Autor Thema: Was haltet ihr von diesem Klassikerangebot?  (Gelesen 4640 mal)

Offline Harald

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Was haltet ihr von diesem Klassikerangebot?
« Antwort #15 am: 14. November 2003, 16:27 »
Hallo Hubert,

Ich muss Berch schon recht geben: Warum sollte ich Euro 99,- dafür ausgeben, anderer Leute Altpapier entsorgen zu dürfen?

Ich habe schon zu viele Bücher den Weg alles Irdischen gehen sehen, um mir welche zu kaufen, *nur* weil sie billig sind. D.h. auch wenn ein Buch nur 2,- Euro kostet, mal 50 sind eben 100,- Euro, und die Ausgabe muss nicht sein, wenn man nichts davon hat. Insofern kann ich die Aussage: "Wenn ein Buch Euro 2,-- kostet, kann diese Frage doch nicht im Ernst interessieren" nicht nachvollziehen.

Gegen günstige Klassikerausgaben ist im übrigen nichts zu sagen. Nur dass "günstig" nicht unbedingt heisst, dass man mehr für's Geld bekommt (im Sinne eines Preis-Leistungsverhältnisses). Das ist natürlich eine Sache der persönlichen Bewertung - aber das habe ich, glaube ich, schon einmal gesagt.

Gruß und schönes Wochenende!

Harald
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Offline Berch

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Was haltet ihr von diesem Klassikerangebot?
« Antwort #16 am: 14. November 2003, 16:43 »
Das mit dem Schrott bezog sich jetzt nicht auf die Werke an sich. Da würde ich eine solche Bezeichnung nicht wählen, zumindest nicht bei solchen Autoren. Die Bezeichnung bezog sich zum Einen darauf, daß ich schon zu oft Bücher auf Zigarettenpapier gedruckt gelesen habe, bis mir die Augen weh taten, als daß ich mir das noch geben müßte und zum anderen eben auf die mittelhochdeutschen Werke, bzw. deren Übersetzungen. Da habe ich auch schon das ein oder andere vermeintliche Schnäppchen in Händen gehalten, daß sich im Nachhinein als ganz miese Ausgabe entpuppte. Es scheint nämlich teilweise die Meinung vorzuherrschen, daß nur, weil ein großer Teil der Leserschaft die Texte im Original ohnehin nicht lesen kann, an der Übersetzung ruhig ein wenig geschlampt werden darf. Dies geht dann teilweise soweit, daß ganze Passagen gekürzt, zusammengefaßt oder schlicht falsch übersetzt werden und dieser Verdacht liegt dann für mich bei einem 2€ teuren Buch näher als bei einer Ausgabe, die leicht das zehn bis zwanzigfache kosten kann.

Offline Hubert

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Altpapier?
« Antwort #17 am: 15. November 2003, 00:13 »
Hallo Harald,

du hast gepostet:
Warum sollte ich Euro 99,- dafür ausgeben, anderer Leute Altpapier entsorgen zu dürfen?

Das verstehe ich nicht. Auch ich kaufe kein Altpapier und deshalb auch keine Bücher bei eBay, auf Flohmärkten o.ä. Hier handelt es sich aber, falls Du das überlesen hast, um neue Bücher. Ich habe auch nicht gesagt, man soll Bücher kaufen, nur weil sie billig sind, sondern da Du mein erstes Posting in diesem Thread anscheinend nicht gelesen hast: Ich werde von diesem Angebot keinen Gebrauch machen, es gibt aber Situationen, die ich dort beschrieben habe, dass es Sinn machen kann, dieses Angebot wahrzunehmen. Und dann spielt Papierqualität wirklich keine Rolle, zumal man bei diesem Angebot Rückgaberecht hat, wenn es wirklich völlig daneben wäre, was aber eher unwahrscheinlich ist. Ich jedesfalls würde lieber Grimmelshausens Roman neu für € 2,-- kaufen, als ihn bei eBay gebraucht erwerben, auch wenn er dort nur € 1,-- kosten würde.

Gruß von Hubert

Offline Hubert

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Schrott?
« Antwort #18 am: 15. November 2003, 00:21 »
Hallo Berch,

du hast gepostet:
Das mit dem Schrott bezog sich jetzt nicht auf die Werke an sich. Da würde ich eine solche Bezeichnung nicht wählen, zumindest nicht bei solchen Autoren. Die Bezeichnung bezog sich zum Einen darauf, daß ich schon zu oft Bücher auf Zigarettenpapier gedruckt gelesen habe, bis mir die Augen weh taten, als daß ich mir das noch geben müßte und zum anderen eben auf die mittelhochdeutschen Werke, bzw. deren Übersetzungen. Da habe ich auch schon das ein oder andere vermeintliche Schnäppchen in Händen gehalten, daß sich im Nachhinein als ganz miese Ausgabe entpuppte. Es scheint nämlich teilweise die Meinung vorzuherrschen, daß nur, weil ein großer Teil der Leserschaft die Texte im Original ohnehin nicht lesen kann, an der Übersetzung ruhig ein wenig geschlampt werden darf. Dies geht dann teilweise soweit, daß ganze Passagen gekürzt, zusammengefaßt oder schlicht falsch übersetzt werden und dieser Verdacht liegt dann für mich bei einem 2€ teuren Buch näher als bei einer Ausgabe, die leicht das zehn bis zwanzigfache kosten kann.

Wenn sich Dein Urteil auf das Werk bezogen hätte, wäre es noch akzeptabel gewesen, weil ich dann angenommen hätte, dass Du das Werk kennst, und über Geschmack kann man ja nicht streiten. Dass Du aber ein Angebot als Schund bezeichnest, das Du nicht kennst, finde ich schon sehr seltsam.

Gruß von Hubert

Offline Berch

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Was haltet ihr von diesem Klassikerangebot?
« Antwort #19 am: 15. November 2003, 16:02 »
Naja, mich würde es zwar stutziger machen, wenn in diesem Forum als Wertung für ein seriöses Buch die Wertung Schrott gebraucht wird, da diese für ein Buch vollkommen oberflächlich und nichtssagend ist, aber nun gut.
Wenn ich mich selbst zitieren darf:
Zitat
Naja, 2€ für Schrott ist im Zweifelsfall immer noch zu viel Geld...
. D.h., ich unterselle den Ausgaben, die ich, wie Du richtig sagst, nicht kenne, garnicht, daß sie definitiv Schrott sind, ich unterstelle nur, daß die Wahrscheinlichkeit höher ist, als bei teureren Ausgaben und wenn ich eben im Zweifel bin, ob die jeweilige Edition taugt oder ich ggf. Schrott erwerbe, dann sind mir auch dafür 2€ noch zu viel.
Alles was ich mit diesem zitierten Satz sagen wollte ist also: Die Wahrscheinlichkeit, daß ich eine minderwertige Übersetzung erwerbe, scheint mir höher. Für eine solche minderwertige dann 2€ zu bezahlen ist mir deutlich zu viel Geld, da sie mir keinen Nutzen bringt und ich eine angemessene Ausgabe nichtsdestotrotz noch erwerben muß.

Offline Hubert

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Buch für € 2 oder Leseheft für € 5,5
« Antwort #20 am: 15. November 2003, 21:52 »
Hallo Berch,

mich hätte es auch stutzig  gemacht, wenn Du die Werke gemeint hättest, aber ich hätte es wohl akzeptieren müssen.  

Bei diesem Angebot von Bücher.de oder Jokers handelt es sich um 50 gebundene Bücher (vermutlich eine Restpostenauflage mit aufgehobener Buchpreisbindung, die ursprünglich um ein mehrfaches teuerer war).

Selbst wenn 10 davon nicht aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt wären, was aber nicht anzunehmen ist, bei Büchern, wie:

Grimmelshausen: Simplicissimus
Lessing: Dramen
Schiller: Dramen/Erzählungen
Goethe: Faust
Hölderlin: Hyperion
Novalis: Werke in einem Band
E.T.A. Hoffmann: Märchen u.a.
Eichendorff: Werke
Heine: Gedichte
Raabe: Der Hungerpastor
Storm: Schimmelreiter
Fontane: Effie Briest u.a.
Kafka: Das erzählerische Werk
Kleist: Erzählungen und Gedichte

besteht diese Gefahr ja nicht, bleiben 40 Bücher für € 100,--, also pro Buch € 2,50 und wenn man weitere zehn der Bücher schon besitzt und keine Möglichkeit hätte ein Buch als Geschenk zu verwenden, blieben 30 Bücher für € 100,--, also pro Buch € 3,34 und wenn man weitere 10 Bücher überhaupt nicht mag sind es immer noch 20 gebundene Bücher das Buch für € 5,--.
 
Nichts gegen die Hamburger Lesehefte, aber auch die sind in sehr einfacher Ausstattung und wenn Du jetzt für Grimmelshausen € 5,50 bezahlen musst, wirst Du doch wohl zugeben, dass wenn man bisher noch keine Klassiker sein eigen nennt, das Angebot nicht schlecht ist. Und wenn es wirklich allen guten Erwartungen widersprechen würde, was ich, der ich auch schon mal bei Jokers eingekauft habe, nicht glaube, kann man bei Jokers innerhalb von 2 Wochen ohne Angabe von Gründen zurück senden. Also kein Risiko, ich war aber bisher immer mit dem gelieferten zufrieden.  

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass es in der Literatur interessantere Diskussionen gibt, als die, über Jokers-Angebote.

Gruß von Hubert

Offline Berch

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Re: Buch für € 2 oder Leseheft für € 5,5
« Antwort #21 am: 16. November 2003, 16:38 »
Hallo Hubert,

Zitat von: Hubert

mich hätte es auch stutzig  gemacht, wenn Du die Werke gemeint hättest, aber ich hätte es wohl akzeptieren müssen.

Na dann stimmen wir hierrin doch schonmal überein  :zwinker:

Zitat von: Hubert
Bei diesem Angebot von Bücher.de oder Jokers handelt es sich um 50 gebundene Bücher (vermutlich eine Restpostenauflage mit aufgehobener Buchpreisbindung, die ursprünglich um ein mehrfaches teuerer war).

Ist anzunehmen, weshalb auch wohl die reine Materialqualität durchaus akzeptabel sein dürfte, bzw. mindestens auf dem Level der angesprochenen Hamburger Lesehefte liegen dürfte, vermutlich darüber.

Zitat von: Hubert
Selbst wenn 10 davon nicht aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt wären, was aber nicht anzunehmen ist, [...]

Wenn sie nicht übersetzt wären, wäre ich ja froh, weil es dann genau das wäre, was ich haben wollen würde: Die Mittelhochdeutschen Texte in 'Originalfassung'. Ich fürchte jedoch, daß es sich eben um eine 'schlechte' Übersetzung handelt, aber lassen wir das :zwinker:

Zitat von: Hubert
Grimmelshausen: Simplicissimus
Lessing: Dramen
Schiller: Dramen/Erzählungen
Goethe: Faust
Hölderlin: Hyperion
Novalis: Werke in einem Band
E.T.A. Hoffmann: Märchen u.a.
Eichendorff: Werke
Heine: Gedichte
Raabe: Der Hungerpastor
Storm: Schimmelreiter
Fontane: Effie Briest u.a.
Kafka: Das erzählerische Werk
Kleist: Erzählungen und Gedichte

besteht diese Gefahr ja nicht, bleiben 40 Bücher für € 100,--, also pro Buch € 2,50 und wenn man weitere zehn der Bücher schon besitzt und keine Möglichkeit hätte ein Buch als Geschenk zu verwenden, blieben 30 Bücher für € 100,--, also pro Buch € 3,34 und wenn man weitere 10 Bücher überhaupt nicht mag sind es immer noch 20 gebundene Bücher das Buch für € 5,--.

Soweit alles richtig, nur was, auch ursprünglich mein zweiter Kritikpunkt war: Lessing: Dramen; Schiller: Dramen/Erzählungen; Novalis: Werke in einem Band; E.T.A. Hoffmann: Märchen u.a.; Eichendorff: Werke; Heine: Gedichte... Das ist mir schlicht zu ungenau beschrieben, um beurteilen zu können, welche der beinhalteten Werke ich bereits besitze. Sind es alle Dramen von Lessing/ Schiller, alle Werke von Novalis und wenn nein, welche wurden dann denn ausgewählt und vor allem: Was habe ich unter u. a. bei Hoffmann zu erwarten.  Ich kann hierbei schlicht nicht einschätzen, auf was ich mich einstellen muß, was ich schlußendlich bekomme und daher auch nicht, wieviel von dem Material redundant ist.
 
Zitat von: Hubert
Nichts gegen die Hamburger Lesehefte, aber auch die sind in sehr einfacher Ausstattung und wenn Du jetzt für Grimmelshausen € 5,50 bezahlen musst, wirst Du doch wohl zugeben, dass wenn man bisher noch keine Klassiker sein eigen nennt, das Angebot nicht schlecht ist.

Ohne Zweifel sind die Hamburger Lesehefte, was Aufmachung, Papierqualität und Ausstattung angeht eher am unteren Ende des Möglichen angelegt (auch wenn sie viele englische Bücher, die ich habe noch erschreckender Weise um Längen schlagen) und selbstverständlich: Nennt man bisher keine Klassiker sein Eigen, dann ist dies vermutlich eine der preisgünstigsten Möglichkeiten (neben solchen Dingen wie Wohnungsauflösung der Großeltern :wink:), sich einen sowohl umfangreichen, wie auch durchaus gut ausgewählten Querschnitt der deutschen Klassiker zuzulegen. Aber mal im Ernst: Auf wie viele Leser dieses Forums trifft das denn zu?:smile:      

Zitat von: Hubert
Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass es in der Literatur interessantere Diskussionen gibt, als die, über Jokers-Angebote.

Das defintiv und deshalb freue ich mich schon jetzt auf eine gemeinsame Simplicissimus-Lektüre und eine hoffentlich ähnlich angeregte Diskussion mit Dir!
Gruß
Berch

Offline Hubert

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Für Klassik-Einsteiger ein interessantes Angebot
« Antwort #22 am: 17. November 2003, 01:28 »
Hallo Berch,

Du hast gepostet:
Nennt man bisher keine Klassiker sein Eigen, dann ist dies vermutlich eine der preisgünstigsten Möglichkeiten (neben solchen Dingen wie Wohnungsauflösung der Großeltern  ), sich einen sowohl umfangreichen, wie auch durchaus gut ausgewählten Querschnitt der deutschen Klassiker zuzulegen

Da sind wir ja völlig einer Meinung und nur unter diesem Aspekt hatte ich am 29.10. auf Ronjas Anfrage dieses Angebot empfohlen. Hier nochmals der entsprechende Ausschnitt aus meinem Posting:

Also wenn Du € 100 übrig hast, keines der Werke besitzt und Interesse an Klassikern hast (um Staubfänger zu kaufen ist natürlich jedes Geld hinausgeworfen), solltest Du zugreifen. Für mich persönlich kommt das Angebot leider zu spät, den ich habe zumindest alle genannten Bände längst im Bücherschrank stehen.

Das defintiv und deshalb freue ich mich schon jetzt auf eine gemeinsame Simplicissimus-Lektüre und eine hoffentlich ähnlich angeregte Diskussion mit Dir

Ich freue mich auch schon auf  Grimmelshausen und bin sicher, dass es eine interessante Leserunde wird

Gruß von Hubert

Offline Harald

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Re: Buch für € 2 oder Leseheft für € 5,5
« Antwort #23 am: 17. November 2003, 09:21 »
Hallo Hubert,

Zitat von: Hubert

Bei diesem Angebot von Bücher.de oder Jokers handelt es sich um 50 gebundene Bücher (vermutlich eine Restpostenauflage mit aufgehobener Buchpreisbindung, die ursprünglich um ein mehrfaches teuerer war).


Diese Bemerkung beweist doch, dass es richtig war, darauf hinzuweisen, dass es sich eben nicht um einen Restposten handelt, sondern um eine Sonderausgabe in einfacher Austattung (was auch immer "einfache Ausstattung" heißen mag). Das hat sich also noch nicht einmal nach meinem Posting bei allen herumgesprochen. Genau dieser Hinweis war aber die Motivation für meinen ersten Beitrag zu diesem Thema.

Übrigens sieht es so aus, als ob niemand unter den hier diskutierenden ein Kaufinteresse hat (aus unterschiedlichen Gründen). Es wäre mal interessant, zu erfahren, ob jemand von denen, die hier mitlesen, das Paket bestellt hat und ob er/sie mit der Lieferung zufrieden ist. Wo ist z.B. Ronja? Hallo, Ronja, liest Du noch mit?

Es gibt übrigens ein ähnliches Sonderangebot beim Aufbau Verlag: 10 europäische Klassiker in 12 Bänden für 99,- Euro:

Miguel Cervantes, Don Quixote. Aus dem Spanischen von Ludwig Tieck
Alessandro Manzoni, Die Verlobten. Aus dem Italienischen von Caesar Rymarowicz. 2 Bde
Jane Austen, Emma. Aus dem Englischen von Horst Höckendorf
Guy de Maupassant, Bel-Ami. Aud dem Französischen von Anna Wagenknecht
Denis Diderot, Die Nonne. Aus dem Französischen von Christel Gersch
Gustave Flaubert, Madame Bovary. Aus dem Französischen von Wolfgang Techtmeier
Fjodor Dostojewski, Schuld und Sühne. Aus dem Russischen von Hermann Röhl
Iwan Turgenjew, Väter und Söhne, Aus dem Russischen von Harry Burck
Nikolai Gogol, Die toten Seelen. Aus dem Russischen von Michael Pfeiffer
Walter Scott, Ivanhoe. Aus dem Englischen von Christine Hoeppener

Das würde ich mir ernsthaft überlegen, wenn ich die meisten Titel nicht schon hätte.

Gruß, Harald
Aktuell: Montaigne. G. E. Lessing. Dostojewski. Herman Melville.

Offline Hubert

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Sonderausgaben
« Antwort #24 am: 17. November 2003, 22:22 »
Hallo Harald

Du hast gepostet:
sondern um eine Sonderausgabe in einfacher Austattung (was auch immer "einfache Ausstattung" heißen mag

Ronja hatte allerdings von einer edlen Ausstattung berichtet:

50 Bände in edler Ausstattung mit Goldprägung
Ein sensationell günstiges Angebot - exklusiv für Sie: Die Klassiker der deutschen Literatur werden der Mittelpunkt Ihrer Bibliothek. Alle Bände mit edlen Einbänden und Goldprägung - wahre Schmuckstücke! Von den Anfängen bis hin zu Werken aus dem 20. Jahrhundert


Davon abgesehen haben Berch und ich uns inzwischen geeinigt, dass bei € 2,-- pro Band, auch einfaches Papier und einfacher Druck akzeptabel sind.

Anders sieht es bei dem von Dir erwähnten Angebot aus:

Es gibt übrigens ein ähnliches Sonderangebot beim Aufbau Verlag: 10 europäische Klassiker in 12 Bänden für 99,- Euro:
Miguel Cervantes, Don Quixote. Aus dem Spanischen von Ludwig Tieck
Alessandro Manzoni, Die Verlobten. Aus dem Italienischen von Caesar Rymarowicz. 2 Bde
Jane Austen, Emma. Aus dem Englischen von Horst Höckendorf
Guy de Maupassant, Bel-Ami. Aud dem Französischen von Anna Wagenknecht
Denis Diderot, Die Nonne. Aus dem Französischen von Christel Gersch
Gustave Flaubert, Madame Bovary. Aus dem Französischen von Wolfgang Techtmeier
Fjodor Dostojewski, Schuld und Sühne. Aus dem Russischen von Hermann Röhl
Iwan Turgenjew, Väter und Söhne, Aus dem Russischen von Harry Burck
Nikolai Gogol, Die toten Seelen. Aus dem Russischen von Michael Pfeiffer
Walter Scott, Ivanhoe. Aus dem Englischen von Christine Hoeppener


Seit Burkhardt Kroeber Manzonis „Brautleute“ übersetzt hat, sind „Die Verlobten“ von Rymarowicz übersetzt, einfach überholt. Dasselbe gilt für „Schuld und Sühne“ von Hermann Röhl, seit Swetlana Geiers „Verbrechen und Strafe“. Und auch von Madame Bovary gibt es bessere Übersetzungen, als die von Techtmeier, z.B. von Maria Dessauer oder von Hans Reisiger. Und die Übersetzungen von Austens „Emma“ von Charlotte von Winckowstroem oder Ilse Leisi halte ich auch für besser als die von Horst Höckendorf. Schlechte oder veraltete Übersetzungen werden aber auch nicht besser, wenn man sie auf handgeschöpftes Büttenpapier drucken würde, was aber im vorliegenden Fall, (12 Bände á € 8,25) auch eher unwahrscheinlich ist.

Gruß von Hubert

Offline Berch

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Was haltet ihr von diesem Klassikerangebot?
« Antwort #25 am: 18. November 2003, 01:42 »
Wenn wir jetzt schon dabei sind, Bücherpakete zu sammeln:
Zweitausendeins bringt auch immer mal wieder Buchpakete heraus. Meist normale Ausgaben bekannter Verlage (von denen Zweitausendeins nur noch Restposten hat). Über die Qualität der Bücher (was nun Papierqualität und Druck angeht) kann ich nicht meckern (wieso auch, es sind zumeist die ganz normalen Ausgaben), aber der große Nachteil ist, daß der Inhalt dieser Pakete meist nie genau angegeben werden kann, da sie eben Restposten verbraten. Hatte teilweise schon sehr viel Glück dabei, mit einem Buchpaket (10 Bücher für 19€) konnte ich aber nun garnichts anfangen. Habe die Bücher dann teilweise an Bekannte verschenkt, teilweise unserer Stadtbücherei vermacht... :zwinker:

Offline Hubert

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2001
« Antwort #26 am: 18. November 2003, 16:54 »
Hallo Berch,

auch ich bin ein zufriedener Kunde von 2001 und habe dort schon oft gute Bücher oder CD's für wenig Geld erworben. Von den Buchpaketen habe ich aber bisher noch nie Gebrauch gemacht: ich kaufe nicht gerne "ne Katze im Sack"

Gruß von Hubert