Hallo zusammen!
Ansonsten ist gerade im dritten Teil noch ein gerüttelt Maß an Satire enthalten
@ finsbury, natürlich gibt es auch im letzten Teil noch einige ironische Stellen, aber insgesamt lässt die erzählerische Intensität doch stark nach und der Schluss ist mir einfach zu forciert, als habe Laxness partout noch zu einem erhebenden Abschluss kommen wollen.
Ich bin auch fertig. Ihr habt viele interessante und schöne Dinge in Eure Schlußresümees gepackt. Ich habe dem nichts hinzuzufügen.
@ Sir Thomas, mich würde trotzdem interessieren, ob Dir der Roman gefallen hat. Ein kurzes Statement?
Hier noch ein treffendes Zitat aus dem 1. Band:
„Es dauert ein langes Menschenleben, sich in die Literatur Islands hineinzuversetzen, und sei es auch nur, um sich klar zu machen, dass man nur ganz wenig von ihr kennen und noch viel weniger von ihr verstehen kann.“
Bei solchen Sätzen bin ich skeptisch. Warum sollte die Literatur Islands schwerer zugänglich sein als die Literatur anderer Länder? Bei “Weltlicht“ hatte ich jedenfalls nicht das Gefühl, dass mir der Roman und die darin beschriebene Welt fremd geblieben wäre. Was die Figur des Olafur angeht, auf die Du wohl anspielst, so nehme ich da eine Mittelposition zwischen Euch ein. Ich kann sie in ihrer Sonderbarkeit verstehen und akzeptieren – bei Hamsun, den ich sehr mag, kommen nur sonderbare Figuren vor -, aber sie wirkt auf mich etwas konstruiert. Besonders stören mich die jesusähnlichen Züge an ihr, so etwas habe ich grundsätzlich nicht so gern, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.
Zum Schluss noch ein Buchtipp: Wenn man sich mit der isländischen Literatur beschäftigen will, kommt man um die Isländersagas nicht herum, denn die spielen bis heute selbst in den isländischen Krimis eine große Rolle. Im Oktober letzten Jahres ist im Fischerverlag eine Neuübersetzung in vier Bänden mit einem Begleitband herausgekommen. Nicht ganz billig, aber sicher lohnend.


Vielen Dank auch an Euch, wir sehen uns zum Teil ja bald in der Dämonen-Runde wieder!
Gruß
Anna