Autor Thema: Fontane und seine Bücher  (Gelesen 1844 mal)

Offline JMaria

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Fontane und seine Bücher
« am: 12. Mai 2002, 22:07 »
Hallo Davor

ich habe den Teil mit Fontane aus deinem Posting (Schülerpflichtlektüre) mal rausgenommen und poste es hier rein :-)

Zitat
"Effi Briest" von Fontane - Das einzige Buch, dass ich schon während des ersten lesens verflucht habe. Ich bin immer noch der Überzeugung noch nie ein so langweiliges Buch gelesen zu haben. Gut, es ist eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau am Ende des letzten Jahrhunderts, aber abgesehen davon, dass auch das für mich nicht gerade von Intresse ist, ist die ganze Handlung auch noch vollkommen vorhersehbar und ohne jede Art von Spannung.
So habe ich es jedenfalls empfunden. Da ich schon mitbekommen habe, dass es hier in diesem Foum auch Fontane-Fans zu geben scheint, können die ja gerne mal ihre Meinung posten.


Ich habe zum größten Teil Fontanes Reiseberichte gelesen, Effi Briest ebenfalls in der Schule und das ist schon ein ganzes Stück lang her, Mathilde Möhring, also noch nicht sehr viel.

Aber ich denke, daß Fontane mehr Beobachter war und es auch so niederschrieb in seinen Geschichten, das mag vielleicht etwas langweilig wirken. Aber wie gesagt, sehr viel habe ich auch noch nicht gelesen, aber das möchte ich auch noch ändern ;-)

Mich spricht die ruhige, humorvolle Art Fontanes, ohne einen erhobenen Zeigefinger sehr an.  In seinen Briefen und Reiseberichten kann man aber auch einen dickköpfigen und ernsten Fontane erleben.

Gruß Maria
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Anonymous

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Re: Fontane und seine Bücher
« Antwort #1 am: 6. Juni 2002, 17:08 »
Hallo Davor und Maria, ich habe von Fontane bisher nur Effi Briest gelesen und ich fand es schon ein sehr bemerkenswertes Buch, wenn man bedenkt, zu welcher Zeit es gespielt hat. Damals war ein Geliebter einer verheirateten Frau ja wirklich noch ein absolutes Tabu-Thema.
Liebe Grüsse, Nele

Offline Davor

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Fontane und seine Bücher
« Antwort #2 am: 7. Juni 2002, 13:29 »
Hye Nele,

Zitat
...ich fand es schon ein sehr bemerkenswertes Buch, wenn man bedenkt, zu welcher Zeit es gespielt hat. Damals war ein Geliebter einer verheirateten Frau ja wirklich noch ein absolutes Tabu-Thema.


Das ist richtig. Aus diesem Grund kann ich es auch verstehen, dass der Roman zu einem früheren Zeitpunkt Aufmerksamkeit  vielleicht sogar Kontroversen provoziert hat.
Das Problem (für mich) war nur, dass das dieses Thema heutzutage nicht mehr wirklich aktuell ist. Ehebruch ist nun einmal, so schlimme es auch ist, mittlerweile durchaus nichts vollkommen Ungewöhnliches mehr.

@Maria:
Zitat
Mich spricht die ruhige, humorvolle Art Fontanes, ohne einen erhobenen Zeigefinger sehr an. In seinen Briefen und Reiseberichten kann man aber auch einen dickköpfigen und ernsten Fontane erleben


So gehen die Ansichten auseinander  :)  Das lustige ist nur, dass ich von einem (zugegebenermaßen schon etwas älteren) Bekannten gehört habe, der gerade Fontanes Reiseberichte, genauer "Die Wanderung durch die Mark-Brandenburg" (?), zu seinen absoluten Lieblingsbüchern zählt.

MfG,
Davor

STM

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Fontane und seine Bücher
« Antwort #3 am: 14. Juni 2002, 16:14 »
Ich denke nicht, daß es Fontanes primär um das Thema Ehebruch ging.
Vielmehr finden sich in dem Buch Themen, die immer aktuell sind: Das Streben nach Karriere, gesellschaftliche Anerkennung und Verachtung, der Wunsch nach Liebe und die Abhängigkeit des Individuums.

Habe mir das Buch letzte Woche durchgelesen und fand es sehr gut.