Hallo Zusammen.
Ja, „Schwarze Romantik“, die Kehrseite der Romantik!
Ich habe vor zwei Jahren anhand von Safranskis Buch: „Romantik, Eine deutsche Affäre“ im Groben die deutsche Romantik nachgelesen. Die Bewegründe dieser Epoche sagten mir sehr zu: „Die Welt wurde zum Kunstwerk“ oder „Die Ironie zog ein: Ironie als lächelnder Respekt vor dem Unbegreiflichen, und dadurch die Vermeidung vor dogmatischen, aufgeklärter Anmaßung und Starre/Rationalität.“
ABER ich konnte mit den Werken von Novalis, Hoffmann, Eichendorff und Tieck schwerlich nichts anfangen. Bei der Lektüre kräuselten sich sämtliche Nackenhaare bei mir. Welch ein Pathos, ja es tut mir Leid, welch ein Kitsch, theatralisch bis zum Letzten, die Realität gänzlich ausgeschaltet.
Ganz zum Schluss als Safranski auf heutige Romantik hinweist, im „Zauberberg“ beispielsweise der „Schneesturm“ oder auch bei Hesse, ja das war dann meins.
Bei der „Schwarzen Romantik“ habe ich nun das gleiche Phänomen: Ich mag die Theorie, ich mag die Motive, die Ansichten, das Denken, aber wieder die Theatralik nicht, es schüttelt mich, das ist nicht meins. Ich werde es mal mit Bonaventuras „Nachtwachen“ versuchen, aber bei Lautréamont werde ich nur noch hier und da hineinblicken, komplett durchlesen wäre eine absolute Strafe für mich.
LG
Anita
Ach ja edit: Im 2. Gesang fiel mir diese Anspielung auf Lohengrin auf, der ahnungslos sich in Lebensgefahr befand, dann in der Umsetzung zum Jungen, Mädchen und dem Kind auf: unschuldig, ahnungslos und in Gefahr.
