Autor Thema: Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit  (Gelesen 21958 mal)

Offline Sir Thomas

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Antw:Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
« Antwort #120 am: 29. September 2011, 10:07 »
Jetzt tauche ich wieder in die Vergangenheit ein, und ich genieße die Weitschweifigkeit, die Verträumtheit der Jugend, die alltäglichen Blüten eine Bedeutung beimißt, die im Laufe des Lebens verlorengeht. Ich verstehe mehr, weil ich die handelnden Personen bereits kenne, und weil ich nicht mehr “durchkommen”, sondern einfach noch einmal die verlorene Zeit durchleben will.

Ja, Dolores, das hast Du sehr schön beschrieben. So ähnlich erging es mir auch.

Proust muß man mehrmals lesen.

Mal abgesehen davon, dass niemand müssen muss, habe ich meine Zweifel, ob ich je eine Wiederholungslektüre anstreben werde. Manche Dinge sollte man einfach so belassen, wie sie abgespeichert sind.

Proust und Balzac sind einander ähnlich ...

Ganz entschieden nein! Balzac ist ein miserabler Stilist, ein Schreibautomat im Vergleich zu Proust.

LG

Tom 

Offline JMaria

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Antw:Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
« Antwort #121 am: 3. April 2012, 10:05 »
Hat sich jemand mit dem Buch von Anita Albus: "Im Licht der Finsternis " beschäftigt?

Zur Kenntnis genommen habe ich es, schrecke jedoch davor zurück, weil es in den Feuilletons so gelobt wird und außerdem recht teuer ist. Wenn ich noch Sekundärliteratur zur "Recherche" kaufe, dann am ehesten die "MP-Enzyklopädie" von L. Keller.

So long,

Tom


und ein weiterer Artikel über Anita Albus: Im Licht der Finsternis. Über Proust. S.-Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 2011. 221 S., zahlreiche Abb.,.
Die Offenbarung des Spargels

Gruß,
Maria
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Offline Steffi

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Antw:Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
« Antwort #122 am: 6. April 2012, 16:16 »

und ein weiterer Artikel über Anita Albus: Im Licht der Finsternis. Über Proust. S.-Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 2011. 221 S., zahlreiche Abb.,.
Die Offenbarung des Spargels


Mir scheint, dass Anita Albus sehr viel hineininterpretiert, vieles ist aber, gerade bei Proust, viel schöner, wenn man es selbst entdeckt. Und das ist auch eine Besonderheit für mich bei Proust, dass er den Leser vieles entdecken lässt, ohne gleich überdeutlich zu werden. Ich glaube, ich würde mir den Zauber der Recherche verderben, wenn ich allzu viel von den Gedanken und Interpretationen lesen würde.
Gruß von Steffi

Offline Sir Thomas

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