Moin, Moin!
Seit wie vielen Jahren bestelle ich meine Bücher nun hauptsächlich via Booklooker? Und kam erst dieser Tage auf die Idee, die Funktion der 'Suchaufträge' auszuprobieren! Ich selten dämlicher Idiot! Wie es die Sache doch vereinfacht! Mir kommen die Angebote nun ins Haus, und Bestellungen gebe ich nicht mehr in Hauruckaktionen auf, sondern bequem einzeln, sobald ein Angebot in den Mailkasten flattert. - Dieses auf Facebook gepostete Notat beschwor die Reaktion eines Lesers herauf: "Nichts gegen irgendeine Plattform, aber da natürlich Provisionen für abgeschlossene Verkäufe fällig werden, könnte es sein, daß die Bücher direkt vom Antiquar etwas günstiger werden." Darauf antwortete ich: "Mitnichten! Davon abgesehen, daß die Bücher, die ich kaufe, eher selten beim örtlichen Händler in dieser Konsequenz erstanden werden können, geht doch nichts über Booklooker. Meine
Liste Neuer Bücher beweist, daß professionelle Antiquare vor Ort SO nicht überleben würden. Der Antiquar, der mir da schrieb, "meinte nicht den örtlichen Händler, sondern die Möglichkeit, dem Händler direkt eine E-Mail zu senden, anzurufen oder von der Angebotseite des Antiquars zu bestellen." Dem entgegnete ich: "Ich kaufe ja Massenware, die größtenteils, da oft verlegt, sehr preiswert zu haben ist. Im Falle bibliophiler Recherche würde das Sinn ergeben, manchmal muß selbst ich
www.sfb.at anwerfen, um eine Ausgabe irgendwo zu finden. Dann forsche ich nach, gehe auf Anbieterwebseiten usw. Aber bei mir, der ich im Jahr 150 Bücher lese und auch kaufe, würde so eine zertreute Vorgehensweise für jedes einzelne Buch zu stressig sein. Booklooker und Amazon Marketplace sind für mich daher die Erfindung, die mein Bücherleben in gnädig- milden Verläufen dahinplätschern lassen."
Weiter in den Kommentaren schrieb ich: "Als alternder Bücherleser und somit auch -kenner besuche ich natürlich dann das örtliche Antiquariat, wenn ich weiß, daß ein besimmtes Buch dort eher und sicher zu haben ist, z.B. weil ich die DDR-Ausgabe erinnere oder weiß, daß der Titel so häufig vorhanden ist. Mein Händler ist und bleibt dann Herr Jens Förster (Bücherinsel) in der Leipziger Ritterstraße, den ich allen Leipziger und Umländern unbedingt anempfehle!" Abschließend noch der Scherz, den ich Herrn Förster gegenüber spontan erfand: "Ich trage ungemein zur Gesundheit meiner Postbotin bei, die sich bei fast jedem Bücherpäckchen 4 Stockwerke hochbemühen muß und so rank und schlank bleibt mit einem bewunderswerten Atemvolumen." Was Quatsch ist, denn nicht ich empfange meisten die Post, sondern der unter mir wohnenden Vater. Übrigens merke ich erst dann, daß mein Vater nicht zuhause ist, wenn ICH wegen meiner Büchersendungen belästigt werde. Er, ein vormittags meist zuhause weilender Rentner, fängt sie normalerweise für mich ab. Leider stapelt er sie dann oft und händigt sie mir alle paar Tage aus, während ich manchmal bereits Schmäh- Mails an die vermeintlich säumigen Lieferanten schreibe.