Autor Thema: Neue Rubrik einrichten  (Gelesen 7562 mal)

Offline JMaria

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« Antwort #30 am: 21. Mai 2004, 14:02 »
Hallo zusammen,

Hallo summer

bei Gutenberg finden sich wie folgt:

Deutschland. Ein Wintermärchen
Duineser Elegien
West-östlicher Divan

Wenn es nicht zuviel auf einmal ist, kann man ja eine Leserunde mit allen dreien Werken machen (Goethe-Heine-Rilke-Lyrik-Projekt)

LG Maria
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Offline sandhofer

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Lyrik-Projekt
« Antwort #31 am: 21. Mai 2004, 14:13 »
Hallo zusammen!

Um Himmels Willen, JMaria, schon einer der genannten Gedichtzyklen alleine ist ungefähr soviel Lesearbeit wie der ganze Simplicius  :entsetzt:  :entsetzt:  :entsetzt:

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline JMaria

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Re: Lyrik-Projekt
« Antwort #32 am: 21. Mai 2004, 14:16 »
Zitat von: sandhofer
Hallo zusammen!

Um Himmels Willen, JMaria, schon einer der genannten Gedichtzyklen alleine ist ungefähr soviel Lesearbeit wie der ganze Simplicius  :entsetzt:  :entsetzt:  :entsetzt:

Grüsse

Sandhofer


oweh oweh - das will ich euch nicht antun  :redface:
dann müßt ihr euch für eins entscheiden.

LG Maria
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Offline JMaria

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« Antwort #33 am: 24. Mai 2004, 14:02 »
Hallo ihr Lieben

ich habe jetzt alle 3 Vorschläge ins Forum gesetzt. Wir werden ja sehen, wie es sich entwickelt.  :winken:

Grüße von
Maria
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Offline sandhofer

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Lyrik
« Antwort #34 am: 14. Juni 2004, 07:08 »
Hallo JMaria!

Zitat von: JMaria
ich habe jetzt alle 3 Vorschläge ins Forum gesetzt. Wir werden ja sehen, wie es sich entwickelt.  :winken:

Na ja, zum Quotenhit hat es sich nicht entwickelt ... Eigentlich schade ...

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline JMaria

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« Antwort #35 am: 14. Juni 2004, 10:18 »
Hallo Sandhofer

ich glaube, wenn die bereits festgeplanten Leserunden begonnen haben, dann können wir das Lyrikprojekt wieder beleben. Bringt ja nichts jetzt schon zuviel Werbung zu machen. Ich würde auf das Projekt tendieren, bei dem du mitmachen würdest, denn ehrlich gesagt, bin ich absoluter Nichtkenner im lyrischen Bereich und wüßte garnicht wie man diese Leserunde interessant gestalten kann. Steffi wäre bestimmt auch dabei und wenn sich noch jemand meldet umso besser, wenn nicht, wären wir zu dritt. Eine führende 'Hand' wäre dabei schon gut. Aber wehe du liest wie eine Rakete und legst einen Blitzstart hin  :breitgrins:

Viele Grüße von
Maria
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Offline Steffi

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« Antwort #36 am: 14. Juni 2004, 14:33 »
Hallo !

Zitat
Ich würde auf das Projekt tendieren, bei dem du mitmachen würdest, denn ehrlich gesagt, bin ich absoluter Nichtkenner im lyrischen Bereich und wüßte garnicht wie man diese Leserunde interessant gestalten kann.


Genau !! Natürlich reizt es mich schon lange, mich mit Lyrik zu beschäftigen aber seit der Schule, wo meine Interpretationen immer ziemlich daneben lagen  :sauer: , habe ich nichts derartiges gelesen - außer ein paar Balladen von Schiller. Deshalb wäre ich froh über einen fundierten Meinungsaustausch, sonst fürchte ich, werde ich gar nichts verstehen.

Ich wäre bereit, bei meinem nächsten Besuch in der Bücherei ein paar Lyrik-Grundlagen zusammenzutragen, damit wir etwas theoretische Grundlagen hätten.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Berch

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« Antwort #37 am: 14. Juni 2004, 16:42 »
Hallo zusammen,

generell habe ich schon Interesse an Lyrik. Bzw. ich habe so langsam wieder Lust drauf; lange Zeit hat die Erinnerung an ein Seminar 'Lyrik der 90er Jahre' mit anschließender Hausarbeit über ein Gedicht Durs Grünbeins meine Begeisterung für Lyrik doch in engen Grenzen gehalten.
Mein Problem ist nur, ich weiß noch nicht, wie viel Zeit ich dafür haben werde. Ich bin immer noch dabei, Literatur für das Projekt 'Russische Novellen' zusammen zu tragen und das wird wohl auch ein ganz schöner Batzen werden.
Aber sofern ich es einrichten kann, bin ich ganz sicher nicht abgeneigt und z.B. Heines 'Deutschland - Ein Wintermärchen' steht ohnehin noch auf meinem Programm.
Mich würden außerdem auch noch Brechts 'Svendborger Gedichte' interessieren. Ich weiß, ich weiß, Brecht ist wohl noch kein 'echter' Klassiker, aber seine Lyrik hat mich immer sehr fasziniert.

Gruß
Berch

Offline Hubert

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Brechts Lyrik
« Antwort #38 am: 14. Juni 2004, 18:58 »
Zitat von: Berch
Mich würden außerdem auch noch Brechts 'Svendborger Gedichte' interessieren. Ich weiß, ich weiß, Brecht ist wohl noch kein 'echter' Klassiker, aber seine Lyrik hat mich immer sehr fasziniert.
Gruß
Berch


Hallo Berch,

Du hast Recht, Brecht ist noch kein Klassiker, das heißt aber nicht, dass Brecht hier nicht gelesen werden dürfte. Auch wenn wir uns Klassikerforum nennen, verschliessen wir uns ja nicht der anspruchsvollen zeitgenössischen Literatur. Sonst könnten wir uns ja auch nicht mit Joyce, Hesse, Kafka, Thomas Mann oder Kurt Tucholsky beschäftigen.

Im übrigen mag ich Brechts Lyrik auch sehr, zu mindest Teile davon, ebenso wie die Lyrik von Goethe, Heine und Rilke u.a.- . Ein anderes interessantes Lyrikprojekt könnte z.B. Rocklyrics sein, oder die Texte der deutschsprachigen  Liedermacher (aber nur wenn Dein Vater mitmacht   :breitgrins: ).

Aber da ich mich ja eh demnächst im Rahmen des Bibelprojektes u.a. mit der m.M.n. schönsten Liebeslyrik der Welt (dem Hohen Lied) beschäftige und auch mit den ältesten heute noch gesungenen Songtexten der Welt (den Psalmen), will ich mich auch nicht verzetteln.  

Gruß von Hubert

PS: Deine Bezeichnung "echte Klassiker" hat mich, wie Du sicher verstehst schon wieder aufgeregt. Es gibt keine echten und unechten Klassiker, sondern nur Klassiker oder zeitgenössische Literatur    :sauer:

Offline Papst

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« Antwort #39 am: 14. Juni 2004, 20:11 »
@Hubert,

deine Definition von Klassiker ist aber auch sehr ungenau, denn genaugenommen ist ein Klassiker ein Werk eines Autors der entsprechenden Literaturepoche, so können also Kafka, Fontane oder gar Arnim nicht als Klassiker angesehen werden.

J.-Paul
Die Zeit ist Euer! Sie wird sein, was ihr aus ihr macht! (Generalmajor von Clausewitz)

Offline Hubert

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Klassiker zum 111ten
« Antwort #40 am: 14. Juni 2004, 21:05 »
Zitat von: Papst
@Hubert,

deine Definition von Klassiker ist aber auch sehr ungenau, denn genaugenommen ist ein Klassiker ein Werk eines Autors der entsprechenden Literaturepoche, so können also Kafka, Fontane oder gar Arnim nicht als Klassiker angesehen werden.

J.-Paul


Hallo Paul,

dass ich Kafka nicht (noch nicht) als Klassiker sehe, habe ich gerade gesagt. Im übrigen habe ich keine eigene Definition des Wortes Klassiker, sondern ich benutze die aus dem Wörterbuch, die von mir verwendeteDefinition ist also so genau oder ungenau wie sie von Sprachwissenschaftlern festgelegt ist. Wenn alle Literaturexperten und Nichtexperten sich auch an die Wörterbücher halten würden, könnte man sich m.M.n. viel einfacher unterhalten.

Ganz kurz, weil ich es schon ca. 111 mal erläutert habe:
Es gibt Klassiker i.e.S., das sind die Autoren (und deren Werke) der Literaturepoche Klassik (Goethe, Schiller), und daneben gibt es Klassiker i.w.S., das sind Autoren, deren Werk ihre Zeit überdauert haben (also keine zeitgenössische Literatur mehr sind), also grob gesagt 19. Jahrhundert und früher. Gäbe es die Klassiker i.w.S. nicht, dann hätten ja die Länder, die keine Literaturepoche Klassik kennen (also alle außer Deutschland) überhaupt keine Klassiker. Klassiker wären dann, die antiken Autoren plus Goethe und Schiller. Kann also nicht sein.

Wenn wir hier im Forum, Klassiker sagen, dann meinen wir (zumindest ich), die Werke der Klassiker i.e.S. und die Werke der Klassiker i.w.S.

Näheres zu der von mir hier verwendeten Definition des Wortes Klassiker findest Du unter folgendem Thread. Der hat zwei Seiten und man muss alles durchlesen um es zu verstehen. Ich werde dort gelegentlich auch noch Ergänzungen machen, vor allem zu dem „Unsinn“: „moderne Klassiker“. Dort, in diesem Thread, bin ich auch gerne bereit über Einzelheiten zu dem Thread zu diskutieren, z.B. die Frage wo die Grenze zwischen „Zeitgenössischer Literatur“ und „Klassikern“ verläuft oder die Fragen, ob man in anderen Ländern, die die Literaturepoche „Klassik“ nicht kennen, eine bestimmte Epoche als die klassische Literaturepoche dieses Landes bezeichnen kann.    

http://www.klassikerforum.de/forum/viewtopic.php?t=780&postdays=0&postorder=asc&start=0

Offline Berch

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« Antwort #41 am: 15. Juni 2004, 00:15 »
Hallo Hubert,

erst einmal freut es mich, daß ich einen weiteren Liebhaber der Brechtschen Lyrik gefunden habe. Allzu oft wird diese nämlich bestenfalls mitleidig belächelt ("Brecht, daß ist doch dieser verkappte Sozi") und diesen Standpunkt teile ich überhaupt nicht und zwar nicht erst, seitdem mir Gedicht 'Gegen Verführung' 13 Punkte im mündl. Abitur gebracht haben :zwinker:

Rocklyrics oder Texte von Liedermachern fände ich auch sehr interessant, besonders weil ich mir schon mehrmals überlegt hat, ob und wie es möglich wäre, in der Schule in einer Lyrikreihe auch mal diese Form mit einfließen zu lassen.

Ich hoffe, Dein Ärger über die 'echten' Klassiker ist inzwischen verflogen und ich wollte hier ganz sicher keine neuerliche Grundsatzdefinition anzetteln, da mir die bisher verwandte Definition durchaus sehr plausibel und allgemein auch gut anwendbar ist. Brecht erachte ich aber als einen kritischen Fall. Das 'echt' habe ich daher bewußt in Anführungszeichen gesetzt, weil ich damit deutlich machen wollte, daß Brecht nach der hier benutzten Definition noch kein Klassiker ist, aber für meine Begriffe den Rahmen der zeitgenössischen Literatur auch schon eher hinter sich gelassen hat. Gerade bei Brecht, aber sicherlich auch bei anderen Autoren, lassen sich nämlich meiner Ansicht nach Punkte festmachen, die anzeigen, daß er eben nicht mehr so wirklich zeitgenössisch ist. So ist z.B. die Idee des Klassenkampfes, der ein zentrales Element vieler Texte Brechts ist, heute eigentlich kein so großes Thema mehr, sondern, wenn auch nicht gelöst, so ist dieses Problem zumindest in der Brechtschen Form weitesgehend zu den Akten gelegt worden.
Ich habe es in einem Praktikum bereits einmal ausprobiert und diese Problemstellung oder auch die Idee des Marximus ist den heutigen Schülern zumindest nicht mehr wirklich präsent und ich fürchte, diese Beobachtung läßt sich auch auf weite Teile der Bevölkerung ausdehnen.
In dieser Hinsicht war zumindest für die Schüler der Zugang zu Brecht ähnlich schwierig, wie zu Goethe oder Lessing, die auch mit einem gewissen Unverständnis aufgenommen wurden. Zwar war die Brechtsche Sprache ihnen näher, aber die Thematik war nicht mehr in ihrem Bewußtsein.
Auf dieser direkten Ebene trifft Brecht also wohl nicht mehr das aktuelle Empfinden und deshalb tue ich mich schwer, viele seiner Texte noch als zeitgenössisch aufzufassen.
In wieweit es trotzdem sinnvoll ist, Brecht auch und gerade in der Schule zu lesen, möchte ich hier jetzt eigentlich nicht eingehen, denn es würde wohl zu weit vom eigentlichen Thema abweichen.
Aufgrund dieser Differenzen habe ich das in Anführungsstriche gesetzte 'echt' gebraucht. Klassiker in Lauerstellung würde es vielleicht besser treffen :zwinker:
Allerdings erwächst in mir jetzt gerade die Frage, ob es für die Zukunft vielleicht sinnvoll sein könnte eine weitere Kategorie zwischen Klassiker und zeitgenössischer Literatur einzusetzen. Denn an meinen Ausführungen, sofern ich darin keinen groben Denkfehler begangen habe, meine ich zu erkennen, daß Brecht sicherlich noch kein Klassiker ist, aber eben auch nicht mehr wirklich zeitgenössisch, sprich kein echter Genosse der aktuellen Zeit, nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist entsprechend ist. Stellt sich die Frage: Wenn er vielleicht beides nicht mehr oder noch nicht ist, was ist er dann...

Gruß
Berch

P.S.: Ich werde mich bemühen meine Vater für eine mögliche Liedermacherinterpretaion ins Boot zu holen. Er hat zumindest eine, wenn auch nicht immer beabsichtigte, humorvolle Komponente... :zwinker:

Offline sandhofer

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Lyrik-Leserunden
« Antwort #42 am: 15. Juni 2004, 15:04 »
Hallo zusammen!
Hallo JMaria!

'Abwarten und Tee trinken' ist eine gute Devise. Für mich persönlich spielt es ja auch keine Rolle, ob ein Lyrikprojekt noch dieses Jahr zustande kommt. 'Dieses Jahr' weil: bis die anstehenden und spontan dazwischen geschobenen Leseprojekte durch sind, wird es imho Herbst, dann wollte ich - sofern noch Interesse besteht - bei einer zweiten Runde zur Divina Commedia mitmachen.

Im übrigen überschätzt Du meine Fähigkeiten im Umgang mit Lyrik ...

Grüsse

Sandhofer
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