Autor Thema: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel  (Gelesen 3531 mal)

Offline Sir Thomas

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Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« am: 13. Juni 2010, 15:18 »
Liebe Gemeinde,

nach der Beschäftigung mit Miltons "Paradise Lost" und T. Manns "Joseph und seine Brüder" krame ich nach weiteren Werken, die einen direkten Bezug zur Bibel oder zu biblischen Themen haben. Spontan fallen mir nur ein:

Joseph Roth: Hiob (das leidgeprüfte Individuum, das letzlich sein Schicksal akzeptiert);
William Faulkner: Absalom, Absalom! (Bezug auf die Geschichte des sagenumwobenen König David)
John Steinbeck: Die Früchte des Zorns (eine Exodus-Version)
John Steinbeck: Jenseits von Eden (eine Variante der Kain und Abel-Geschichte).

Euch fällt bestimmt mühelos mehr ein als mir ...

Viele Grüße und einen schönen Restsonntag!

Tom

Offline JMaria

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #1 am: 14. Juni 2010, 09:52 »
Hallo Thomas,

Eine schöne Frage. Ich bin gespannt, was so zusammenkommt. 
Dazu fiel mir ein:

Filip von Zesen:
"Assenat" - ein Joseph-Roman
"Simson" -  Simson aus dem Buch Richter

Thomas Mann:
"Das Gesetz" - eine Moses Geschichte


Edit:
"Salome" von Oscar Wilde, als Bühnenstück konzipiert
"Jephta und seine Tochter" von Lion Feuchtwanger


Viele Grüße,
Maria
« Letzte Änderung: 14. Juni 2010, 10:18 von JMaria »
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Offline Gontscharow

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #2 am: 14. Juni 2010, 11:50 »

Otfrid v. Weißenburg: Evangelienbücher

Klopstock: Messias

Hebbel: Judith (u. Holofernes)
             Maria Magdalena (eigentl. nur der Titel)
             Herodes und Mariamne

Gertrud v. le Fort: Die Frau des Pilatus
                             u. a.

Mehr will mir im Augenblick nicht einfallen. :rollen:

Offline Bluebell

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #3 am: 14. Juni 2010, 15:10 »
Dante Alighieri - Die Göttliche Komödie  :winken:
"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

Offline josmar

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #4 am: 14. Juni 2010, 17:52 »
Hallo, mir fällt ein:

Stefan Heym, Der König David Bericht

Zweimal habe ich diesen Roman begonnen und er hat mich nicht besonders überzeugt!

Nette Grüße!

josmar

Offline JMaria

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #5 am: 15. Juni 2010, 13:48 »
Stefan Heym, Der König David Bericht
 


Ahasver von Stefan Heym   (?)

Gruß,
Maria
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Offline Sir Thomas

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #6 am: 17. Juni 2010, 08:52 »
Guten Morgen,

interessante Bücher und Autoren tragt Ihr hier zusammen! Insbesondere Stefan Heym, von dem ich noch nichts gelesen habe, klingt wie ein richtig guter Tipp.

Otfrid v. Weißenburg: Evangelienbücher

...

Gertrud v. le Fort: Die Frau des Pilatus

Filip von Zesen:
"Assenat" - ein Joseph-Roman
"Simson" -  Simson aus dem Buch Richter

Muss man diese Autoren und Werke kennen? Falls ja: Asche auf mein Haupt ...  :redface:

Viele Grüße

Tom

Offline BigBen

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #7 am: 17. Juni 2010, 09:11 »
Stefan Heym, Der König David Bericht
 


Ahasver von Stefan Heym   (?)


Ahashver hat, soweit ich mich erinnere (ist immerhin >20 Jahre, das ich das gelesen habe), nur einen sehr entfernten Bezug zur Bibel.
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

Offline BigBen

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #8 am: 17. Juni 2010, 09:13 »
Insbesondere Stefan Heym, von dem ich noch nichts gelesen habe, klingt wie ein richtig guter Tipp.

Das klingt wie ein schwere Versäumnis.

[OT]
BTW, sein "Fünf Tage im Juni" ist in meinen Augen das beste Buch, was es über den 17. Juni gibt.
[/OT]
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

Offline sandhofer

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #9 am: 17. Juni 2010, 10:52 »
Ahashver hat, soweit ich mich erinnere (ist immerhin >20 Jahre, das ich das gelesen habe), nur einen sehr entfernten Bezug zur Bibel.

Nicht nur Heyms Buch, nebenbei. Ahasver selber, der Jude, der sich weigerte Christi Kreuz tragen zu helfen, und zu ewiger Wanderschaft auf der Erde verdammt wurde, ist eine Legende aus dem Mittelalter und so in der Bibel gar nicht vorhanden. ;)
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Gronauer

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #10 am: 17. Juni 2010, 11:28 »

Und ein Trivi vor dem Herrn:

Lewis "Lew" Wallace, Ben Hur ....

duckundweg....

Offline Lost

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #11 am: 17. Juni 2010, 12:51 »
Wie wäre es mit:

Daniel Katz: Lots Töchter


Offline jenny

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #12 am: 18. Juni 2010, 14:52 »
Guten Tag,
mein Bier dazu:
- "Der Meister und Margarita" von Bulgakow - eine Jesus-Geschichte mittendrin
- "Der Richtplatz" von Tschingis Aitmatow - ebenfalls, jedoch ein anderes Niveau, sowie ein ziemlich blasser Jesus-Dopplegänger in der modernen Zeit (abtrünniger Seminarist, der im Alleingang mit kleinen Drogendealern kämpft und am Ende von denen mitten in der Steppe gekreuzigt wird)
- na ja, wenn nicht alle Jeffrey Archer als Klasse B abstempeln, dann "Kain und Abel"
MFG, Jenny

Offline Sir Thomas

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #13 am: 19. Juni 2010, 08:44 »
... jedoch ein anderes Niveau ...

Hallo jenny,

was meinst Du mit "anderem Niveau"?

Zu den ganzen Christus-Gestalten in der Literatur fällt mir noch Dostojewskis "Idiot" ein. Zumindest wird immer behauptet, Prinz Myschkin verkörpere so etwas wie das unschuldige Lamm unter all den bitterbösen Wölfen des Dostojewski-Universums.

Ein schönes Wochenende wünscht

Tom   

Offline jenny

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Re: Literatur mit direktem Bezug zur Bibel
« Antwort #14 am: 19. Juni 2010, 09:26 »
Hi, Sir Thomas,
ich meinte eigentlich - ganz einfach ein anderes literarisches Niveau, wenn man schon mit "Meister" vergleicht. Die Figur (Avdiy Kallistratow) fand ich ziemlich hilflos und plakativ, zu sehr "gemacht", um das ganze Schema des Romans voranzutreiben. Das war überhaupt ein Wagnis, im russischen Roman NOCH MAL eine Neues-Testament-Geschichte darzubieten, weil eine Analogie mit dem "Meister" allenfalls für den russischen Leser einfach ins Auge sprang, und der Vergleich war definitiv nicht zugunsten Aitmatow.
...Mit dem Fürst Mischkin hast du natürlich Recht, so wird das traditionsgemäß interpretiert, obwohl er im Text mal eher als Paladin dasteht (s. berühmte Szene, wo Aglaja das Puschkin-Gedicht über den "armen Ritter" vorliest. Na ja, "zu weites Feld".
Schönes Rest-WE!