Hallo Karin,
da Du nicht mehr zu „Niels Lyhne“ sagen wolltest, außer dass Rilke den Autor verehrte, und auch die Postings von litfink und Lucien mich nicht überzeugten, habe ich selbst noch recheriert.
Die Meinung von Paula Modersohn über Rilke, teile ich: : "er hält es mit jedem". Und wer über Baudelaires „Les fleurs du mal“ : „ein Buch fürs Leben, für alle Leben“, urteilt, dessen literarisches Urteil kann ich nicht mehr ernst nehmen. Außerdem kann ich nicht verstehen, wieso Du „alles, was er verehrte, ebenfalls verehrungswürdig“ findest. Ich z.B. finde Stierkampf, den Rilke verehrte, abscheulich! Soviel zu Rilke, jetzt zu Jacobsens Roman:
„Sprachkraft und gefühlsmäßige Dichte“ die Lucien für den Roman reklamierte, sind für mich Kriterien für Lyrik und ev. noch für Dramatik. .Bei Romanen die mehr von meiner Lebenszeit in Anspruch nehmen, als ein Gedicht oder ein Schauspiel, muss mich zumindest noch das Thema interessieren und da ergaben meine Recherchen das folgende:
Der Protagonist Niels Lyhne scheitert an dem Versuch einer Versöhnung von Phantasterei und Atheismus. Da ich mich aber weder für Phantasterei noch für Atheismus und deshalb auch nicht für eine Versöhnung der Beiden interessiere wirst Du sicher verstehen, dass ich mit der Lektüre des Romans noch warte, bis Du mich mit Argumenten die für das Buch sprechen, überzeugst.
Ciao, Hubert