Autor Thema: Hermann Hesse - Siddharta  (Gelesen 5115 mal)

Offline Aisha

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Hermann Hesse - Siddharta
« am: 2. Mai 2004, 19:40 »
Hallo zusammen
Ich hoffe, das hatten wir nicht schon mal... :redface: Ich habe gerade Hesses Siddharta fertig gelesen, es ware mein erster Hesse überhaupt, und ich war einfach begeistert. Das Buch birgt soviel Lebensweisheit, gibt einem soviel zum Nachdenken, unglaublich. Die Art, wie es geschrieben war, mochte ich nicht so, da ich einen nüchterneren Schreibstiel vorziehe, doch das gehörte wohl zur Gattung, die es darstellen sollte. Der Inhalt war aber einfach überwältigend!

Offline Wendy

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #1 am: 2. Mai 2004, 20:15 »
Hallo Aisha!

Mir hat Siddharta auch sehr gut gefallen, aber in meinem Fall war es gerade die Sprache und Art, wie es geschrieben ist, die es mir angetan hat. Da gibt es auf jeder Seite 100 Wörter, in denen man einfach versinken kann.
Mir kam es beim Lesen auch so vor, als sei ich in die Geschichte "eingemummt" wie in eine warme Decke und die Seiten sind nur so geflogen. Jedenfalls ein sehr empfehlenswertes Buch.

 :blume: Wendy
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Offline Berch

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #2 am: 2. Mai 2004, 20:50 »
Hallo zusammen,
mir hat das Buch auch sehr gefallen und auch für mich war diese 'blumige' Sprache ein echtes Erlebnis. In dieser Hinsicht kann ich auch Hesses 'Klingsors letzter Sommer' sehr empfehlen!
Gruß
Berch

Offline Aisha

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #3 am: 2. Mai 2004, 21:33 »
Ich dachte, ich mach mich mal an "Unterm Rad" als nächstes, wenn ich mal wieder dazu komm, was "freiwillig" zu lesen. :grmpf:

Bei der Sprache muss ich sagen, ich fand sie von Seite zu Seite weniger befremdend, man muss dabei aber auch sehen, dass ich mich seit MOnaten nur mit Thomas Mann beschäftigt habe und da wirkt der Wechsel schon wie ein Kulturschock.  :zwinker:

Offline Berch

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #4 am: 3. Mai 2004, 09:11 »
Ja, glaub ich gerne, daß das dann befremdend wirkt. Mit Thomas Mann konnte ich mich wiederum nie so richtig anfreunden. Der 'Tod in Venedig' lief vollkommen an mir vorbei (sowohl sprachlich, wie inhaltlich) und auch 'Tonio Kröger' war nicht viel mehr als naja....
'Unterm Rad' kann ich eigentlich auch nur empfehlen.

Offline Friedrich-Arthur

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #5 am: 10. Mai 2004, 18:53 »
Von der Art her ähnlich ist "Demian", ein wirklich bewegendes Buch und es ist sehr zu empfehlen. Dieses Buch handelt auch von Suche und Selbstverwirklichung. "Klingsors letzter Sommer" - eines meiner Lieblingsbücher - ist ein Buch, dass Liebhaber(innen) der Malerei sehr zu empfehlen ist, aber auch sonst sehr nachhaltig zum Nachdenken über das Altern anregt. FA
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

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Offline Aisha

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #6 am: 10. Mai 2004, 19:16 »
Danke dir, Friedrich-Arthur, dann werd ich mit denen weiter machen!
Gruss
Aisha

Offline Friedrich-Arthur

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #7 am: 27. Mai 2004, 21:54 »
Wirklich ein besonderes Buch dieser "Demian". Auch die rororo bildmonographie "Hermann Hesse" von Bernhard Zeller (rm 50085) kann ich allen Menschen empfehlen, die den großen Schriftsteller Hermann Hesse entdecken möchten und neugierig auf ihn geworden sind. Auf viele Bücher Hesses wird in Kurzform, aber sehr treffend eingegangen. Ein Bändchen, dass sehr viel über Hesse aussagt, besonders auch über ihn als Menschen und Menschenfreund... Aber urteilt selbst... Grüße, FA
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Offline Aisha

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #8 am: 3. Juni 2004, 21:04 »
Ich lese gerade Peter CDamenzind und kann es nur empfehlen. Ein junger Mann auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und gleichzeitig auf der Flucht davor, sehr eindrücklich...

Offline quadratur

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #9 am: 16. Juni 2004, 22:21 »
Muss sagen, dass ich Peter Camenzind noch nicht gelesen habe...
Ich bin auch durch Siddhartha auf Hesse gestossen. Dieses Buch hat mich sehr tief berührt und die Sprache war meiner Meinung nach sehr passend, um Siddharthas Geschichte zu erzählen. Danach habe ich einiges von Hesse verschlungen, zB auch den Demian.

Was ich noch sehr speziell von Hesse fand, war "Die Morgenlandfahrt". Ist eine kurze Erzählung, aber wunderschön.

Von Siddhartha besitz ich übrigens die Hörbuchausgabe vom Hörverlag. Ist echt wunderschön, um in der Geschichte versinken! :smile:

Offline Friedrich-Arthur

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #10 am: 23. Juli 2004, 22:14 »
Die Morgenlandfahrt ist ein sehr eigenartiges Buch und wurde von Hesse selbst als eines seiner schönsten und ihm wichtigsten Bücher bezeichnet. Es ist auch ein Entwurf, der später gedanklich im Glasperlenspiel weiterentwickelt wurde. Anders zwar als sein Alterswerk, viele Ansätze zum Glasperlenspiel lassen sich aber bereits dort finden. Es ist auch eine Hommage an viele Geister und Orte, die Hesse verehrte. Es ist ein unbedingt zu empfehlendes Buch. Ich dagegen werde mir demnächst den Camenzind anschaffen...
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Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline macky

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #11 am: 4. November 2004, 22:50 »
Ich fand Siddharta ebenfalls fabelhaft. Nicht nur durch die Sprache (Ich LIEBE Hesses Stil), sondern auch durch den Inhalt ist es eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ich interessiere mich auch sehr für Buddhismus und bin ein selbsternannter "Sonntagsbuddhist", weshalb ich auch eigentlich auf das Buch gekommen bin. Ansonsten kenne ich nur Narziss und Goldmund und natürlich den Steppenwolf. Empfielt es sich, Das Glasperlenspiel zu lesen?

Offline Hubert

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Sonntagsbuddhist?
« Antwort #12 am: 8. November 2004, 00:16 »
Zitat von: macky
Ich fand Siddharta ebenfalls fabelhaft. Nicht nur durch die Sprache (Ich LIEBE Hesses Stil), sondern auch durch den Inhalt ist es eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ich interessiere mich auch sehr für Buddhismus und bin ein selbsternannter "Sonntagsbuddhist", weshalb ich auch eigentlich auf das Buch gekommen bin. Ansonsten kenne ich nur Narziss und Goldmund und natürlich den Steppenwolf. Empfielt es sich, Das Glasperlenspiel zu lesen?


Hallo Macky,

was ist den ein Sonntagsbuddhist?

Hesses Siddharta gehört auch zu meinen Lieblingsbüchern. Meiner bescheidenen Meinung nach hat es aber mit Buddhismus eigentlich nichts zu tun.

Wie hat Dir den "Narziss und Goldmund" und der "Steppenwolf" gefallen?

Gruß von Hubert

Offline Melan

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Hermann Hesse - Siddharta
« Antwort #13 am: 8. November 2004, 17:35 »
Hallo

Zitat
Ich interessiere mich auch sehr für Buddhismus und bin ein selbsternannter "Sonntagsbuddhist"


Das find ich ebenfalls einen sehr interessanten Begriff.  :zwinker:  Würde mich auch interessieren, was denn das ist.

Zitat
Ansonsten kenne ich nur Narziss und Goldmund und natürlich den Steppenwolf. Empfielt es sich, Das Glasperlenspiel zu lesen?


Meiner bescheidenen Meinung nach kennt man mit Narziss und Goldmund, Steppenwolf und Siddharta die besten Werke von Hesse. Ebenfalls gut gefallen haben mir Peter Camenzind und Die Morgenlandfahrt. Demian steht noch aus. Ich frage auch grad selber noch weiter: Wie lesen sich Klingors letzter Sommer oder Gertrud?
Das Glasperlenspiel wird ja oft als sein bestes Werk bezeichnet. Ich stimme dem insofern zu als dass es mir sehr gut komponiert scheint, die faszinierende Idee des Ordens und des Glasperlenspiel enthält. Andernseits gefiel mir die distanzierte Erzählsweise weniger (was natürlich eine Konsequenz der Komposition als "Historischer Lebenslauf" ist) und die Handlung war teilweise sehr schleppend. Abgerundet wird das ganze von einer kleinen Gedichtsammlung und von den drei verschiedenen Lebensläufen. Schlussendlich lohnt es sich sicherlich auch wenn es meiner Meinung nach ein etwas "mühsameres" Hesse Leseerlebnis war.

Gruss
Melan[/i]

Offline sandhofer

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Morgenlandfahrt, Klingsor, Glasperlenspiel
« Antwort #14 am: 8. November 2004, 17:57 »
Hallo zusammen!

Wenn hier einem notorischen Hesse-nicht-so-wirklich-Möger ein Wort gegönnt sei:

Zitat von: Melan
Das Glasperlenspiel wird ja oft als sein bestes Werk bezeichnet.

Es ist das einzige, das ich qualitativ wirklich als Klassiker akzeptieren könnte. Als Vorbereitung darauf, wie Friedrich-Arthur schon angedeutet hat, Die Morgenlandfahrt - that's it. Der Rest ist - imho - Jugendliteratur.

Grüsse

Sandhofer
PS. Der Mann heisst übrigens bei Hesse "Klingsor" ... Das Buch hatte zu seiner Zeit einen nicht unwichtigen Einfluss auf mein Leben. Heute kann ich es nicht mehr lesen ...
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen