Am Samstag habe ich Kafkas Schloss angefangen. Mir macht es, im Gegensatz zum Prozess, mehr Mühe. Der Prozess ist ausgesprochen dynamisch, die surrealen Gegebenheiten enthalten einige Komik, während im Schloss, wenigstens in den ersten Kapitel vieles etwas langatmig daherkommt und sich wie eine Sammlung von Essays liest.
Es sind auch die gleichen Ansätze und Themen zu erkennen, wie sie Kafka im Prozess anspricht, nur erscheinen sie hier real nachvollziehbar. Interessant ist für mich, dass K. im Schloss eine Gefährtin zur Seite gestellt ist, die ihn unterstützt, soweit ich bis jetzt gelesen habe. Immer wieder überraschend ist für mich, wie fein Kafka Details ausarbeitet, ohne dabei weit abzuschweifen.
Es gibt eine Verfilmung mit Maximilian Schell. Ich kenne sie nicht. Hat sie jemand von euch gesehen?