Wenn ich mal kurz aus den dort veröffentlichten Thesen zur Zukunft des Buchmarkts zitieren darf:
1. Alle gedruckte Medien verlieren an Bedeutung. Der Rückgang bei Buch, Zeitschrift und Zeitung liegt bezogen auf Vertriebserlöse jeweils bei über 25%.
2. Der stärkste Rückgang bei den Vertriebswegen für Bücher betrifft den stationären Buchhandel (-31%).
Das klingt nicht nach einem zukunftsorientierten Geschäftsmodell ... Unser Freund der Buchhändler hat wirklich Gründe, langsam aber sicher depressiv zu werden.
Wenn in Prognosen, die sich über solche langen Zeiträume erstrecken Werte wie „-31%“ auftauchen, nicht etwa “ungefähr ein Drittel“ oder „ca. 30%“, dann werde ich schon misstrauig. Da hat meistens jemand gerechnet, mehr nicht.
Abgesehen davon, lassen wir es meinetwegen -50% sein. Ich vermute es gibt schon immer mehr depressive Leser als depressive Buchhändler und daran wird sich auch nur wenig ändern. Wenn es in Zukunft das Gesundheitsestablishment schafft, die depressiven Leser und Buchfreunde an die depressiven Buchhändler heranzuführen, dann entsteht eine fröhlich antidepressive Kultur, der ich mich gerne anschließen möchte, wozu ich dann gegebenenfalls auch depressiv werden will..