und durch die Reittiere in hoch und niedrig geschieden sind, freundschaftlich miteinander verkehren, das wenige was sie haben teilen und Don Quijote sogar bereit ist die Ratschläge von Sancho zu beherzigen (nicht ohne sie entsprechend aus seinem Weltbild heraus zu deuten). Aus meiner dilettantischen  Sichtweise heraus, wirkt der Ritter wie ein reiner Vertreter der Deduktion, der jede Erfahrung in sein fest gefügtes Schema presst. Das ist doch nicht reine Verrücktheit, sonder mehr die Form von Starrsinn, wie sie zum Beispiel auch Kreon, in Sophokles "Antigone" zeigt, oder der ältere Mao Tse Tung, von deutschen Führern gar nicht zu reden.



Überrascht bin ich, wie schnell und lapidar die Geschichte mit den Windmühlen erzählt wird. Ich vermute, wenn man fragt, welche Episode man zuerst mit Don Quijote verbindet, dann wäre es diese, aber im Roman wirkt sie unscheinbar.

Genau den gleichen Eindruck hatte ich auch. Nach nur zwei Seiten war DIE bedeutende Episode schon vorbei.

Vielleicht kommt es durch die Bearbeitungen, die man so als Jugendlicher vorgesetzt bekommt. Denke ich an Robinson Crusoe, Moby Dick, Die Schatzinsel, die ich ursprünglich als Jugendbücher gelesen habe, sind die Eindrücke aus der späteren Lektüre auch anders. Bei den Bearbeitungen wird oft der Rahm abgeschöpft und die Molke weggeschüttet.

Offline xenophanes

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1887
    • christian köllerer.net
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #19 am: 6. Mai 2010, 11:02 »

Ihr lest eines meiner absoluten Lieblingsbücher!  :smile:


Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Mai 2010: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #20 am: 6. Mai 2010, 14:08 »
Auf der Suche nach "absurden" Paaren, über Becketts "Warten auf Godot", stieß ich auf folgende Seite:

http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?tabID=3946&alias=wzo&lexikon=Auto&letter=A&cob=181932

Auch wenn es eine Wiener Zeitung ist, in der dieser Artikel erschien, gibt er uns doch einen recht guten, komprimierten  Überblick über Cervantes, das Werk und die Folgen.

edit sandhofer: Titel angepasst.  :winken: Grüsse - sandhofer



« Letzte Änderung: 8. Mai 2010, 09:52 von sandhofer »

Offline Jaqui

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1059
Re: Don Quijote
« Antwort #21 am: 6. Mai 2010, 14:41 »
Auch wenn es eine Wiener Zeitung ist

Ich hoffe dass das jetzt keine Kritik an der Wiener Zeitungslandschaft ist  :breitgrins:

Katrin

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Don Quijote
« Antwort #22 am: 6. Mai 2010, 15:25 »
Auch wenn es eine Wiener Zeitung ist

Ich hoffe dass das jetzt keine Kritik an der Wiener Zeitungslandschaft ist  :breitgrins:

Katrin

Eher gleich ganz Wien  :breitgrins:

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #23 am: 7. Mai 2010, 08:29 »
Es entwickelt sich neben und im Laufe der Episoden eine recht interessante Dynamik zwischen unseren Helden. Cervantes stellt uns keine eindimensionalen Hauptfiguren vor. Da bezieht Sancho auf der einen Seite Prügel, weil sich sein Herr von ihm gedemütigt sieht, auf der anderen Seite folgt Don Quijote den Ratschlägen seines Dieners. Die Momente der Einsichten sind aber sofort vorbei, wenn sie auf dem Weg eine Begegnung ergibt. Der Ritter handelt wie ein Straßenräuber. Mir leuchtet allerdings nicht ganz ein, wieso Don Quijote, der so sehr auf seine Ritterehre bedacht ist, oft seine Attacken so unvermittelt und ohne einleitendes Zeremoniell reitet.

Es kommt auch nun die Barbierschüssel als Helm ins Spiel, die ich viel früher erwartet und nach meiner Erinnerung auch nicht als Beute des cholerischen Ritters angesehen habe.

Offline JMaria

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3743
Re: Don Quijote
« Antwort #24 am: 7. Mai 2010, 16:31 »

wer sich zusätzlich zur Leserunde dem Don Quichotte noch musikalisch nähern möchte, dem sei dieser Termin genannt:

Arte 08.05.2010 // 20.25 Uhr
"Don Quichotte" Live aus Brüssel. Die Oper des französischen Komponisten Jules Massenet (1842-1912).

Gruß,
Maria
Aktuell:

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #25 am: 8. Mai 2010, 18:08 »
Nach etwa der Hälfte der Hälfte beginnt der Roman mehr Facetten zu zeigen. Unser Subjekt D.Q. wird zum Objekt und es werden Geschichten erzählt, die mit dem Ritter wenig zu tun haben. Meine Einstellung zum Buch wird dadurch noch freundlicher. Die Ritterromane werden zerpflückt, wobei es mir scheint, als würde Cervantes die Weltsicht der allein selig machenden Kirche meinen. Wenn es so ist, dann hat die Inquisition geschlafen, oder die Zensoren waren dem Roman wohlgesonnen. Die Geschichten über Kabale und Liebe passen ins 19. Jahrhundert.

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #26 am: 9. Mai 2010, 07:19 »
Kapitel 37 beweist, dass Don Quijote nicht verrückt ist!

Cervantes lässt ihn sprechen:

Zitat
Dieser Friede ist das wahre Ziel des Krieges, den Krieg und Kriegshandwerk sind ein und dasselbe. Ausgehend von dieser Wahrheit, dass das Ziel des krieges der Friede ist und dass er darin über dem Ziel der Wissenschaften steht, [...]

Wir sehen, wäre der Ritter verrückt, wäre es unsere Zeit auch, und das kann ja wohl nicht sein.

Offline Lost

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1062
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #27 am: 9. Mai 2010, 11:06 »
Der Ritter schläft und träumt. Gegen Ende des ersten Bands führen uns die Abenteuer anderer in die Ferne und aufs Meer, eine gute Unterbrechung der infantilen Begebenheiten des Dons. In den Herz-Schmerzgeschichten finden wir den Pathos der Klassik, die Konstruktion der Reiseabenteuer erinnert mich an Romane des 19. Jahrhunderts und auch, dass sich gegen Ende alles und jeder im Tumult an einem Ort zusammen findet. Dann darf es wieder um Schabernack und den verrückten Helden gehen, der nicht mehr weit von zu Hause entfernt ist.

Mit dem ersten Band verabschiede ich mich auch von der turbulenten Leserunde, ohne mich vom Roman zu verabschieden.

Offline riff-raff

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 164
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #28 am: 11. Mai 2010, 17:50 »
Hallo zusammen!

Im 38. Kapitel des ersten Buches hält Don Quijote eine flammende Rede über das Handwerk des Krieges und die Waffenkunst. Dabei bedauert er das Aufkommen der neuen Schusswaffen:

Glücklich die gesegneten Jahrhunderte, da noch nicht die verteufelten Donnergeschütze ihre entsetzliche Wut entluden, [...] teuflisches Gerät, durch das ein gemeiner, feiger Arm einem tapferen Ritter das Leben nehmen kann oder durch das die [...] Tapferen, ohne dass man wüsste, wie und woher, eine verirrte Kugel ereilt [...] und in einem Augenblick mäht und fällt sie Denken und Leben dessen, der es verdient hätte, sich seiner noch Jahr und Tag zu erfreuen [...].

Der 'ehrliche' Zweikampf Mann gegen Mann ist obsolet geworden. Nicht mehr Waffenfertigkeit oder Mut und Tapferkeit bestimmen über Leben und Tod, sondern der reine Zufall. Mir ist das wieder erschreckend bewusst geworden, als ich vor ein paar Tagen im Fernsehen Ausschnitte aus einem Spielfilm gesehen habe über die Bombardierung Dresdens im zweiten Weltkrieg. Da sitzt der Pilot relativ sicher in seiner fliegenden Festung, drückt auf einen Knopf und bevor seine Bombenfracht noch den Boden berührt ist er bereits wieder auf dem Weg zurück zur Basis. Vielleicht kriegt er noch die Explosion mit, aber ansonsten ... Die Auswirkungen seines Handelns bleiben völlig ausgespart. Der österreichische Verhaltensforscher Konrad Lorenz hat das sehr treffend auf den Punkt gebracht:

[...] vor allem hat es die verfeinerte Tötungstechnik mit sich gebracht, dass dem Handelnden die Folgen seines Tuns nicht unmittelbar ans Herz greifen. Die Entfernung, auf die alle Schusswaffen wirken, schirmt den Tötenden gegen die Reizsituationen ab, die ihm anderenfalls die Grässlichkeit der Konsequenzen sinnlich nahebringen würden. Die tiefen gefühlsmässigen Schichten unserer Seele nehmen es einfach nicht mehr zu Kenntnis, dass das Abkrümmen eines Zeigefingers zur Folge hat, dass unser Schuss einem anderen Menschen die Eingeweide zerreisst.

In: Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression

Gruss

riff-raff

Offline riff-raff

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 164
Re: Cervantes - Don Quijote
« Antwort #29 am: 11. Mai 2010, 19:20 »
Hallo!

Wie ist Sancho erstaunt, als er erfährt, dass die Herzensdame seines Herrn, die geheimnisvolle Dulcinea von Toboso, keine Prinzessin, sondern nichts weiter als ein Bauernmädchen aus dem Nachbardorf ist. Don Quijote hingegen scheint keinen Widerspruch darin zu sehen, denn wofür ich Dulcinea von Toboso brauche, Sancho, taugt sie ebenso wie die hochvornehmste Prinzessin auf Erden. Jeder Ritter braucht eine Dame zu deren Ehre er seine Heldentaten vollbringen kann. Ob sie jetzt aber von hohem oder niederem Stand ist, ist für Don Quijote einerlei, solange sie schön und sittsam ist. Der Rest ist Projektion und Phantasie: Schliesslich und endlich stelle ich mir vor, dass alles ist, wie ich es sage, keinen Deut anders, in meinem Geiste sehe ich sie so hold und fürstlich, wie ich sie mir wünsche.

Da ist nicht von Verrücktheit zu spüren, und wenn sich Don Quijote ein X für ein U vormacht, so tut er das völlig bewusst und bei klarem Verstand.

Einige Abschnitte später fordert Sancho die Esel ein, die ihm Don Quijote nach dem Verlust seines Grauohrs versprochen hat:

"Also dann", sagte Sancho, "setzt aufs andere Blatt den Wechsel über die drei Eselsfüllen und unterschreibt mit Eurem Namen klar und deutlich, damit man Eure Unterschrift erkennt."

Jetzt haben wir dich, habe ich mir an dieser Stelle gedacht, denn wie wird er nun unterschreiben, mit Don Quijote oder mit seinem wirklichen Namen Alonso Quijano?... - Nun, das alte Schlitzohr entwindet sich der Zwickmühle geschickt:

"Das Unterschreiben ist nicht nötig", sagte Don Quijote, "mein Schnörkel drunter ist so gut wie eine Unterschrift [...]"

Er unterschreibt also nicht. Und was sagt uns das? Wäre er wirklich so verrückt, sich für Don Quijote zu halten, dann hätte nichts dagegen gesprochen, auch als Don Quijote zu unterschreiben. Nur, dass der Wechsel dann natürlich ungültig geworden wäre ... Und da er das weiss, verzichtet er darauf. Aber seinen wahren Namen will er auch nicht unter das Schreiben setzen, weil er unbedingt an seiner Fiktion festhalten möchte. So spekuliert er darauf, dass seine Nichte die Authentizität des Wechsels an seiner Handschrift erkennen werde.

Das sind zwei Szenen, die bei mir Zweifel haben aufkommen lassen, ob Don Quijote wirklich verrückt ist.

Gruss

riff-raff