Hallo Sandhofer,
Ok. Ok. Ich sollte meine Mittel- und Althochdeutsch-Kenntnisse (die aber nichts mit dem dortigen Frühneuhochdeutsch zu tun haben und auch nicht helfen) auch nicht unterschlagen... ;)
Aber dennoch, wenn man die Reclam-Ausgabe liest (die ich gerade aus den Reclam-Stapeln rausgequetscht habe) - wie kann man die als normaler interessierter Leser nicht verstehen?
Und darin sind schon ein paar gute Worterläuterungen.
Also ehrlich gesagt: wer das Deutsch nicht versteht, hat ein Problem.
Ich verstünde es, wenn man mal zurückgeht und Gottscheds sterbenden Cato heranzieht, DIESE Sprache ist dann schon reichlich unverständlich.
(Ok, für mich)
Oder wenn man so schöne Bücher wie Hartmann von Aue "Der arme Heinrich" nimmt, ok, das ist kompliziert, da erschließt sich vieles erst nach langem Forschen.
Aber wenn man was nachdichtet -dann soll mans gut machen und mit Gefühl für die eigentliche Sprache. Oder man überführts halt in eine andere Umgebung (Werther=Wibeau wäre da das gelungendste Beispiel).
Aber nicht "hach, es versteht keiner, dichten wirs mal um"
Dann kann man auch Gesetze für Laien veröffentlichen. Wenns auf den Wortlaut ja nicht ankommt.
Nix für ungut.
Holger.