Autor Thema: Juli 2010 - Lautréamont: Die Gesänge des Maldoror  (Gelesen 5028 mal)

Offline Anita

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #15 am: 24. Juli 2010, 09:46 »
Danke für diese zwei "Leckerbissen", du bist mir ein unerschöpflicher Quell  :smile: Ja, ich denke, mir fehlt der Vergleich, denn mit Conrad kann man dieses Werk mitnichten vergleichen.

LG
Anita
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche in "Also sprach Zarathustra"

Offline Anita

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #16 am: 25. Juli 2010, 10:55 »
Hallo Zusammen.

Ja, „Schwarze Romantik“, die Kehrseite der Romantik!

Ich habe vor zwei Jahren anhand von Safranskis Buch:  „Romantik, Eine deutsche Affäre“ im Groben die deutsche Romantik nachgelesen.  Die Bewegründe dieser Epoche sagten mir sehr zu:  „Die Welt wurde zum Kunstwerk“ oder „Die Ironie zog ein: Ironie als lächelnder Respekt vor dem Unbegreiflichen, und dadurch die Vermeidung vor dogmatischen, aufgeklärter Anmaßung und Starre/Rationalität.“
ABER ich konnte mit den Werken von Novalis, Hoffmann, Eichendorff und Tieck schwerlich nichts anfangen. Bei der Lektüre kräuselten sich sämtliche Nackenhaare bei mir. Welch ein Pathos, ja es tut mir Leid, welch ein Kitsch, theatralisch bis zum Letzten, die Realität gänzlich ausgeschaltet.
Ganz zum Schluss als Safranski auf heutige Romantik hinweist, im „Zauberberg“ beispielsweise der „Schneesturm“ oder auch bei Hesse, ja das war dann meins.

Bei der „Schwarzen Romantik“ habe ich nun das gleiche Phänomen: Ich mag die Theorie, ich mag die Motive, die Ansichten, das Denken, aber wieder die Theatralik nicht, es schüttelt mich, das ist nicht meins. Ich werde es mal mit Bonaventuras „Nachtwachen“ versuchen, aber bei Lautréamont werde ich nur noch hier und da hineinblicken, komplett durchlesen wäre eine absolute Strafe für mich.

LG
Anita

Ach ja edit: Im 2. Gesang fiel mir diese Anspielung auf Lohengrin auf, der ahnungslos sich in Lebensgefahr befand, dann in der Umsetzung zum Jungen, Mädchen und dem Kind auf: unschuldig, ahnungslos und in Gefahr.  :zwinker:
« Letzte Änderung: 25. Juli 2010, 11:14 von Anita »
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Offline Bluebell

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #17 am: 25. Juli 2010, 12:15 »
@sandhofer:
Im Taschenbuch stehen Fußnoten bzgl. Urversion.
Deinen Vergleichen (Gianozzo, Nachtwachen, Ducasse ...) kann ich mangels Leseerfahrung leider nicht folgen.

@Anita:
Novalis und Konsorten hatten es mir als Teenager ein Zeitlang recht angetan, aber als ich später wieder einmal einen Blick hineingeworfen habe, war es mir (zumindest in der damaligen Situation) auch zu dick aufgetragen.
Einerseits schade, dass du nicht mehr weiterliest, aber ich habe selber auch noch nicht entschieden, wie ich weitermache ... aufhören möchte ich eigentlich (noch) nicht, dazu reizt es mich dann doch noch zu stark, aber oberste Priorität hat das Buch bei mir auch nicht mehr. Ich glaube, dass ich in kleinen Häppchen weitermachen werde ... und vielleicht geht mir der Knopf ja noch auf.  :zwinker:
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Offline sandhofer

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #18 am: 25. Juli 2010, 16:59 »
Dass man Eichendorff und Tieck als Kitsch abtut - nun gut. (Der wirklich gute Tieck, das ist der alte Tieck, der eigentlich schon Realist ist und nicht mehr Romantiker - das will ich sogar zugeben.) Novalis und E.T.A. Hoffmann sind alles andere als Kitsch. Zu Hesse hingegen fällt mir nur ein:

Welch ein Pathos, ja es tut mir Leid, welch ein Kitsch, theatralisch bis zum Letzten, die Realität gänzlich ausgeschaltet.

Zum Vergleich mit de Sade: Ducasse hat ihn wohl kaum gekannt. Aber eines ist den beiden gleich: Die Überzeugung, dass der Mensch im Grunde genommen schlecht ist.

@Anita: Du wirst die Nachtwachen von Bonaventura nicht mögen ...
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Offline Jaqui

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #19 am: 25. Juli 2010, 18:36 »
Ich habe nun auch ein Stück weiter gelesen und mir geht es wie Bluebell. Aufgeben will ich nicht, weiterlesen im Grunde aber auch nicht wirklich. Ich denke, ich schiebe mal ein anderes Buch dazwischen und lese den Lautréamont in kleinen Happen nach und nach weiter (vielleicht sogar fertig). Kann ich derzeit noch nicht sagen, da ich erst in der Mitte des ersten Gesangs bin und ich das ganze "Der Leser wird geschockt sein", "Ich weiß nicht ob ich das Buch überhaupt schreiben hätte sollen" schon jetzt nicht mehr lesen kann.

Geschockt bin ich eigentlich kein Bisschen und derzeit kann ich auch noch nicht nachvollziehen warum er sich so permament gegen Gott wendet und Satan verehrt.

Katrin

Offline sandhofer

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #20 am: 28. Juli 2010, 19:03 »
Ich vermute mal, ich bin der einzige, der noch liest ...  :breitgrins:

Naja, es gibt aber wie gesagt auch lichte Momente, so fühlte ich mich in der Strophe Eine Familie sitzt um eine Lampe ... ganz stark (und gar nicht schlecht) an den Erlkönig erinnert.

Erlkönig ist natürlich richtig. Wie überhaupt Ducasse sehr, sehr viele literarische Reminiszenzen einflicht. Auf den Erlkönig folgt Hamlets Dialog mit dem Totengräber, der seinerseits Macbeth und King Lear anruft. Lamartine, Les fleurs du mal, Youngs Nachtgedanken: vor allem die deutsche und englische Romantik haben es ihm angetan.

Sprachlich interessant, wie dem aus Montevideo stammenden Ducasse immer wieder Hispanozismen unterlaufen. (Wird in der deutschen Übersetzung darauf hingewiesen?) Ducasse scheint wirklich Französisch zu schreiben, aber Spanisch zu denken.

Last but not least: Was Ducasse ebenfalls von de Sade unterscheidet, ist der homosexuelle Subtext, der sich durch die ganzen Gesänge zieht. (De Sade war zu 99% heterosexuell, auch in seiner Dichtung.) Allenfalls auch Bisexualität, wenn ich den Hermaphroditen von Gesang 2, Strophe 8, so interpretiere.
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Offline sandhofer

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #21 am: 29. Juli 2010, 08:48 »
Ich vermute mal, ich bin der einzige, der noch liest ...  :breitgrins:

Scheint fast so, hm? ...  :smile:

Hm, "Das Buch der 1000 Bücher" schreibt von "absurder Komik". Wo und Wie finde ich die?  :breitgrins: Bei aller Liebe ich kann aus diesem Zynismus keine Komik entnehmen. Seht ihr Beispiele?

Wie ist's mit der Eloge auf den Floh: Buch 2, Strophe 9?

Selber nicht gelesen, aber de Sade muss ziemlich grauslich gewesen sein.

Wurde aber zu jener Zeit auch, als "Leckerbissen", unter dem Ladentisch durch verkauft, war also nicht jedem bekannt bzw. zugänglich. Wie schon gesagt: Ducasse hat ihn kaum gekannt. Seine sadistischen Szenen sind, wenn meine Anmerkungen Recht haben, Reminiszenzen aus Gedichten von Lamartine.
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Offline Bluebell

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #22 am: 29. Juli 2010, 09:08 »
Ich vermute mal, ich bin der einzige, der noch liest ...  :breitgrins:

Scheint fast so, hm? ...  :smile:

Hey, bloß weil zwischen gestern Abend und heute Früh niemand online war ...  :zwinker:

Also ich habe nach ein paar Tagen Pause nun wieder richtig Lust auf das Buch bekommen. Werde also den zweiten Gesang lesen und mich dann wieder zu Wort melden!  :winken:
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Offline Anita

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #23 am: 29. Juli 2010, 09:44 »
Wie ist's mit der Eloge auf den Floh: Buch 2, Strophe 9?

Es ist die Laus, nicht der Floh  :zwinker: Auf´s Haupt passt auch nur die Laus.

Zitat von: Lautréamont
Wenn die Erde mit Läusen bedeckt wäre wie der Meeresstrand mit Sandkörnern, dann würde die menschliche Rasse vernichtet werden, Beute fruchtbarer Schmerzen. Welch ein Schauspiel! Ich mit Engelnsflügeln, unbeweglichen in den Lüften, um es zu betrachten.

Letzter Abschnitt von dieser Strophe. "Furchtbarer Schmerz"?, ich bekomme davon Zahnschmerzen und keine Flügel  :breitgrins:

LG
Anita

PS Ich habe nicht gesagt, dass ich gar nicht mehr mitlese. Nur das Buch werde ich nicht komplett durchlesen, aber hie und da werde ich hinein schauen  :zwinker:
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Offline sandhofer

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #24 am: 29. Juli 2010, 15:54 »
Schön, dass noch ein paar da sind.  :smile:

Ja, die Laus, nicht der Floh. Ich kenne diese Viecher zu wenig, um sie in allen Sprachen auseinanderhalten zu können ...  :breitgrins:

3. Gesang, 2. Strophe: Da muss ich nun zugeben, dass diese Szene so ähnlich sich auch beim Marquis de Sade finden könnte. (Sich, wenn ich den Anmerkungen glaube, auch findet. Allerdings ist es in der Justine die Mutter, die von den Hetzhunden des Sohns vergewaltigt und zerrissen wird. Auf Order des Sohns. Leider gibt der Herausgeber nicht an, in welcher Version der Justine das vorkommt. Ich kann mich an keine solche Szene erinnern, kenne aber nur die ersten beiden Versionen, und es mag auch sein, dass ich diese Szene vergessen habe.)

Es scheint, als ob bei Ducasse die Vagina ein Ort ist, aus dem nur Monster oder gar die Eingeweide herauskommen.

Und es scheint, als ob bei Ducasse es die unschuldigen Kindlein sind, die gequält werden. (Die de Sade'schen Opfer sind ein wenig älter, 16, 20, wenn ich mich recht erinnere.)
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Offline Bluebell

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #25 am: 30. Juli 2010, 09:16 »
Ein paar Seiten bin ich weitergekommen, und ich muss sagen, der liebe Comte macht es mir nicht leicht. Auf eine geniale Formulierung wie:

Plötzlich lehrte ich ihn, [...] dass er, im Gegenteil, nur aus Bösem und einer winzigen Menge Gutem bestünde, welches die Gesetzgeber mit Mühe vor dem Verdunsten retten.

folgt kaum zwei Seiten später eine gekünstelte Merkwürdigkeit wie:

Ich ergreife die Feder, die den Zweiten Gesang konstruieren wird ... ein Instrument, das den Flügeln eines fuchsroten Seeadlers ausgerissen wurde.

Hmpf. Ich kann mir nicht helfen, aber da bin ich gedanklich wieder bei einem sich irrigerweise ziemlich toll vorkommenden Deutschschüler.

Aber nicht nur sprachlich, auch inhaltlich gibt der Autor es mir kalt-warm. Da wechseln sich scharfsinnige Beobachtungen mit dramatischer Effekthascherei ab ... ich schaffe es einfach (noch?) nicht, mir auch nur ein vorläufiges Urteil über das alles zu bilden. Nur das eine: dass ich hier ein ziemliches Kuriosum in Händen halte!  :breitgrins:

Das mit den Hispanozismen wird übrigens nicht erwähnt, das ist wirklich interessant.

Und wenn ich mir deinen letzten Beitrag durchlese, Sandhofer, bin ich ja echt gespannt, was mich da noch erwartet!  :entsetzt:

PS:

Wie überhaupt Ducasse sehr, sehr viele literarische Reminiszenzen einflicht.

Bei sowas finde ich es dann immer besonders schade, dass ich noch nicht so viele Klassiker kenne.
« Letzte Änderung: 30. Juli 2010, 09:23 von Bluebell »
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Offline Anita

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #26 am: 30. Juli 2010, 09:43 »
Hmpf. Ich kann mir nicht helfen, aber da bin ich gedanklich wieder bei einem sich irrigerweise ziemlich toll vorkommenden Deutschschüler.

Aber nicht nur sprachlich, auch inhaltlich gibt der Autor es mir kalt-warm. Da wechseln sich scharfsinnige Beobachtungen mit dramatischer Effekthascherei ab ...

Ähnliche Notizen habe ich mir gestern Abend auch gemacht, ich hatte den wiki-Artikel gelesen und das notiert:

Maurice Blanchot 1949 in "Lautréamont und Sade" >>Bei Lautréamont findet man von Anfang an eine natürliche Auflehnung gegen die Ungerechtigkeit, eine starke Sehnsucht nach Tugend ... <<
Ich denke, dass damit Blanchot genau den wunden bei Lautréamont aufdeckt, und warum Sade heute noch in aller Munde ist und Lautréamont in Vergessenheit geraten. Weil sich diese Gesänge absolut infantil lesen. Manchmal hört man ihn förmlich jammern wie ein Kind >>Eines Tages werden die Menschenmich gerecht behandeln; mehr sage ich dir nicht. Laß mich gehen, um auf den Grunde des Meeres meine nie endende Trauer zu verbergen. ...<< (Seite 17 1. gesang 7. Strophe) oder >> Ist mein Wesen nicht verändert? Ich spüre einen gewaltigen Hauchdes Trostes meine aufgeheiterte Stirn berühren wie der Frühlingswind die Hoffnung der Greise belebt. ...<< (Seite 40 vorletzte Strophe im 1. Gesang) Auf der anderen Seite möchte er den Leser schocken.
Ferner möchte Lautréamont einen schlafgestörten Leser haben, dies wäre die beste Voraussetzung seine Gesänge zu lesen, vielleicht ein wenig Belladonna gefälligst  :breitgrins:

Nein, tut mir leid, ich kann damit absolut nichts anfangen  :eis:

LG
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Offline sandhofer

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #27 am: 30. Juli 2010, 11:25 »
Ich würde nicht sagen, dass ein Autor, der bei Flammarion verlegt wird, "in Vergessenheit geraten" ist.  :zwinker: Der Marquis de Sade ist sicher bekannter, verdankt seinen zweifelhaften Ruhm aber wohl weniger literarischen Qualitäten (obwohl auch da einiges für ihn einzuwerfen wäre), als der Tatsache, dass man seine Texte bis heute als Mittel zum Zweck liest, nämlich, dass man sich daran aufgeilt. (Was nun wiederum de Sade Unrecht tut, aber das ist ein anderes Kapitel.)

Der erste Gesang ist übrigens, meiner bescheidenen Meinung nach, von den vieren, die ich unterdessen gelesen habe (bzw. am vierten bin ich gerade dran), der schwächste. Danach hat sich Ducasse eingeschrieben, und die Jeremiaden bleiben aus. Dafür zeigt sich der schwarze Humor bzw. die absurde Komik des Buchs der 1000 Bücher.
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Offline Bluebell

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #28 am: 31. Juli 2010, 14:00 »
Hm, "Das Buch der 1000 Bücher" schreibt von "absurder Komik". Wo und Wie finde ich die?

Wie ist's mit der Eloge auf den Floh: Buch 2, Strophe 9?

Oder kurz vorher, als er beschreibt wie "der Allmächtige" menschliche Rümpfe frisst und dabei Hirn im Bart picken hat ... da sagt er so etwas Ähnliches wie: "Wer kann sich schon so frisches Hirn leisten?". :rollen:

Mitten im 2. Gesang merke ich, dass ich schon wieder anfange, ganze Absätze nur zu überfliegen. Muss wohl wieder eine Pause einlegen und warten, bis die Konzentration(swilligkeit) wieder kommt ... tut mir leid, dass ich tempomäßig so dahinkrieche, aber flotter geht's irgendwie nicht!
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Offline sandhofer

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Re: Lautréamont - Die Gesänge des Maldoror
« Antwort #29 am: 3. August 2010, 09:19 »
5. Gesang, 1. Strophe: Ducasse vergleicht die Komposition dieses Werks mit dem Flug gewisser Vögel. Interessant dabei ist, dass er diesen Abschnitt wortwörtlich aus einer naturkundlichen Enzyklopädie abgeschrieben hat. So wird ihm alles zur Poesie - ein echter Romantiker...
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