also ich muß schon sagen, ihr geht ziemlich seltsam an die sache heran... irgendjemand hat gesagt, sprache müsste sich verändern, sonst hätten wir noch althochdeutsch. dito! ich hab nicht viel gelernt in meinem sprachwissenschaftskurs, aber doch eines, nämlich, daß sprache ein lebendinges ding ist, das man nicht einsperren kann, denn es befreit sich ja doch.
ich hätte auf jeden fall auch "auf die landebahn bestanden", und obs nun laut duden falsch ist oder nicht, ist mir in dem moment völlig egal, denn in meinem umkreis drückt sich jeder so aus.
und eine formulierung wie "während zwei jahren" oder auch "während zweier jahre"... ui, da bin ich ja völlig schockiert, grammatik hin oder her, das ist ein so seltsame formulierung daß ich, einfach weil schöner klingt "zwei jahre lang" draus gemacht hätte!
was ich sagen will: es ist die eine frage, ob etwas gramatikalisch laut duden richtig ist oder nicht, die andere, ob überhaupt irgendjemand so etwas sagt bzw. ob die mehrheit der muttersprachler etwas als richtig empfindet oder nicht. da kann man lang jammern, daß der genetiv stirbt und heulen, daß es heißt "größer als" und nicht "größer wie" - in ein paar generationen muß der duden umgeschrieben werden, und dann heißt es eben "größer wie du". mit sprachverfall hat das nichts zu tun, das ist sprachentwicklung!
natürlich heißt das nicht, daß man dann einfach frei schnauze alles so schrieben kann wie man es spricht, aber diese regeln ändern sich eben. sprachbeherrschung ist es, zwischen diesen umgangssprachlichen wendungen, dialekt etc. und hochsprache unterschieden zu können - im groben. die spachebene muß eben insgesamt eingehalten werden. wenn dann einmal ein "größer wie" reinrutscht... naja, momentan wärs wohl noch ein dickes "aua", in drei generationen ist es damit auch vorbei...