Autor Thema: LieblingsBibelübersetzung  (Gelesen 4381 mal)

Offline Lost

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #15 am: 24. August 2010, 17:56 »
Jetzt habe ich sie schon in Grün bestellt, und Rot ist ja auch nicht Grau   :zwinker:

Offline Lost

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #16 am: 24. August 2010, 18:03 »

Den Römerbrief und die Offenbarung habe ich noch gefunden.


Walter Jens: Die vier Evangelien, bei Radius-Verlag erschienen o.J.

Olgastraße 114
70180 Stuttgart
Tel.: 0711 607 66 66

www.radius-verlag.de

radiusverlag@freenet.de

Vielleicht helfen die dir beim Verlag weiter. Ich weiß nicht mehr, wie ich an das Buch gekommen bin.

Offline Poppea

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #17 am: 24. August 2010, 18:32 »
Oh Lost, das freut mich jetzt aber doll! Sag mir bitte unbedingt Bescheid, wie Du sie findest. Ich habe ja in den vergangenen Jahren in den unterschiedlichsten Übersetzungen gelesen und finde sie wunderbar. Obwohl ich mittlerweile eigentlich jeder Übersetzung positive Aspekte abgewinnen kann.

Luther kennt man einfach, auch ein Atheistenkind wie ich, erkennt bestimmte Stellen sofort. Leider mit zuviel Biblish für meinen Geschmack, d. h. ohne Grundkenntnisse gewisser Theologismen schwer verständlich.

Neues Leben (die deutsche TNIV) ist eine sehr schöne Bettlektüre, sprachlich flüssig, sehr modern. Leider eine Um-die-Ecke-Übersetzung ins Deutsche aus dem Englischen, Kennzeichnung späterer Einschübe. Das Gleiche gilt für die Hoffnung für alle. Dafür sind beide sehr leicht lesbar. Sehr verbreitet bei Evangelikalen.

Gute Nachricht (die deutsche NIV), gute Absicht trifft es eher. Für mein Sprachempfinden nicht Fisch, nicht Fleisch. Leicht veraltet moderne Übersetzung ohne rechte Traute.

Elberfelder, archaisch, aber gut, etwas anstrengend für Nurleser, wie ich es bin. Und auch voller Biblish.

Schlachter: siehe Elberfelder

Herder: toll. Schöne Sprache, gute Lesbarkeit. Kennzeichnung späterer Einschübe. Meine Zweitfavoritin. Leider nur zweispaltig gesetzt zu bekommen. Dafür aber als katholische Bibel mit allen Büchern und guten kurzen Einführungen vor jedem Buch.

Einheitsübersetzung, tja, blutarm ist noch geprahlt.

Und dann gibt es noch diese hier:

Bitte unbedingt die Funktion: ich möchte überrascht werden! nutzen!

Wenn ich für den Rest meines Lebens nur ein Buch haben dürfte, dann wäre es das. Die Bibel verknüpft mit Kunst und Literatur. Bilder, Karten, Gedichte, Lieder, Erklärungen, , all das in den kommentierten Text eingestreut. Dieser, aus verschiedenen jüdischen Übersetzungen für das AT und der Übersetzung von Fridolin Stier für das NT, ist historisch gegliedert und unvollständig. Trotzdem ist es das vollständigste Buch, das ich je sah!

Wer also so wie ich damals zu Bildungszwecken eine Bibel lesen möchte, um ihren Stellenwert in unserer Kultur zu verstehen oder sich nur an der ausufernden, spartenübergreifenden Schönheit eines religionsphilosphischen Textes erfreuen will, ist hier richtig. Witzigerweise war es bei mir eine späte Entdeckung. Auch hat mich anfangs der Preis ein wenig geschreckt, aber inzwischen finde ich ihn unglaublich niedrig. Manchmal denke ich sogar, ich müsste mir das Buch nochmal kaufen, sicherheitshalber, falls dem ersten was passiert... aber dazu bin ich noch einen Hauch zu wenig verrückt  :breitgrins:








 

Offline Poppea

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #18 am: 24. August 2010, 18:42 »

Den Römerbrief und die Offenbarung habe ich noch gefunden.


Walter Jens: Die vier Evangelien, bei Radius-Verlag erschienen o.J.

Olgastraße 114
70180 Stuttgart
Tel.: 0711 607 66 66

www.radius-verlag.de

radiusverlag@freenet.de

Vielleicht helfen die dir beim Verlag weiter. Ich weiß nicht mehr, wie ich an das Buch gekommen bin.

Weshalb nehmt ihr nicht einfach das hier?


Offline Lost

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #19 am: 24. August 2010, 18:45 »

Den Römerbrief und die Offenbarung habe ich noch gefunden.


Walter Jens: Die vier Evangelien, bei Radius-Verlag erschienen o.J.

Olgastraße 114
70180 Stuttgart
Tel.: 0711 607 66 66

www.radius-verlag.de

radiusverlag@freenet.de

Vielleicht helfen die dir beim Verlag weiter. Ich weiß nicht mehr, wie ich an das Buch gekommen bin.

Weshalb nehmt ihr nicht einfach das hier?



Ach, du bist einfach nur vorlaut  :zwinker:

Danke!

Offline Poppea

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #20 am: 24. August 2010, 18:49 »

Ach, du bist einfach nur vorlaut  :zwinker:

Danke!

Ja, DAS bin ich  :breitgrins:

Offline JMaria

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #21 am: 24. August 2010, 18:49 »
Hallo,

mal die Frage, was ihr von der "Bibel in gerechter Sprache" haltet?

http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel_in_gerechter_Sprache

eine Bereicherung als Zweitbibel, zum Textvergleich?


@Lost,
danke fürs Heraussuchen der Verlagsadresse, ich könnte zumindest dort nachfragen, ob es bei den 3 Neuübersetzungen (Evangelien, Römerbrief, Offenbarung) geblieben ist. Die Bücher selbst gibt es auch bei Amazon.

@Poppea,
eine schöne Bibel (Hubertus Halbfas), hab ich mir sogleich vermerkt.

Viele Grüße
Maria
« Letzte Änderung: 24. August 2010, 19:06 von JMaria »
Aktuell:

Offline Sir Thomas

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #22 am: 24. August 2010, 19:05 »
Und dann gibt es noch diese hier:



Was für ein gewaltiges Gesamtkunstwerk! Ich habe es spontan notiert, um der Familienbibel aus der Vorkriegszeit (einer Luther-Bibel) mal etwas Neues an die Seite zu stellen ...

So long,

Tom

Offline sandhofer

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #23 am: 24. August 2010, 19:09 »
mal die Frage, was ihr von der "Bibel in gerechter Sprache" haltet?

Nix.
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Poppea

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #24 am: 24. August 2010, 19:56 »
mal die Frage, was ihr von der "Bibel in gerechter Sprache" haltet?

Nix.

Noch weniger als nix.

Genauso wenig wie ich dieses Gerede von "Göttin-sei-Dank" mag: Es zeigt wenig Beschäftigung mit der Materie. Dumm schaut meist, wer sich aufregt über HERR, wenn man dann mal Folgendes im Wiki zeigt:

Zitat
Da Präsens und Futur in hebräischen Verben oft identisch sind, ergeben sich mehrere Übersetzungsmöglichkeiten. Im Präsens würde der Vers lauten: Ich bin, der Ich bin. Dies ist die häufigste Übersetzung. Im Futur – mit dem die verwendete Zeitform meist übersetzt wird – hieße er: Ich werde sein, der Ich sein werde, was meist im Sinne von Ich werde für euch da sein oder Ich werde Mich für euch hilfreich erweisen übersetzt wird. Diese Bedeutung legt die vorherige Zusage an Mose nahe (v. 12): Ich werde mit Dir sein.

Denn 1. ist HERR nur ein "Ersatz"Tetragramm für das Originaltetragramm und
2. ist "Ich bin, wer ich bin" ja wohl geschlechtslos.

Mir ist auch nicht klar, warum ich kein Gemeindemitglied sein kann, weshalb das Wörtchen "man" ersetzt werden muss und wieso es aufeinmal  "-Innen" geben muss. Allein schon solche Wortneuschöpfungen wie Kauffrau drehen mir den Magen um. Dieses Geschrei nach sprachlichem Miteinbezogenwerden ist doch eigentlich ein Zeichen von mangelndem Selbstwertgefühl. Zumindest für mein Gefühl.

 :winken:
Poppea



Offline josmar

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #25 am: 25. August 2010, 01:02 »
Hallo allerseits,

eine interessante, aber auch, wie ich erleben mußte, als ich noch kirchliche, laienhafte Funktion ausübte, gefährliche Diskussion.

Ich denke, daß zum lesen, die Lutherbibel wohl noch in gewisser Weise das Maß der Dinge ist. Zum vorlesen teilweise denkbar unbrauchbar.

Die Bibel in gerechter Sprache, oh Gott, oh Gott, oh Gott..... :entsetzt:

Nette Grüße!

josmar

Offline Jaqui

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #26 am: 25. August 2010, 06:43 »
@Poppea: Du hast von Sekundärliteratur zur Bibel gesprochen. Meinst du damit solche Bücher: Und die Bibel hat doch recht: Forscher beweisen die Wahrheit der Bibel oder eher nicht.

Katrin

Offline Poppea

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #27 am: 25. August 2010, 07:04 »

Ich denke, daß zum lesen, die Lutherbibel wohl noch in gewisser Weise das Maß der Dinge ist. Zum vorlesen teilweise denkbar unbrauchbar.


Wenn die Lutherbibel zum Vorlesen ungeeignet ist, dann doch wahrscheinlich wohl wegen des Biblish... Das macht sie ebenso ungeeignet für Menschen, die mit der Bibel noch nicht vertraut sind bzw. nicht ständig ihnen unbekannte Wendungen erfragen können.

Mach doch mal eine kleine Umfrage in bibelfernen Kreisen, was "und Adam erkannte seine Frau" bedeutet und dann bewerte Luther noch einmal neu.

@Katrin

nee, der ist völlig überholt und hat auch kräftig gemogelt. Ich bin anfangs auch draufreingefallen, es klingt alles sehr plausibel und toll, aber ist nur so mehr, na ja.

Besser, weil auf dem Stand der Forschung, denn er ist DER Forscher zurzeit:



Ehrmann wurde nach seinen Forschungen Atheist. Das folgende Buch ist also nur solchen oder sehr glaubensfesten Menschen zu empfehlen. Dann aber uneingeschränkt.


Und absolut perfekt bei ausreichenden Englischkenntnissen ist die OxfordAnnotatedBible. Text mit Erklärungen. Bei den Evangelikanen Amerikas als Atheistenbibel und Teufelswerk verschrien.



Ansonsten, wie gesagt, als reine Bildungslektüre am ergiebigsten nach meiner Meinung, der Halfas. Wenn Dein Ziel der Erwerb von Bibelwissen ist, um die Bilder in den Museen und die Wurzeln unserer Literatur zu verstehen, dann bist Du hiermit perfekt bedient. Außerdem werden die biblischen Texte erklärt und die neueste Forschung ist miteinbezogen. Die Erklärungen sind nicht unkritisch und auch nicht indokrinierend. Es ist wirklich ein kleines Wunder, dieses Buch.



Und wenn Dir ein verständlicher Text in schöner Sprache mit einem guten Glossar reicht, dann kauf Dir die Neue Zürcher Bibel.



In dieser Schulbibelausgabe ist noch ein farbiger Informationsteil und hinten ein exzellentes Glossar.

@all

Bitte vergesst nicht, ich habe auch nicht Theologie studiert, nur viel gelesen in den letzten Jahren....

Offline JMaria

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #28 am: 25. August 2010, 08:31 »
mal die Frage, was ihr von der "Bibel in gerechter Sprache" haltet?

Nix.

Noch weniger als nix.


im Grunde schon befürchtet, wollte mich jedoch vergewissern.

@Jaqui

sehr informativ, bin aber noch nicht durch mit lesen, finde ich das "Handbuch der Antiken Christlichen Literatur" von Claudio Moreschini / Enrico Norelli.


Dieses Handbuch bietet einen umfassenden Überblick über die frühchristliche Literaturgeschichte von den Anfängen - den Briefen des Paulus - bis zum sechsten Jahrhundert.

Briefe, Traktate, Homilien, Bibelauslegungen, Kirchenordnungen, Poesie, Geschichtsdarstellungen, Hagiographie, Biographie, Apokalypse - diese vielfältigen Literaturformen der Alten Kirche werden hier behandelt, ....


Grüße von
Maria
Aktuell:

Offline Poppea

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Re: LieblingsBibelübersetzung
« Antwort #29 am: 25. August 2010, 08:52 »
oh, Maria,

das ist aber ein schönes Buch!

Vielen Dank!
Poppea