Das kommt darauf an, welche Intensität man vor Augen hat. Meint man damit die große Gefühlswelt, das völlige Versinken in die Lektüre, evtl. Welten, wie bei der "Unendlichen Geschichte" vor ... Jahren - ja dann sinkt die Intensität auch bei mir. Anstelle dieser Empfindung steigt aber mein Genuss und sich sehr viel Zeit für ein Werk zu nehmen. Auch bei mir ist dies das letzte Mal "Der Nachsommer" gewesen. Die Anzahl der Seiten und Bücher nimmt ab, man konsumiert nicht mehr so viel, sondern man findet mit den Jahren auch die Muße sich wirklich auf ein Buch einlassen zu können, ein Buch, welches auch keine Zweitlektüre neben sich zulässt, ein Buch welches dich erfüllen kann. Allerdings kommt dies immer seltener vor, ja, weil der Anspruch wächst, aber dem kann man dann mit seinen eigenen Lesegeschmack entgegentreten. Momentan baue ich meinen SuB dadurch ab, da mir einfach ganz viele Bücher, die ich mir vor Jahren zugelegt habe (meist irgendwelche Schnäppchen), gar nicht mehr gefallen, liegen oder teilweise kann ich den Büchern gar nichts mehr abgewinnen. Mein Lesegeschmack grenzt sich immer mehr ein und erleichtert mir dadurch auch die Auswahl beim Kauf. (Schnäppchenkäufe tätige ich nicht mehr.) Es zeigt sich, dass ich immer mehr bei den jungen Klassikern, 19. - 20. Jh, hängen bleibe, wie beispielsweise nun E. Bowen "Sommernacht", das sind Kurzgeschichten die prima zum Umzug passen, den Unterhaltungsroman, den ich mir extra zum Umzug ausgesucht hatte - was soll ich sagen - er befriedigt mich nicht mehr ... und ist entsorgt worden
LG
Anita