Autor Thema: Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer  (Gelesen 12088 mal)

Offline Giesbert Damaschke

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Antw:Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer
« Antwort #105 am: 9. Mai 2011, 17:02 »
Falls irgendwer noch Nachschlag möchte:

Stifter, der sanfte Unmensch. Einhundert Jahre Nachsommer in: Arno Schmidt, Nachrichten von Büchern und Menschen II

Wenn ich mich da richtig erinnere, lobt Schmidt dort noch den "Witiko". Das hat er in "… und dann die Herren Leutnants" wieder zurückgenommen und den Witiko als "Handbuch für Faschisten" (oder so ähnlich, ich bin jetzt zu faul, das nachzuschlagen ;-)) bezeichnet.
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Antw:Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer
« Antwort #106 am: 9. Mai 2011, 18:46 »
Falls irgendwer noch Nachschlag möchte:

Stifter, der sanfte Unmensch. Einhundert Jahre Nachsommer in: Arno Schmidt, Nachrichten von Büchern und Menschen II

Wenn ich mich da richtig erinnere, lobt Schmidt dort noch den "Witiko". Das hat er in "… und dann die Herren Leutnants" wieder zurückgenommen und den Witiko als "Handbuch für Faschisten" (oder so ähnlich, ich bin jetzt zu faul, das nachzuschlagen ;-)) bezeichnet.

Ah, habs grad gefunden: "Der 'Nachsommer' ist ein Tiefpunkt im Schaffen Stifters, zwischen den 'Studien' und dem 'Witiko'."
- Ein sehr relativiertes Lob, wenn man bedenkt, wie schlecht der Nachsommer bei Schmidt wegkommt.

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Antw:Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer
« Antwort #107 am: 10. Mai 2011, 15:34 »

Ah, habs grad gefunden: "Der 'Nachsommer' ist ein Tiefpunkt im Schaffen Stifters, zwischen den 'Studien' und dem 'Witiko'."
- Ein sehr relativiertes Lob, wenn man bedenkt, wie schlecht der Nachsommer bei Schmidt wegkommt.

Ja,ja, dieser Schmidt hat nicht nur dummes Zeugs geschrieben.

Offline sandhofer

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Antw:Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer
« Antwort #108 am: 10. Mai 2011, 16:27 »

Ah, habs grad gefunden: "Der 'Nachsommer' ist ein Tiefpunkt im Schaffen Stifters, zwischen den 'Studien' und dem 'Witiko'."
- Ein sehr relativiertes Lob, wenn man bedenkt, wie schlecht der Nachsommer bei Schmidt wegkommt.

Ja,ja, dieser Schmidt hat nicht nur dummes Zeugs geschrieben.

Aber selten was Gescheites. scnr ...  :breitgrins:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

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Antw:Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer
« Antwort #109 am: 10. Mai 2011, 16:53 »

Ah, habs grad gefunden: "Der 'Nachsommer' ist ein Tiefpunkt im Schaffen Stifters, zwischen den 'Studien' und dem 'Witiko'."
- Ein sehr relativiertes Lob, wenn man bedenkt, wie schlecht der Nachsommer bei Schmidt wegkommt.

Ja,ja, dieser Schmidt hat nicht nur dummes Zeugs geschrieben.

Aber selten was Gescheites. scnr ...  :breitgrins:

Klar - neben Euch sieht der natürlich blass aus... scnr :breitgrins:

Offline Giesbert Damaschke

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Antw:Februar 2011: A. Stifter: Der Nachsommer
« Antwort #110 am: 10. Mai 2011, 17:39 »
Wenn ich mich da richtig erinnere, lobt Schmidt dort noch den "Witiko". Das hat er in "… und dann die Herren Leutnants" wieder zurückgenommen und den Witiko als "Handbuch für Faschisten" (oder so ähnlich, ich bin jetzt zu faul, das nachzuschlagen ;-)) bezeichnet.

Ich habe mich nciht recht erinnert. Nicht so ganz jedenfalls:

Zitat
A.: Ja, meinen Sie denn immer noch, die fürchterliche Leichtigkeit, mit der ein Kühn ihn für’s Dritte Reich vereinnahmen konnte, sei nur von ungefähr, und eigentlich an den Haaren herbeigezogen? Oh nicht doch: der Witiko ist schon folgenreicher, weil ‹giftiger›, als der ‹Nachsommer›; ist ein ausgezeichnetes ‹Handbuch für Offiziersanwärter› .....

Ansonsten:

Zitat
A.: Was ich=für=mich noch so einengen möchte: STIFTER?: das ist mir der ‹Narrenburg›=Komplex; an den ja vielleicht auch das zweite, durchaus dämonische Stück, der ‹Hagestolz› anzuschließen ist. – Im Lauf der Jahrzehnte wird es sich, ähnlich wie im Falle GOETHE, schon noch herumsprechen, daß der Akzent auf dem jungen & mittleren STIFTER liegt: Der war gar keine unebene Figur, und ein guter Meister zweiten Ranges! Wogegen eine Vorliebe für ‹Nachsommer› und ‹Witiko›, diese sprachlichen Endmoränen mit höchstens ab & zu 1 kümmerlichen ‹Gartenflüchtling›, gar nichts Apartes oder Auszeichnendes ist; vielmehr ein Symptom der Schrumpfung im Humanen. Gern rühme ich die schüchtern=rosenrote Genitalität der Stud=Studien: das kann Einem noch im Traume einkommen!

B. (resümierend): Aber ‹Nachsommer & Witiko› nicht?

A.: Nein. – Dergleichen gehört zu den unangenehmen ‹Alterswerken›. Denn wenn es überhaupt eine Wahrheit gibt, dann ist es diese, daß nur sentimentale Narren oder aber selbst=interessierte Alternde sich einbilden können, sie würden, wie Whisky, je älter desto besser. – Noch einmal: nein!: die Zahl der unerläßlich zu lesenden Bücher ist inzwischen zu groß geworden, als daß man guten Gewissens den ‹Witiko› noch Jemandem, den man gern hat, empfehlen könnte. –
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