also ich versuche tatsächlich nach Plan zu leben und auch zu lesen; aber die Betonung liegt in der Tat auf versuchen.
Ich habe eine Liste, und was da mal draufkommt wird unerbittlich zu Ende gelesen... So schaffe ich es wenigstens mich auch durch die zähesten Werke zu kämpfen... Aber das betrifft eigentlich eher Sachbücher oder Sekundärliteratur, Biographien u.ä.
Die sog. Schöne Literatur ist ja zum Glück kein Muss, sondern ein Vergnügen, eine phantastische Reise, auf die man geht.
Und wenn mich etwas begeistert kann ich mich ohnehin nicht bremsen es sofort wegzulesen. Für Dostojewski "Idioten" oder auch "Schuld und Sühne" habe ich beinahe 3 Tage ununterbrochen gelesen. Kennt ihr das auch, dass man sich in so einen Rausch hineinließt und sogar gegen Hunger und Müdigkeit anlesen will...?
Aber es gibt auch Ladenhüter auf meiner Liste, etwa den "Wilhelm Meister" von Goethe, den schaffe ich partout nicht, oder auch Schillers "Wilhelm Tell" schlummert seit 2 Jahren unvollendet auf der Liste...
Aber zum Glück nehme ich meine Marotten nicht ganz so ernst, und kann mich schon auch mal für Wochen von diesem Schatten der Umklammerung, den solch' eine Disziplinierung verursacht, freimachen...
Grüsse,
Lucien