Diese ökologischen Endzeitszenarien füllen mittlerweile sicher einige Regalmeter, was die Ransmayersche Kunst nicht abwerten soll, denn: Trotz aller Kritik habe ich große Teile der "Letzten Welt" durchaus gern gelesen.
Manchmal muss es eben "Kitsch" sein ... 
Hmm - als "ökologisches Endzeitszenario" hab ich das gar nicht empfunden. Ich zweifle auch, ob es so gemeint war, allerdings müssten wir, um dies zu verifizieren, Ransmayr eine Anfrage schicken.
Diesen Ethnokitsch für den aufgeschlossenen Sozialarbeiter habe ich etwa bei Aitmatov gefunden (z. B. in dieser unsäglichen Lagerfeuerliebesgeschichte Dshamilja, die als ach so romantische figuriert, sprachloses Gitarrengeklimper mit verträumt tiefsinnigem Blick wie bei einem Jungscharzeltlager; der "Schneeleopard", mir nur in Teilen bekannt, soll noch schlimmer sein). Aber du hast schon Recht: Manchmal muss es Kitsch sein - und wenn er in Ransmayrscher Verkleidung daherkommt, so ist das so schlimm nun gar nicht

.
Grüße
s.