Darf ich die Bloomsday-Radiosendungen für diese Woche ergänzen??
Deutschlandfunk - Samstag 12.06. von 20.05 - 22.00 in Hörspiel / Studio LCB
Nacht über Dublin - Ein irisches Pandämonium nach dem »Ulysses« von James Joyce von Hans Magnus Enzensberger
Aus dem Englischen übersetzt von Georg Goyert - Komposition: Johannes Aschenbrenner - Funkbearbeitung: Hans Magnus Enzensberger - Regie: Ludwig Cremer - HR 1960/78'06
Mitwirkende: Robert Graf, Hans Mahnke, Rolf Becker, Lola Müthel u.a.
Durch 14 Stationen führt das »Irische Pandämonium«. In der Odyssee des Leopold Bloom scheinen die ewigen Motive auf: Vater und Sohn, Geburt und Tod, Treue und Verrat, Genie und Niedrigkeit, Lust und Zeugung, Größe und Untergang, Traum und Wirklichkeit. James Joyce (1882-1941) wurde mit seinem Roman »Ulysses« (1922) zum Klassiker der Moderne.
anschließend:
Penelope von James Joyce - Ausschnitt aus der englischen Originalfassung mit Peg Monahan
Regie: William Styles - RTE Dublin 1982/ca. 35'
Wahrscheinlich die interessanteste Sendung
DeutschlandRadio Berlin Freitag 11.06. von 23.05 - 02.00 in Lange Nacht
Wiederholung Deutschlandfunk - Samstag 05.06. von 23.05 - 02.00 in Lange Nacht
Weltalltag der Epoche - Eine Lange Nacht zum Ulysses von James Joyce von Klaus Schöning und Klaus Reichert
Es hatte große Schwierigkeiten gegeben, den Roman des irischen Dichters zu veröffentlichen, der zum Jahrhundert-Werk der Weltliteratur wurde. Der »Ulysses« von James Joyce erschien am 2. Februar 1922 zu seinem 40. Geburtstag in einem eigens für dieses Buch gegründeten Privatverlag in Paris. Als »Welt- Alltag der Epoche« begrüßte emphatisch der Dichter Hermann Broch das Werk. Offene, literarische Vorlage für das vielfältig verflochtene Geschehen bildet die »Odyssee« des Homer. In 18 Kapiteln schildert James Joyce nahezu minutiös und in alltäglichen Verrichtungen und Begebenheiten den Verlauf eines einzigen Tages im Leben des Annoncen-Maklers und zeitgenössischen Jedermanns Leopold Bloom bei seinem labyrinthischen Gang durch Dublin am 16. Juni 1904. Der Tag, an dem James Joyce mit seiner Lebensgefährtin Nora Barnacle, die erste Verabredung getroffen hatte. Ein Tag, der als »Bloomsday« in die Geschichte eingegangen ist und in diesem Jahr von unzähligen Joyce-Fans in aller Welt aus besonderem Anlass gefeiert wird. Klaus Schöning und Klaus Reichert, Joyce-Übersetzer, Interpret und Herausgeber der deutschen Gesamtausgabe, führen durch diese »Lange Nacht«, die eine Annäherung an das poetische Universum von Joyce ist, nomadisch navigierend, Neugierde weckend, begleitet von originalen Tonaufnahmen, Ausschnitten aus dem »Ulysses« und irischen Musiken. Eine Odyssee mit offenem Ausgang.
NORDWESTRADIO – ab MI jeweils 18.30 - 19.00 (Mo-Fr)
und
NDR Kultur – ab DO jeweils 22.05 - 22.35 (Mo- Fr)
Penelope - Der Monolog der Molly Bloom - Edith Clever liest das Schlusskapitel aus dem "Ulysses" von James Joyce - zur 100. Wiederkehr des "Bloomsday" in 7 Folgen
Mit Briefen zum "Ulysses" sowie einem Essay von Hanjo Kesting: "Ulysses oder Der Welt-Alltag der Epoche"
James Joyces Roman „Ulysses" spielt in der irischen Hauptstadt Dublin, an einem einzigen Tag, dem 16. Juni 1904 (an diesem Tag hatte Joyce das erste Rendezvous mit seiner späteren Frau Nora Barnacle). Die drei Hauptfiguren sind der jüdische Anzeigenagent Leopold Bloom, seine Frau Molly und der angehende Schriftsteller Stephen Dedalus, hinter denen man die homerischen Vorbilder aus der „Odyssee" erkennt: Odysseus, Penelope und Telemachos.
Nach langer Tagesirrfahrt durch Dublin kehrt Bloom spät in der Nacht nach Hause zurück und legt sich neben Molly schlafen. Hier setzt deren großer Monolog ein, von Joyce niedergeschrieben als fünfzig Seiten langer, interpunktionsloser Strom ihres Bewusstseins. „Ich bin das Fleisch, das stets bejaht" – so hat Joyce seine Heldin charakterisiert, deren Monolog mit einem großen JA beginnt und endet.
Ediths Clevers Aufnahme des Molly-Monologs entstand 1985 beim damaligen SFB und ist nun zur 100. Wiederkehr des „Bloomsday" noch einmal zu hören. Die Lesung wird ergänzt durch Briefe zum „Ulysses" von Joyce sowie einen Essay von Hanjo Kesting über den Roman, der nach einem Wort von Hermann Broch den „Welt-Alltag der Epoche" beschreibt
RBB kulturradio - Samstag 12.06. von 19.05 - 19.30 in Kulturtermin
100 Jahre Bloomsday - Ein literarischer Streifzug auf den Spuren des modernen Odysseus von Carsten Beyer
Am 16. Juni diesen Jahres jährt sich zum einhundertsten Mal der Bloomsday, jener Tag im Leben der Romangestalt Leopold Bloom, den der irische Autor James Joyce im "Ulysses" auf 1.100 Seiten so akribisch genau beschrieben hat, wie vermutlich davor oder danach nie wieder ein einziger Tag literarisch gewürdigt wurde. Der Bloomsday wird seit vielen Jahren von Joyce-Fans auf der ganzen Welt begangen. Zentrum der Aktivitäten ist natürlich Dublin, die Heimatstadt des Romanhelden, die Stadt, in der Joyce geboren wurde und mit der ihn Zeit seines Lebens eine innige Hassliebe verbunden hat. Für unseren Kulturtermin hat sich Carsten Beyer in der irischen Hauptstadt auf Spurensuche begeben.
SWR 2 - Sonntag 13.06. von 09.03 - 12.00
SWR2 Matinee - Sonntagsfeuilleton mit Musik, Kulturbeiträgen, Literatur und Gesprächen mit Manuela Reichart
100 Jahre Odyssee durch Dublin: James Joyce' Roman »Ulysses«
dazwischen:
10.00 SWR2 Nachrichten, Wetter
11.00 SWR2 Nachrichten, Wetter
Wird nächste Woche bestimmt noch mehr werden. Nur soweit habe die Programme noch nicht detailliert durchforstet.
LG Dyke