Autor Thema: 1 Jahr ohne Bücherkauf  (Gelesen 4713 mal)

Offline Poppea

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #30 am: 2. August 2010, 21:06 »
Hallo Ihr Lieben,

wobei ich aber gestehen muss: Bücher über Bücher lese ich eigentlich schon gern  :smile:

Liebe Grüße
Poppea, die im gesamten Imperium für ihre Verschwendungssucht bekannt ist und gern Bücher kauft  :breitgrins:

Offline Dostoevskij

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #31 am: 4. August 2010, 14:45 »
Moin, Moin!

Ich bin ja einer der allerorts so vehement gescholtenen zwanghaften Leser. Ausgeklügelte Leselisten steuern mein Leseverhalten. Beispielsweise habe ich so genannte Jahreautoren (zirka 45), das sind Autoren, von denen ich innerhalb eines Jahres mindestens 1 Buch lesen will. Diesem Ziel, welches seit vielen, vielen Jahren alljährlich locker bewältigte, hänge ich jetzt ziemlich hinterher, was mit dem Topic dieses Threads zusammenhängt.

Von Juni 2009 bis April 2010 habe ich nämlich so gut wie keine Bücher gekauft und kaufe sie erst sei Juni wieder regelmäßig. Anlaß war ein Bibliotheksjahr. Weil ich ein Geizhals bin, habe ich mir gedacht, WENN ich schon eine Jahresgebührt von 16.- Euro für die Bibliothek zahlen muß, dann nutze ich das auch konsequent aus. So las ich also von Juli 2009 bis Juni 2010 fast nur Bibliotheksbücher. Dadurch brauchte ich eben keine neuen Bücher kaufen.

Daß die Aktion des Bücherkauffastens so negativ aufgenommen worden ist, verstehe ich kaum, was kein Wunder ist, begreife ich Bibliomanentum doch wesentlich als ein Bücherleben MIT Macken allerlei Art. Das empfinde ich nicht als ungesund, sondern reizvoll. Überhaupt finde ich Exzentrizitäten als wesentlich ansprechender als konformes Leben. Ich liebe dieses Projekt und ich freue mich, daß aus ihm ein Buch entstanden ist. BücherBücher kann es nie genug geben.
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Offline scheichsbeutel^

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #32 am: 4. August 2010, 15:57 »
Hallo!

Mutatis mutandis hatten wir in verschiedenen Diskussionen das alles schon mal.

Exzentrizitäten sind an sich weder positiv noch negativ. Wobei die Fetischisten des nichtkonformen Verhaltens (aus völlig unerfindlichen Gründen finden sich in dieser Gruppe eine Unmenge Hesse-Leser :zwinker:) mich stark an eine Szene aus dem "Leben des Brian" erinnern, wo die Menge im Chor brüllt: "Wir sind alle Individualisten".

Außenseiter können (für mich) inakzeptable Idioten oder liebenswürdige Mitbürger sein, das ist einzig von ihrer "Macke" abhängig. Wenn jemand tagtäglich einen Kniefall vor einem Hitlerbild macht und Ausländer auf der Straße mit dem Baseballschläger verfolgt, hat er unzweifelhaft eine Macke - und zwar von der Art, die ich nicht goutiere.

Außerdem schwingt in der Kritik des "konformen Verhaltens" eine Art generelle Gesellschaftskritik mit, die schlicht pubertär ist. Ich bin mit sehr vielen Regeln unserer Gesellschaft durchaus einverstanden, die, wenn auch immer einschränkend, doch erst das gedeihliche Miteinander ermöglichen. Man schlägt einander nicht ins Gesicht, grüßt, wenn man einen Raum betritt und ist schlicht und einfach normalerweise bemüht, in seinem Verhalten den anderen nicht über Gebühr zu belästigen. Das finde ich gut - auch wenn es nicht originell ist. Wenn jemand hingegen die Macke hat, den Gegenüber bei der Begrüßung anzuspucken, so wäre ich über ein größeres Maß an Konformität froh.

Das Phänomen des Mackentums als solches ist also wertfrei und kann nur von Fall zu Fall beurteilt werden. Und ebenso verhält es sich mit Büchern: Es gibt Dumme, Entbehrliche, Schädliche, Schöne etc. Wie bei der Macke auch wird es also auf den entsprechenden, in Frage stehenden Fall ankommen. Wer aber da zu einer Art Generalverteidigung des "Außenseiter-, Mackentums, der Nichtkonformität" sich berufen fühlt, zeigt damit nur, dass er es mit dem Nachdenken nicht wirklich hält.

Und das Ganze ist - die Hesseleser mögen verzeihen - genau jene simplifizierende Weltsicht, die diesen zueigen ist. Ich halte das  für eine, oftmals wichtige, Zeit in der geistigen Entwicklung. Es sollte aber dieser Prozess (wie hier in anderen Beispielen beschrieben) ein vorübergehender sein.

Grüße

s.

p. s.: Im übrigen halte ich das zwanghafte Lesen einer bestimmten Anzahl von Büchern, Autoren, Neuerscheinungen - was auch immer - für eine durchaus harmlose Macke. Andere glauben, auf alle 8000er ohne Sauerstoffgerät kraxeln zu müssen, der nächste trägt, weil er seinen Vorgänger übertreffen will, einen Zementsack mit und pfeift während des Aufstiegs ständig die Nationalhymne. Soll sein. Was aber den vorgenannten Bücherleser betrifft, hat er eher mein Bedauern: Ich vermute, dass ihm durch solches Leseverhalten einiges an Schönheit in der Literatur entgeht.

Offline Poppea

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #33 am: 4. August 2010, 16:37 »
@Dostoevskij

Wenn Deine Empfindung das Bücherfasten sei schlecht aufgenommen worden, mich mit einschließt, so muss ich Dir vehement widersprechen. Die Idee hatte doch wahrscheinlich jeder von uns schon einmal und wir haben sie mit mehr oder weniger Erfolg mehr oder weniger ernsthaft verfolgt.

Was mich abstößt ist einzig und allein dies zum Gegenstand eines Buches zu machen. Die Welle derer, die ihren doch eigentlich profanen Alltag zwischen zwei Buchdeckel quetschen und daraus Kapital schlagen wollen ist mir einfach zu groß und in der Einfachheit ihrer Gedanken und der noch größeren Einfachheit derer, die diesen Quatsch auch noch kaufen zu ekelhaft.

Frag doch einfach mal in der Generation unserer Großeltern, ob jeder sich dazu berufen fühlte, ein Buch über irgendein durchgezogenes persönliches Projekt zu schreiben. Meine Vermutung ist, Du bekommst ohne viel Federlesens einen Vogel gezeigt. Diese Art der Publikationen ist m.M.n. nur der Idiotie unserer Medienlandschaft geschuldet.

Vielleicht werde auch ich eines Tages bewundernd zu diesen "Autoren" aufschauen, wenn ich demenzkrank im Altenheim die mittäglichen Talkshows schaue,  wer weiß? Aber bis dahin, bin ich froh literarische Texte goutieren zu dürfen und Abstand von Abzocke und Dummbratzerei halten zu können.

Offline Dostoevskij

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #34 am: 4. August 2010, 17:00 »
Moin, Moin!

Natürlich gibt es sowohl unter konformen als auch nonkonformen Verhaltensweisen üble und abzulehnende. Es ist kein Wert an sich, anders als andere zu denken und zu handeln. Gesellschaftliche Regeln, die Höflichkeit generieren und das Zusammenleben erträglich machen, sind, klar, auf Konformität gegründet. Ich habe mehrere Bücher über Exzentriker und Sonderlinge gelesen, die meistens ziemlich harmlos sind, wenn gelegentlich allerdings nervtötend sein können.

Was - im Bücherwesen - könnten positive Sonderwege sein? Eine Buchhandlung, die nicht den üblichen Kram im Sortiment hat, eine Wohltat. Ein Verlag, der trotz des absehbaren finanziellen Erfolges, ein Buch oder eine Reihe verlegt, weil er es für wichtig hält. Ein Leser, der seine Leserlebnisse Intuition und Wagemut verdankt, der abseits eingefahrener Wege Perlen findet. Exzentrische Projekte gibt es immer wieder; erinnert sei an A.J. Jacobs, der EB durchlas und darüber ein Buch schrieb (Britannica & ich) und der in der Folge versuchte, alle Thora-Gebote zu erfüllen (Die Bibel und ich).

Auch wenn ich mich an Listen orientiere, würde ich nicht sagen, ein erlebnis- und ergebnisärmeres Leseleben zu führen. Die Orientierung brauche ich eben, wenn ich z.B. bei einem Dutzend Erzählbänden von Maugham den Überblick behalten will. Je mehr man von einem Autor liest, desto zwingender bedarf man der Vorbereitung und Notation. Ansonsten würde ich als Simenon-Leser bei einem Oeuvre von 200 Werken schon längst verzweifelt sein.
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Offline André

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #35 am: 4. August 2010, 17:18 »
Hallo zusammen,

ich denke, dass man problemlos auf den Kauf von Büchern verzichten kann. Man kann einen Besuch in der Bücherei tätigen oder sich einfach bei Freunden und/oder Bekannten Bücher leihen. Die Frage ist nur: Will man es tatsächlich?

Ich denke vielmehr, dass das Besitzen und Kaufen von Büchern Spaß macht. Stundenlanges bummeln durch Buchläden mit dem Ergebnis ein Buch gefunden zu haben macht deutlich mehr Spaß als ein altes Buch aus der Bibliothek zu besorgen welches man nach kurzer Zeit zurück bringen muss. Auch verbinde ich mit jedem gekauften Buch eine Geschichte an die mich nach einigen Jahren noch erinnern kann. So habe ich vor kurzer Zeit ein Buch in der Hand gehabt welches ich mir vor vielen Jahren im Urlaub gekauft habe und sofort habe ich mich an den Urlaub erinnert.

Ein weiterer Vorteil: Die Regale werden voller!

Miguel de Cervantes Saavedra:                           "Don Quixote von la Mancha" 
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Offline Dostoevskij

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #36 am: 4. August 2010, 17:23 »
Moin, Moin!

ich denke, dass man problemlos auf den Kauf von Büchern verzichten kann. Man kann einen Besuch in der Bücherei tätigen oder sich einfach bei Freunden und/oder Bekannten Bücher leihen. Die Frage ist nur: Will man es tatsächlich?

Die Bibliothek ist aber eher durch Lücken gekennzeichnet. Genauso wie das örtliche Antiquariat diejengen Bücher, die ich haben will, meistens nicht hat, so gibt es, zumindest hier in der Leipziger Stadtbibliothek, nur eine Auswahl an denjenigen Werken, die ich zu lesen vorhabe. Man MUSS also mehrere Anlaufmöglichkeiten in Betracht ziehen.

Zitat
Ich denke vielmehr, dass das Besitzen und Kaufen von Büchern Spaß macht. Stundenlanges bummeln durch Buchläden mit dem Ergebnis ein Buch gefunden zu haben macht deutlich mehr Spaß als ein altes Buch aus der Bibliothek zu besorgen welches man nach kurzer Zeit zurück bringen muss.

Mir macht ein Bücherbummel überhaupt keinen Spaß. Ich bin in kurzer Zeit k.o., unkonzentriert, zerfahren. Seitdem ich vom Schreibtisch aus mein Leseleben managen kann, geht es mit wesentlich besser. Booklooker an, klick, fertig.
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Offline André

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #37 am: 4. August 2010, 17:31 »
Moin, Moin!

ich denke, dass man problemlos auf den Kauf von Büchern verzichten kann. Man kann einen Besuch in der Bücherei tätigen oder sich einfach bei Freunden und/oder Bekannten Bücher leihen. Die Frage ist nur: Will man es tatsächlich?

Die Bibliothek ist aber eher durch Lücken gekennzeichnet. Genauso wie das örtliche Antiquariat diejengen Bücher, die ich haben will, meistens nicht hat, so gibt es, zumindest hier in der Leipziger Stadtbibliothek, nur eine Auswahl an denjenigen Werken, die ich zu lesen vorhabe. Man MUSS also mehrere Anlaufmöglichkeiten in Betracht ziehen.




Das stimmt wohl. Allerdings besteht die Möglichkeit die Uni-Bibliothek aufzusuchen. Bei den meisten Unis muss man nicht Student sein um sich einen Leseausweiß ausstellen zu lassen.

Meine Bibliothek bietet eine Liste an, wo man gewünschte Bücher aufschreiben kann. Sobald Geld zur Verfügung steht werden diese gekauft.
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Offline Poppea

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #38 am: 4. August 2010, 17:34 »
Eine Buchhandlung, die nicht den üblichen Kram im Sortiment hat, eine Wohltat.

Oh ja! Und nicht nur das. Zu meinem großen Glück gab es in meiner Jugend eine Buchhandlung am Ende unserer Straße, in der die Buchhändler durch ihre Empfehlungen und vor allem ihre Beschreibungen der Bücher, die mich immer wieder neugierig auf "Höheres" machten, meinen Geschmack gebildet haben.

Dies ist, so glaube ich fest, das höchste Lob, das man einem Buchhändler zollen kann.

Wollen wir dazu mal einen neuen Thread eröffnen?



Wer sich dafür interessiert, wo man Zeit für eine junge Leserin hatte:
http://www.buecher-kabinett.de/index.php/history
und auch in der Buchhandlung um die Ecke, war dieses "An-die-Hand-nehmen" gegeben
http://www.margaschoeller.de/

MacOss

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #39 am: 4. August 2010, 21:36 »
Nun ja, da bleibt mir nur zu überlegen, was noch nicht zu Geld gemacht wurde und schnell zu handeln. Hm, wie lange kann ich wohl von meinen Essensvorräten leben? Oder noch besser: Ohne Internet, Handy und Telefon. Vielleicht sollte ich versuchen meinen Alltag trotz eines Schweigegelübdes zu meistern?

Was meint ihr? Ich will auch auf die Dumme reich werden!

Zu spät. :zwinker:



Alex Rühle - Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline
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Offline Poppea

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #40 am: 5. August 2010, 05:12 »

Zu spät. :zwinker:



Alex Rühle - Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline
Christoph Koch - Ich bin dann mal offline: Ein Selbstversuch. Leben ohne Internet und Handy

 :grmpf:

Offline sandhofer

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #41 am: 5. August 2010, 05:37 »
Die Idee hatte doch wahrscheinlich jeder von uns schon einmal und wir haben sie mit mehr oder weniger Erfolg mehr oder weniger ernsthaft verfolgt.

Hm ... Ich bin dann wohl nicht jeder. (Also nonkonform in einer Splittergruppe von Nonkonformen?  :zwinker: )

Frag doch einfach mal in der Generation unserer Großeltern, ob jeder sich dazu berufen fühlte, ein Buch über irgendein durchgezogenes persönliches Projekt zu schreiben.

Hm ... Was ist die Generation Deiner Grosseltern?

Und sicher: Solche Bücher gab es schon immer. Ein "klassisches" Beispiel: Johann Gottfried Seume marschierte am 6. Dezember 1801 von Grimma in Sachsen los und kam am 1. April 1802 in Syrakus an. Nach Grimma kehrte er am 21. August 1802 zurück. Alles zu Fuss. Im Gepäck: Ein blauer Frack, zwei Westen, zwei Hosen und zwei Unterhosen, zwei Paar Strümpfe, vier Halstücher, zwei Taschentücher, ein Paar Straßenschuhe, ein Paar Pantoffeln, ein Paar Stiefel. Außerdem trug er Flickzeug, eine Bürste und zwei Notizbücher bei sich. Und seine Bibliothek, die umfangreicher war als alles andere: Jeweils ein Band von Homer, Theokrit, Anakreon, Platus, Horaz, Virgil, Tacitus, Sueton, Terenz, Tibull, Catull und Properz. 1803 veröffentlichte er seinen Spaziergang nach Syrakus. Achtzehnhundertdrei: Das muss, selbst wenn ich annehme, dass Du von der Generation meiner Grosseltern wärest, was Du mit Sicherheit nicht bist, eher umgekehrt, selbst wenn ich dies annähme also: Dieses Buch über ein durchgezogenes persönliches Projekt ist noch ein paar Generationen älter.  :zwinker: :winken: Du kannst jetzt sagen: Seume, das war auch nicht "jeder". Nein, sicher nicht. Aber wer, haben sich wohl seine Zeitgenossen gefragt, ist denn dieser Seume, dass er uns mit solchen Lappalien kommt?
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Poppea

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #42 am: 5. August 2010, 10:58 »
Aber wer, haben sich wohl seine Zeitgenossen gefragt, ist denn dieser Seume, dass er uns mit solchen Lappalien kommt?

oops, das frage ich mich allerdings auch gerade und offenbare damit wohl eine Bildungslücke  :redface:

Ich bin dann mal eben mit Tante Wiki kaffeetrinken und mach daraus wenigstens einen Blog :breitgrins:

Offline Giesbert Damaschke

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #43 am: 5. August 2010, 11:22 »
wer, haben sich wohl seine Zeitgenossen gefragt, ist denn dieser Seume, dass er uns mit solchen Lappalien kommt?
Der erzählt aber auch nur Lappalien, fand ich kaum als Zeitzeugnis interessant, als literarisches Werk überhaupt nicht.  Ich hab den Spaziergang irgendwann in der Mitte recht lustlos abgebrochen.
Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/

Offline Sir Thomas

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Re: 1 Jahr ohne Bücherkauf
« Antwort #44 am: 5. August 2010, 12:13 »
Aber wer, haben sich wohl seine Zeitgenossen gefragt, ist denn dieser Seume, dass er uns mit solchen Lappalien kommt?

oops, das frage ich mich allerdings auch gerade und offenbare damit wohl eine Bildungslücke  :redface:

Hallo Poppea,

Du kannst Deine "Lücke" recht bequem auf der Radiotext-Seite des Bayerischen Rundfunks schließen. Dort gibt es eine zweiteilige Lesung des "Spaziergangs nach Syrakus". Der Link: http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-radiotexte.shtml Und dann weit genug nach unten scrollen ...

Viele Grüße

Tom