Autor Thema: August 2010: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit  (Gelesen 5665 mal)

Offline Jaqui

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Hallo liebe Mitleser,

heute startet die Leserunde zu Lob der Torheit von Erasmus von Rotterdam.

Ich werde diese Ausgabe lesen:

Ich wünsche uns allen viel Spaß dabei.

Katrin

Offline Jaqui

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August 2010: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #1 am: 1. August 2010, 09:26 »
Einfallslos, aber besser als nichts:

Der Autor: Erasmus

Das Werk: Lob der Torheit

Katrin

Offline thopas

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #2 am: 1. August 2010, 11:09 »
Hallo Katrin,

diese Ausgabe werde ich auch lesen. Ich bin nicht sicher, ob ich heute schon dazu komme; ich fange dann spätestens morgen an.

Viele Grüße  :winken:
thopas

Offline Memmerle

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #3 am: 2. August 2010, 14:21 »
Hallo Ihr beiden,

ich möchte auch gerne mitlesen. Ich bekomme meine Ausgabe allerdings erst am Mittwoch und vermutlich werde ich diese Woche auch nicht mehr viel zum Lesen kommen. Mein Plan war eigentlich, dass ich mir das Buch ganz gemütlich im Urlaub vornehme und anschließend hier mitdiskutiere. Dazu möchte ich allerdings erst mal fragen, wie lange so eine Leserunde dauert und ob es ok ist, wenn ich mich in voraussichtlich erst in  3 Wochen hier  wieder bezüglich Erasmus melde?

Liebe Grüße
Memmerle
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Offline sandhofer

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #4 am: 2. August 2010, 15:37 »
Dazu möchte ich allerdings erst mal fragen, wie lange so eine Leserunde dauert und ob es ok ist, wenn ich mich in voraussichtlich erst in  3 Wochen hier  wieder bezüglich Erasmus melde?

Zur ersten Frage: Kommt drauf an, wie lange der Text ist und wie schnell die Teilnehmer lesen. Zur zweiten Frage: Im Prinzip schon. Es könnte allerdings sein, dass die andern Teilnehmer dann schon durch sind und keine Lust mehr auf eine Diskussion haben.

Allgemein, und aus eigener Erfahrung: Je zeitnäher alle miteinander lesen und diskutieren, desto angenehmer für alle. Bei langen Texten sind grössere Abstände zwischen den Teilnehmern unvermeidlich. Das Lob der Torheit ist allerdings eher ein kürzerer.

Zusammengefasst: Nix Genaues kann man im voraus nicht sagen. Probier's!
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Memmerle

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #5 am: 2. August 2010, 15:49 »
Herzlichen Dank Sandhofer,

ich werde es einfach mal versuchen!

LG
Memmerle
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Offline thopas

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #6 am: 3. August 2010, 12:17 »
Hallo zusammen,

ich bin noch nicht besonders weit gekommen (S. 27); habe diese Woche auch leider sehr viel um die Ohren, also wird mein Lesetempo etwas langsamer sein.

Ich glaube, es ist nicht verkehrt, wenn man sich zuerst einmal mit der Gattung der "Lobrede" beschäftigt, um zu sehen, inwieweit sich die Lobrede der Torheit, die sich ja ganz bescheiden selbst lobt, davon unterscheidet bzw. was gleich ist. Ich habe mich bisher mit diesem Gebiet noch gar nicht beschäftigt. Mal sehen, ob die Weiten des Internets da etwas hergeben...

Der Text ist leicht lesbar, mir fehlen in der oben verlinkten Ausgabe allerdings Anmerkungen (sie ist wohl nicht umsonst so günstig). Gerade was antike Gestalten und Gottheiten, Nymphen etc. angeht, muß ich dann noch extra nachschlagen. Sehr schön finde ich, daß die Torheit die törichten, dümmlichen Menschen als die glücklicheren bezeichnet; da fallen mir auch gleich ein paar Beispiele aus meinem Bekanntenkreis ein  :teufel:.

Viele Grüße
thopas

Offline Jaqui

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #7 am: 4. August 2010, 07:04 »
@thopas: Nur keine Eile, ich bin gerade mal dazu gekommen das Vorwort zu lesen und fand es sehr interessant, dass er die Lobrede Thomas Morus gewidmet hat.

Über die Lobrede an sich habe ich mir auch noch keine Gedanken gemacht, wäre vielleicht ein guter Ansatz dort weiterzumachen um Unterschiede beziehungsweise Ähnlichkeiten festzustellen.

Katrin

Offline Memmerle

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #8 am: 4. August 2010, 14:12 »
Habe heute mein Exemplar (Reclam-Verlag) bekommen und mal kurz ein wenig reingeschmökert.
Begonnen habe ich (wie meistens  :redface:) mit dem Nachwort.
Das Nachwort von Anton J. Gail ist für mich schon mal sehr interessant und auch aufschlussreich, da ich mich mich bislang nur wenig mit Erasmus beschäftigt habe. Gail beschreibt neben einer kurzen Vita, die Beweggründe und die Gedankenwelt des Erasmus, inmitten der Humanisten und Scholasten auf seinem Weg zu bleiben und auch wie Erasmus von den Belangen der katholischen Seite einerseits und der lutherischen andererseits beinahe zermahlen wird.

Ich werde versuchen, heute abend mal in die ersten Seiten reizulesen. So long!

Lg Memmerle

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Offline xenophanes

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #9 am: 4. August 2010, 14:50 »

Kenne das Buch. Viel Freude bei der Lektüre  :smile:

Offline Jaqui

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #10 am: 4. August 2010, 15:06 »
@Memmerle: Leider ist in meiner Ausgabe kein Nachwort drin, aber ich habe bereits zum Großteil das Buch von Stefan Zweig "Erasmus von Rotterdam" gelesen. Das war auch sehr hilfreich.

Katrin

PS: Herzlich willkommen in der Leserunde

Offline Jaqui

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #11 am: 5. August 2010, 09:45 »
Hallo,

Ich bin jetzt auf Seite 34 meiner Ausgabe und bisher ist es mir noch nicht ganz klar worum es überhaupt geht. Die Torheit springt zwischen den Menschen und den Göttern hin und her. Aber was ist der Sinn der Sache?

Bei den Göttern hatte ich nur wenig Probleme, die meisten kenne ich noch aus meiner Schulzeit und über einige habe ich schon einiges gelesen. Ich kann sie zumindest ein wenig einordnen, deren genaue Funktion kenne ich aber nicht. Aber dass Bachhus der Gott des Weins ist, weiß ich noch.

Ich gehe jetzt mal die wikipedia Artikel lesen, vielleicht sehe ich dann ein wenig klarer.

Katrin

Offline Memmerle

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #12 am: 6. August 2010, 08:44 »
Hallo liebe Mitleser,

mit wachsendem Vergnügen habe ich die ersten Seiten der Lobrede Morias gelesen. Mir gefällt die Sprache und die Ausdrucksform von Erasmus immer besser.
Moria beeindruckt mich. Mit einem Lächeln und einem Augenzwinkern kokettiert sie mit ihrem "Publikum", nimmt sich und somit auch ihren Gegenüber regelrecht auf die Schippe und hält uns allen einen Spiegel vor, in den wir schauen müssen, ob wir wollen oder nicht. Trotz ihres Humors folgt sie dabei in ihrer Argumentation einer unbestechlichen Logik, lässt nichts aus, beschönigt nichts.

Die Bezeichnung 'Lobrede' finde ich bemerkenswert. Lobreden kenne ich vor allem aus der Heiligenverehrung des Mittelalters. Die Elegien und Viten sind gänzlich anders aufgebaut; in ihnen werden die Taten des Betreffenden in schillernden Farben, oft verwoben mit Wundertätigkeiten ausgemalt, bis die betreffende Person einen legendären Charakter annimmt. Sicherlich wird in diesen Elegien auch mit dem erhobenen Zeigefinger dargestellt, wo denn die Menschheit ohne diese heldenhaften Taten wäre.
Ganz anders die 'Lobrede' der Moria. Ihr Eigenlob klingt vielleicht zunächst überheblich, vor allem wenn sie sich als 'Alpha-Göttin' darstellt, aber irgendwie hat  ihre Argumentation doch etwas nahezu schüchternes, als wolle sie ihr Dasein rechtfertigen, uns darum bitten, ihre Existenz in allem menschlichen Dasein anzuerkennen. Damit wir ihr nicht widersprechen können, verpackt sie diese 'Bitte' und ihre Kritik an unserem Kleingeist in ganz viel Charme und Humor.

Leider habe ich momentan so gut wie keine Zeit zu lesen, aber ich werde meine kurzen Pausen mit Freude dem Erasmus widmen  :zwinker:

lg Grüße
Memmerle
Dass Narren und Schelme immer an das glauben, was sie denken, sagen und schreiben, ist im Grunde eine große Tugend  - Asterix

Offline thopas

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #13 am: 7. August 2010, 09:56 »
Hallo zusammen,

ich habe gestern abend noch ein bißchen weitergelesen. Nach einem kurzen Exkurs in die Götterwelt stellt die Torheit nun dar, daß das Zusammenleben zwischen den Menschen ohne Torheit gar nicht zu denken wäre. Freundschaften und die Ehe wären gar nicht möglich. Zwischendrin gibt es immer wieder Seitenhiebe auf Menschen, die sich für vernünftig und weise halten.

Leider hatte ich noch keine Zeit, mich mal ein bißchen mit dem Thema an sich zu beschäftigen. Danke, Memmerle, für den Hinweis auf die Lobreden auf Heilige. Vielleicht sollte ich in diese Richtung mal ein bißchen nachlesen. Momentan hängt der Text noch ein bißchen "in der Luft" für mich...

Viele Grüße
thopas

Offline Jaqui

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Re: Erasmus von Rotterdam - Lob der Torheit
« Antwort #14 am: 19. August 2010, 12:34 »
Hallo zusammen,

wie sieht es aus bei euch? Liest noch wer? Ich bin leider erst heute wieder dazu gekommen mich dem Buch zu widmen. Aber auch bei mir hängt das Buch noch in der Luft und ich bin noch nicht ganz dahinter gekommen was mir die Torheit eigentlich sagen will, außer dass sie großartig ist  :zwinker:

Ich bin übrigens gerade bei dem Teil mit der Ehe angelangt und dass es ohne die Torheit kein Zusammenleben jeglicher Art geben würde. Im ersten Moment klingt das überheblich, aber auf den zweiten Blick könnte sie damit sogar recht haben.

Katrin