Hallo Lost und Katrin,
Ich habe mir eine CD gebrannt, auf der nur 2. Sätze sind. Ich liebe eben 2. Sätze. Gekürzte Literatur mag ich nicht, auch keine Hörbuchfassungen die gekürzt sind. Da fehlt der Respekt vor den Autoren.
Wenn du dir selbst, nach Kenntnis der ganzen Sinfonien, eine Sammlung geliebter Sätze, in diesem Fall der langsamen, machst, ist das etwas ganz Anderes, als wenn einem eine solche Auswahl als symptomatisch für einen Komponisten /Autor, eventuell sogar gemünzt auf eine triviale Situation, serviert wird.
Ich habe auch schon seit den Anfängen meiner mehr oder weniger systematischen Lektüre Leseblüten gesammelt, für mich und nicht mit dem Anspruch, anderen damit etwas zu vermitteln.
Bei klassischer Musik habe ich allerdings für mich persönlich Schwierigkeiten mit solchen Satzausschnitten, weil ich dann nicht die Bezüge zwischen den einzelnen Sätzen nachvollziehen kann. Außerdem liebe ich bezogen auf die Sinfonienden Wechsel der Pathetik vieler Haupt- und Schlusssätze mit dem lyrischen Adagio und dem tänzerischen dritten Satz.
@ Katrin,
bezüglich der Philosophie halte ich Kompilationen einführender Texte für sinnvoll, besonders wenn sie von sachkundigen Kommentaren begleitet werden: Die Gedanken der großen Philosophen sollten für viele aufbereitet werden und nicht nur für eine kleine Minderheit, die sich durch die großen, oft schwer zu verstehenden Werke arbeitet.
finsbury