Danke, Hubert. Von Stefan Zweig halte ich aus dem von Dir genannten Grund nicht allzuviel.
Hallo Tom,
als Kind habe ich sehr gerne Zweig gelesen, inzwischen halte ich auch nicht mehr viel von ihm, aber manchmal hat er halt doch Recht.
Anbei noch ein Link
http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/rotundschwarz-r.htmbei dem sich Daniel Kehlmann über Stendhal äußert, zwar über "Rot und Schwarz", aber bedingt gilt das natürlich auch für die "Kartause ...". Besonders hat mir der folgende Satz gefallen: "All dies ist ...... eine Eigenschaft, die er mit den großen vormodernen Schnellschreibern des 19. Jahrhunderts teilt, denen Makellosigkeit noch kein Stilideal war und die kein Problem darin sahen, dem Leser zu signalisieren, dass sie Wichtigeres zu vollbringen hatten als perfekte Prosa – mit Balzac also, mit Dickens und vor allem mit Fjodor Michailovitsch Dostojewskij,"
und daran anknüpfend möchte ich, ohne unsere Diskussion abbrechen zu wollen, mal zusammen fassen was das Ergebnis unserer bisherigen Diskussion sein könnte und hoffe auf Deine Zustimmung:
Stendhal war es, anders als Flaubert, nicht wichtig, dass seine Romane stilistisch perfekt waren, aber dafür war er mit seinem psychologischen Blick seiner Zeit weit voraus.
LG
Hubert