Autor Thema: Süddeutsche Zeitung Bibliothek  (Gelesen 4869 mal)

Offline Berch

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« am: 29. März 2004, 13:21 »
Die Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung hat 50 bedeutende Bücher des 20. Jahrhunderts ausgewählt. Jede Woche erscheint eines dieser Bücher als Hardcover-Ausgabe für, wie ich finde, unschlagbare 4,90€.  Den ersten Band habe ich heute gekauft: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Band 2: Umberto Eco - Der Name der Rose ist bereits auch schon erschienen. Das Buch macht auch von der Verarbeitung her einen soliden Eindruck. schöner, fester Einband und auch die Seiten sind in einer angenehmen Stärke, also kein Zigarettenpapier :zwinker:
Werde also wohl in den Folgemonaten meinen Bestand ein bißchen auffüllen.
Wen es interessiert: die Gesamtübersicht der Bücher und ihren Erscheinungstermin findet man hier: http://www.sz-bibliothek.de
Gruß
Berch

Offline sandhofer

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SZ-Aktion
« Antwort #1 am: 29. März 2004, 14:30 »
Hallo zusammen!
Hallo Berch!

Eine Diskussion zu dieser Aktion hat hier:

http://www.literaturschock.de/forum/viewtopic.php?t=128

stattgefunden.

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Günni

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #2 am: 31. März 2004, 17:06 »
Hey Berch

die Bücher sind wirklich gute Qualität. Aber sind sie nicht auch Werbeträger für die Süddeutsche Zeitung und von da her fragt man sich wieso für einen Werbeträger Geld ausgben



Hey Sandhofer

habe deinen Link gelesen. Die frage welche der bücher Klassiker sind erübrigt sich. alle Bücher sind aus dem 20. Jahrhundert. Also zeitgenössische Bücher und keine Klassiker. Aber Böll wird sicher eher ein Klassiker als die anderen

Liebe Grüße vom lieben Günni an den lieben Sandhofer und die liebe Berch

Larss

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Hi Günni!
« Antwort #3 am: 3. April 2004, 09:52 »
Na. Ob das nun ein Werbeträger is, oder ein Anzeigenschlepper is doch erst ma völlig Brille. Hauptsache es kost bloß 4.90 und hat ne gute Qualität. Wenn Du nen Verlag hättest würdest Du doch auch keine so schönen werbegeschenke in so ner riesigen Auflage rausbringen, wo Du ja nich mal so viel Werbung draufpacken kannst. Ich schätze mal, die 4.90 is ungefähr der unkostenpreis, den die Süddeutsche hat. Aber damit machen die auf nette Art auf sich aufmerksam und kostet nüscht. Jar nüscht. Und wir, die holde Leserschaft, bekommt super Bücher für einen Superextraschnäppchenpreis. Zumindest gehe ich bei meiner Argumentation davon aus, dass man die Zeitung nicht abbonieren muss und dass die ausgegebenen Bücher weiter solche echten Knüller bleiben, wobei ich den Name der Rose ja gar nicht gelesen hab. Soll aber grandios sein. Hab ich mal gehorcht.

Gruß Larss der außer dem lieben Günni auch den lieben Sandhofer und die liebe Berch grüßt

Offline Berch

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #4 am: 15. April 2004, 11:20 »
Also den Aspekt mit dem Werbemittel kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Natürlich macht die Süddeutsche damit auf sich aufmerksam, aber ich denke, daß ist ja auch ihr gutes Recht, wenn sie gebundene Bücher für einen Preis ausgibt, für den man nichtmal annähernd die Taschenbuchausgabe bekommen würde.

Offline Jana

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Der große Gatsby
« Antwort #5 am: 15. April 2004, 18:38 »
Hallo ihr Lieben,

hat jemand schon "Der große Gatsby" gelesen? Was haltet ihr von dem Buch?
Ich hatte erst große Schwierigkeiten, das Buch zu verstehen. So genau verstehe ich das Ende nun auch nicht. Bringt Gatsby sowohl sich, als auch einen anderen Mann um? Es wird nur gesagt, dass ein Schuss fiel. Und wie sieht das mit dem Autopunfall aus? Ich lese mir das Ende noch mal durch.
Womit ich am meisten Schwierigkeiten hatte, war, was will das Buch von mir? Warum soll ich mich mit dem Leben der Sportler und Berühmtheiten auseinander setzen? Die Sportler haben irgendwie überhaupt gar keine moralische Wertvorstellungen, so kommt es mir vor. Der Golfspieler betrügt seine Ehefrau mit einer Geliebten. Seine Ehefrau weiß es und akzeptiert es. Der Ich-Erzähler (Nick) fragt sich, warum sie sich nicht von ihrem Ehemann trennt. Die Ehefrau hat auch kein richtiges Verhältnis zu ihrer 3-jährigen Tochter. Die "Freunde" Gatsbys sehen auch gar nicht ein, zu Gatsbys Beerdigung zu gehen. Gatsby selbst verhält sich unmoralisch (Alkoholschmuggler), um zu Geld zu kommen. Zuerst fragte ich mich: Warum soll ich das Buch lesen? Mit Berühmtheiten habe ich nix zu tun. Aber unterhaltend ist das Buch schon. Reicht das aber aus? Nächste Frage: Über welche Figur kann ich mich identifizieren? Über welche Figur bekomme ich einen Zugang zur Erzählung? Da dachte ich an den Ich-Erzähler (Nick). Er ist der "Normalo"-Bürger, der auch bestimmte Wertvorstellungen mitbringt. (Die Ehefrau akzeptiert die Untreue des Ehemannes, Nick regt sich darüber auf, dass zu Gatsbys Beerdigung keiner kommt usw.) Ich habe dann an Lessings bürgerliches Trauerspiel gedacht. Die Bürger vertreten moralische Wertvorstellungen und der Adel integriert, missachtet jegliche Moral. Ähnliches kann man auch in dem Roman ausmachen. Nick als Vertreter des Bürgers besitzt Moral, die Reichen setzen sich aus Eigennutz darüber weg. Die Reichen sind egoistisch.
Was denkt ihr?

Liebe Grüße Jana
Wer nicht lachen kann, ist nicht ernst zu nehmen. (Thomas Bernhard: Der Untergeher)

Offline Aisha

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #6 am: 15. April 2004, 21:17 »
Hallo Jana

Ich habe The Great gatsby mal im Englisch gelesen, aber leider vergessen, um was es ging... :redface:

Zu den Büchern der Süddeutschen: Ich habe die Aktion gesehen und mich riesig gefreut, bis ich gesehen habe, dass es kein eiziges Buch drunter hat, welches ich kaufen möchte...:( Wär ja zu schön gewesen... :grmpf:

 :winken:
Gruss
Aisha

Offline Aisha

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #7 am: 15. April 2004, 21:27 »
Hallo zusammen
Nun bin ich doch enttäuscht. Ich hätte sogar vier Bücher gefunden, aber die liefern nciht in die Schweiz... :grmpf:  :sauer:

Offline Berch

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #8 am: 16. April 2004, 02:26 »
Naja, das sollte ja nicht diiiieeee Schwierigkeit sein. Wenn Du die gerne haben willst, dann guck ich mal nach, was das an Porto in die Schweiz kostet. Wenn mich nicht alles täuscht gibts da ins Ausland die Option Sendung zu ermäßigtem Entgeld oder so ähnlich. Müßte dann irgendwas um die 1,50€ sein. Ich denke also da ließe sich wohl auch eine 'boardinterne' Lösung finden...

Offline Aisha

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #9 am: 16. April 2004, 09:58 »
Hallo Berch
Das wäre natürlich super, wenn das klappen würde!! Die vier, die ich gefunden hätte, würden mir schon gefallen und bei demPreis muss man doch einfach zu schlagen...;)

Grüsse aus der Schweiz
Aisha

Offline Berch

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #10 am: 16. April 2004, 13:30 »
Ich habe jetzt mal nachgeguckt.
Zwischen 250 und 500g kostet eine Buchsendung in die Schweiz 2,60€. Da dürften eigentlich die meisten Bücher noch drinliegen in dem Rahmen. Man könnte auch mehrere Bücher bis ingesamt 2kg als Maxibrief für 4€ versenden.
Ich meine aber, es gibt auch noch eine dritte Variante. Werde mal am Montag auf der Arbeit nachgucken, wir verschicken ja auch öfter mal Bücher ins Ausland.
Wenn das für Dich interessant wäre, kannst Du Dich ja mal per Mail melden: berg@flavorz.de
Gruß
Berch

Offline Steffi

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #11 am: 24. April 2004, 16:26 »
Hallo ihr aus der Pampa !!

Die SZ-Bibliothek kann man auch über amazon bestellen, Einzelpreis 4,90 Euro ! Ich hoffe, amazon liefert in die Schweiz ??


Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Hr.Enderlin

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Süddeutsche Zeitung Bibliothek
« Antwort #12 am: 4. Mai 2004, 22:53 »
hi all

das einzige was mich an der ausgabe stört ist die tatsache dass die einzelnen bücher nummeriert sind

das finde ich ein wenig unseriös - es soll scheinbar zum kauf der serie animieren - doch braucht doch jeder nur einzelne

wer keines hat wird sie ohnehin alle nicht nehmen

bei keinem verlag, welcher eine ähnliche serie auflegte kann ich mich an eine derartige nummerierung erinnern

lg enderlin :smile:

PS.:das hält mich natürlich nicht davon ab einige der kommenden romane zu kaufen - es stört mich eben ein wenig
mein lieblingsbuch deutscher sprache: mein name sei gantenbein
mein nicht deutsches lieblingsbuch: der englische patient

Offline Sigit Susanto

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Stadt aus Glass
« Antwort #13 am: 17. Juni 2004, 21:45 »
Stadt aus Glass – Paul Auster

Ich habe das Buch im Flugzeug von Moskau nach Zürich fertig gelesen.

Stil:
Meine erste Eindruck, Auster ist ein guter Prosaist. Er erzählt mit eine Interessante Art. Seine Wortstellung ist klar und Dynamisch. Ich fand, kaum eine Langweilige Szene. Die Geschichte ist lebendig. Sein Rhythmus ist nicht so schnell und nicht so langsam. Ich bin immer Neugierig, damit ich so schnell wie möglich das Buch fertig lese. Von Anfang bis Ende fand ich, er hat ein gute Talent. Kreative Erfindung, z.B: ein Wort God wurde als Dog rückwärts gelesen. Seite 139, Auster hat ein Versuch „Show of Force“, z.B:
Nach link, nach recht, nach link, nach recht, nach Osten, nach Süden ect. James Joyce bei „Ulysses“ von Seite:690 bis 732, fast 42 Seite, Joyce schrieb ohne Komma, Punkt, ect.

Inhalt:
Schon erste Seite, dachte ich sofort eine Parallel wie Steppenwolf bei Hesse. Harry Haller spielte als Quinn. Oder manchmal dachte ich an Gregor Samsa. Aber man kann sagen, Austers Phantasie ist sehr übertrieben. Quinn-William Wilson-Max Work-Paul Auster. Was ich komisch fand und sehr grosse Zufall war der Charakter  zwischen Detektiv Auster, Autor Quinn in eine Seite und Peter Stillman oder Mr Traurig in andere Seite. Diese beide Seite sind Zweifelhaft. Die Personen wollte er eliminieren, vielleicht ein Versuch an Existentialismus. Aber glaube ich doch noch weit entfernt. Andere Zufällige Szene, als Quinn eine junge Frau traf, die Max Work Buch las. Also Auster hat hier romantisiert, dass jede Person das Buch einfach finden kann.

Geschichte:
Eine Kinder Sperrung ist eine hektische Thema, amoralisch und Brutal. Auster hat vielen Beispiele seit das Römischen Reich gezeigt. Selbstmörder ist das einfache Ausgang des Geschichte. Es klingt Hollywood, wie immer Happy End.

Gesamt Eindruckt, trotz eine verwirrte Geschichte ist, Meiner Meinung nach diese Roman ist eine Spannende Roman.  

Gruss

ss
Saya suka sastra.

Michael

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Stadt aus Glas von Paul Auster
« Antwort #14 am: 19. Juni 2004, 07:16 »
Hallo Sigit Susanto.

Zufall, ich habe "Stadt aus Glas" auch gerade gelesen. Mein erster Auster. Das Buch hat mir sehr gefallen, besonders, wie Auster die Geschichte konstruiert hat. Er ist ein Meister der Verschachtelung, obwohl ich mir habe sagen lassen, dass es wohl seine übliche Masche sei, so zu schreiben. Sei´s drum, hier ist es ihm wirklich gut gelungen, wie ich finde.

Besonders haben mich als Edgar Allan Poe-"Fan" die Bezüge auf Poes Werk fasziniert. Es könnte spannend sein gerade die Erzählungen "William Wilson" und "The Man of the Crowd" ("Der Massenmensch") zu lesen. Ich fand es faszinierend, wie Auster diese Vorlagen in seine Geschichte einwebt.

Danach habe ich gleich das neue Buch von Auster gelesen. "Nacht des Orakels" hat mich allerdings ein wenig enttäuscht. Na ja, es kann einem nicht alles gefallen...

Gruß
Michael