Auch beendet,
zunächst zu Herrn Geisers Versuch, das Tal zu verlassen (?).
Gerade weil diese Unternehmung vorher überhaupt nicht erwähnt wird, erhält sie eine besondere Stärke. Ohne irgend jemanden zu informieren, ja bedacht auf Verschwiegenheit, bricht Herr Geiser auf, ob nun um sein Tal zu verlassen oder nur einen Blick ins Nachbartal zu werfen, wird nicht deutlich artikuliert.
Aber was für eine Beschreibung! Jeder, der gerne im Gebirge wandert, wird diesen Textabschnitt als Kabinettstück der Erzählkunst empfinden: Orientierung, (mangelnde) Versorgung und körperliche Reaktion werden dicht verwoben. Besonders der Abstieg im Dunkeln zurück ins heimatliche Tal ist sehr intensiv geschildert: Man ist wirklich dabei.
Nach dieser heftigen körperlichen Anstrengung, die zeigt, dass Herr Geiser bisher durchaus noch von seiner Leistungsfähigkeit her Herr seines Schicksals war, folgt der Zusammenbruch.
Wenn bisher sporadisch Wiederholungen in den handschriftlichen Zetteln vorkamen, werden diese nun stärker, die Themen scheinbar abgelegener. Aber dass sich Geiser besonders mit Erosion, mit dem Aussterben der Dinosaurier beschäftigt, weist ja auf sein Ende, die Erosion seines Geistes, dessen Absterben hin.
Er verweigert sich nun völlig seinen Mitmenschen und möglicher Hilfe. Hat er bei seinem "Ausbruchversuch" noch aktiv mit der Möglichkeit gespielt, seine Situation zu ändern, lehnt er nun auch jeden Versuch ab, ihm zu helfen: er verschließt sein Haus, schüttet die neu gebrachte Minestrone weg, ja tötet sogar den Salamander und schließlich auch seine Katze Kitty --> Ein Versuch, tabula rasa zu machen?
Als seine Tochter kommt, ist er schon längst das Opfer eines irreparablen Schlaganfalls, er nimmt nun nur noch passiv wahr.
Eine tolle Erzählung!
finsbury