Ja Katrin. Und nicht nur das, ich habe auch den Anfängerfehler gemacht ganz vorn anzufangen... die Bibel ist aber kein Roman und nach den schönen Geschichten im AT kommt eine üble Durststrecke: seitenweise Religionsvorschriften (wenn ein grüner Finger am Himmel erscheint, dann darf nur der in die Wüste gehen, dessen Gewand lauter rote Bommeln hat), Stammbäume und ähnliches.
Es gibt ja auch sehr schöne Kompilationen, die den Zweck auch erfüllt hätten, denn eigentlich hab ich mich nur in den Museen immer geärgert, dass ich die Geschichten nicht richtig kannte.
Also habe ich mir ein Buch mit Erklärungen gekauft. Unverzichtbar heute, wir kennen die Bräuche einfach nicht mehr und müssen deshalb mit einem Erklärbären lesen. Ich geb Dir ein Beispiel: Abraham gibt ein Riesenfest als Isaak entwöhnt wird. Entgegen meiner ersten Annahme ist Abraham kein schwerer Trinker, der jede sich bietende Gelegenheit zum Feiern nutzt, sondern ein Kind wurde zwischen zwei und drei Jahren entwöhnt und da damals die Kindersterblichkeit hoch war erst wirklich zur Kenntnis genommen, wenn es mit hoher Wahrscheinlichkeit erwachsen werden würde. Davon konnte man zum Zeitpunkt der Entwöhnung ausgehen.
Dann kamen verschiedene neue Übersetzungen dazu, die sich mehr oder weniger flüssig lesen lassen. Werke über Textkritik, amerikanische und englische Bibelausgaben mit Erklärungen, und, und....
Ein weites Feld, aber sehr schön. Es verbindet Literatur, Archäologie, Textkritik, Sitten und Gebräuche. You name it, it's in it!
Sag Bescheid, wenn Du sie lesen willst, ich helf Dir gern bei der Auswahl einer Übersetzung. Hier stehen mittlerweile elf verschiedene.