Hallo zusammen!
Hallo Daniela!
Nun ja, es gibt diese 'Reim-ich-oder-ich-fress-dich-Dichterlinge'. Bei einem wirklich guten Lyriker merkst Du allerdings u.U. gar nicht, dass ein Reim vorkommt. Ein sehr guter, wie Lord Byron, wird den Reim dazu benutzen, neue Perspektiven in das Gedicht zu tragen.
Lyrik ist natürlich mehr als nur gereimte Sprache. Archilochos z.B. benutzte einfach eine Art gehobene Prosa, ohne Reime. Wie überhaupt im Altertum Rhythmus und Bauweise das Gedicht ausmachten, nicht der Reim.
Ich wage zu behaupten, es kostet gleichviel Zeit und Energie, ein Gedicht von der Länge einer normalen Buchseite zu lesen, wie 100 gleichgrosse Seiten eines Romans. Mit 'Gedicht', 'Lyrik' u.a. verbinde ich daher immer auch den Begriff 'Musse', 'langsames Lesen'. Etwas, das uns in der Hektik des Alltags immer mehr abhanden kommt.
Grüsse
Sandhofer