die Rezension des CH. Beck Verlages macht neugierig. Wie gefällt es dir bisher? Gibt es dort auch Kernaussagen? Ich stelle die Rezi mal on
das ist keine Rezension, das ist der Klappentext, also: Werbung

Es gefällt mir sehr gut, ist aber eine echte Herausforderung. Zumindest dann, wenn man immer nur zwischendurch zum lesen kommt. Kernaussagen (?) gibt es imho keine, der Text wird aus der Perspektive eines offensichtlich ge- oder genauer: zerstörten Bewußtseins geschrieben, das im Dreck lebt, im untersten Müll (wortwörtlich: zehn Stockwerke unter der Erde in einer Kloake), in einer Art Strafkolonie, das seinen Zustand aber bejaht und richtig findet (die Partei, die Partei hat immer recht ...), sich an seiner grotesken Situation abarbeitet etc. Sehr anspruchsvolle Prosa, eine "Handlung" gibt es nicht, nur Beschreibungen verschiedener Situationen eines absurd-repressiven Systems und was es mit den Individuen anstellt.
Aber wie gesagt: Anstrengend. Wozu das Druckbild beiträgt, es gibt keine Absätze, die einzige Einschnitte sind die Kapitel, die auch nicht zwingend aufeinander aufbauen, die zeitliche Abfolge ist mir nicht ganz klar, die räumliche auch nicht. Es gibt immer wieder Fußnoten mit Erläuterungen zum Text, bei denen nicht klar ist, von wem sie stammen. Vielleicht klärt sich das noch im Verlauf des Romans. Vielleicht auch nicht.
Weshalb ich jetzt erstmal Robert Louis Stevenson eingeschoben habe: "Der Junker von Ballantrae".