Hallo zusmmen!
nimue, ich fürchte, ich kann Dir nicht helfen ...
Nämlich, ich hab' da so meine eigene Theorie:
Es gibt zur Zeit ca. 500 Klassiker, die der universal gebildete Mensch gelesen haben sollte. Darunter natürlich die Grundlagenwerke der verschiedenen Weltreligionen (Bibel, Koran, Veden, Upanischaden etc. etc....). Darunter wahrscheinlich viele indische, persische, chinesische und japanische Werke, die wir gar nicht oder nur in verstümmelnden Überrsetzungen kennen.
Dann ca. weitere 1000 Werke, die wir als Angehörige der westlichen Zivilisation kennen sollten. Z.B. die 'Legenda aurea' des Jakobus von Voragine.
Dann ca. weitere 1000 Werke, die wir als Angehörige eines (sprachlich definierten) Kulturkreises kennen sollten, z.B. Storm im deutschsprachigen Raum.
Dazu kommen noch etwa 100 Werke von regionaler Bedeutung (z.B. sollte jeder Schwabe den Häberle und den Pfleiderer kennen...)
Summa summarum 2500-3000 Werke.
Deinem Otto Normalverbraucher würde ich anraten, sich entweder Blindbände zuzulegen, hinter denen er seinen Schnaps verstecken kann, oder die Regale mit alten Lexika zu füllen. Die präsentieren ausgezeichnet und sind auf Flohmärkten billig zu haben.
Auf 200 kann ich die Zahl leider nicht reduzieren...
Grüsse
Sandhofer
PS. Danke für die Erinnerung an Altenberg!
PPS. Den Literaturnobelpreis erhalten zu haben, bedeutet für mich nicht automatisch, ein Klassiker zu sein. Wer von Euch hat Spitteler gelesen? Oder Paul Heyse? (Um nur zwei Deutschsprachige zu nennen, die auch wirklich Literatur sind! Mommsen z.B. war Historiker.)