Autor Thema: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?  (Gelesen 13640 mal)

Offline Steffi

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #15 am: 11. Juni 2004, 15:32 »
Hallo leseratteh,

Zitat
Fraktur... altdeutsch... Du scheinst doch aber sofort gewußt zu haben worum es geht. Oder musstest Du nachschlagen....???


Das weiß er ohne Nachschlagen, mir hat er es auch schon zweimal erklären müssen ... aber jetzt weiß ich es, gell sandhofer ! :zwinker: Bin ja froh, konnte damit inzwischen schon angeben  :breitgrins:

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline JMaria

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Re: Fraktur ...
« Antwort #16 am: 11. Juni 2004, 15:34 »
Zitat
Wenn man auf einem PDF Bücher lesen könnte... gern. Aber ich hab einen PDA, den zieh ich dann doch vor. Und wär der Bildschirm nicht so klein, würde ich ihn auch dafür nutzen. Und da wären wir jetzt wieder an der Stelle, dass mir der Inhalt wichtig ist. Und ob HC, PB oder PDA, der Inhalt ändert sich einfach nicht.  :smile:

 


Hallo Heike
wir PDA'ler müssen zusammenhalten  :breitgrins:

Hallo Dostoevskij
ich habe schon ewig nicht mehr bei 2001 gestöbert. Danke für die Erinnerung *bg*

Liebe Grüße
Maria
Aktuell:

Offline Hubert

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Ludwig Hirsch
« Antwort #17 am: 11. Juni 2004, 16:19 »
Zitat von: elahub
:
Meine Liebe gehört allerdings Ludwig Hirsch ... der ist da doch sensibler ..



Hallo Daniela,

Du wirst mir immer sympathischer, - Nur als ich den Namen in Deinem Posting las: L u d w i g    H i r s c h - Gänsehaut: - „Komm großer schwarzer Vogel“ ist mir sofort eingefallen, hmm viel mehr aber auch nicht, warum? – aber an seine Stimme erinner ich mich genau - warum eigentlich? (flüsternder Sprechgesang, so meine Erinnerung - Rätsel?)  . Ein Halbsatz von ihm im Radio, würde ich sofort als von ihm erkennen, obwohl ich schon Jahre nichts mehr von ihm gehört habe, ein großer Schauspieler und Liedermacher. Sensibel? Zuerst hätte ich nichts gegen Deine Bezeichnung gehabt, aber als ich dann Bluebells Posting las – ? muss wohl erst noch mal über das Wort „sensibel“ nachdenken. Wo hast Du Ludwig Hirsch gehört?

Ich erinnere mich an viele Liedermacherfestivals in den späten 80ern? (im Fußballstadion oder im Radstadion oder ....) und da waren immer drei Liedermacher gesetzt. Ludwig Hirsch machte den Anfang (es sei den Tommy Bayer oder ähnliches war dabei, dann rückte der Ludwig noch eins vor), Georg Danzer spielte irgendwo in der Mitte und der krönende Abschlu8 war immer Konstantin Wecker. Dann gab es noch immer wechselnde Teilnehmer: Georges Moustaki oder Joan Baez, die dann zwischen Danzer und Wecker spielten oder Chris de Burgh, der zwischen Hirsch und Danzer, zwei drei Liedchen zum Besten gab (kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen)  Und diese Festivals haben dem Hirsch in Deutschland wahrscheinlich mehr geschadet als genützt, weil er ja im Gegensatz zu Danzer oder Wecker ohne Band auftrat, allein mit seiner Gitarre oder einem weiteren Gitarristen (Bertl?), - aber dann hab ich den Ludwig Hirsch mal auf einer Kleinkunstbühne gesehen (Unterhaus in Mainz, für alle die die nicht kennen, DIE Kleinkunstbühne) und da hab ich erst gemerkt wie grandios (um mal sensibel und einfühlsam zu vermeiden) der Ludwig Hirsch ist, obwohl ich das Konzert eher verdrängt habe, weil ich an die Frau mit der ich dort war, nicht mehr erinnert werden will, aber dafür kann ja der Hirsch nichts.. Na ja, das letzte Mal als ich Ludwig Hirsch hörte, war auf der Freilichtbühne Loreley und da war er m.M.n. wieder deplaciert, da Wecker und Danzer nicht da war, bildete Wolfgang Ambros den Abschluss und Peter Tosh (muss also schon lange her sein) spielte in der Mitte, - das muss man sich mal vorstellen, der weltberühmte, inzwischen leider ermordete, Peter Tosh, der mit Mick Jagger im Duett „Don't look back“ gesungen hat und mit Bob Marley in einer Band gespielt hat, im Vorprogramm von Ambros: die Deutschen müssen verrückt sein.

Gruß von Hubert

Offline elahub

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #18 am: 11. Juni 2004, 21:08 »
Hallo allerseits
Hallo Hubert

Du hast ja tolle Erinnerungen - bin direkt neidisch!!  Kann mir das alles aber gut vorstellen.
Auch Georg Danzer habe ich immer gemocht und Konstantin Wecker sowieso, den habe ich auch schon öfters mal sehen dürfen und können.
Auch die beiden sind mit niemand vergleichbar würde ich sagen, schon gar nicht mit Ambros und Co. (wobei die noch um vieles besser sind als viele andere  :zwinker:  ... Musik in der die deutsche/österreichische Sprache und TEXTE wieder wichtig werden und wurden ...

Aber Ludwig Hirsch ist einmalig, grandios, genau

Ich habe ihn in Kassel gesehen, weiß allerdings nicht mehr, wie das Theater hieß, nur, dass wir nach kurzer Zeit in den blauen Salon umziehen mussten, weil einfach nicht genügend Publikum da war, wir kamen uns alle verloren vor.
Nach dem Umzug waren dann alle Plätze besetzt und die Band hat ihr Bestes gegeben, jedenfalls war es gut. Die Atmosphäre war unwahrscheinlich - und genau!!! - der Kumpel hieß und heißt immer noch J.M. Bertl.

Das erste Lied, das ich vor ziemlich langer Zeit .. Himmel, was bin ich mittlerweile alt!!! von ihm gehört habe, war "Komm, großer, schwarzer Vogel" ...  Gänsehaut nur beim Gedanken daran.
Die Platte musste ich haben und jedes Lied ist so unwahrscheinlich, was das Gefühl und die Direktheit angeht, sagenhaft.

Danach habe ich jede Platte von ihm gekauft und die Begeisterung ist geblieben.
Eine habe ich noch nicht ... es gab mal eine Fernsehshow, die Reinhard Mey moderiert hat,  (sollte das die sein, von der Du sprachst?) .. das waren Lifeauftritte verschiedener Künstler, irgendwo draußen, wenn ich mich nicht irre ... Ludwig Hirsch hat auch gesungenn .. und dort wurde gesagt, dass er sich in den letzten Jahren immer mehr für die Tiere engagiert hat und es soll eine LP (damals wars ...  :zwinker: ) geben  mit Walgesängen und zu diesen Walgesängen soll er irgendwas vorlesen ...
Dieses gute Stück habe ich noch nicht gefunden, leider leider.

Ich gerate ins Schwärmen, das kommt nicht oft vor, aber es gibt Dinge, die müssen auch mal gesagt werden:)

Und ich freue mich so, mal auf jemand zu treffen, der manches ähnlich ausdrückt, wie ich es empfinde.
Wie Du sagst, ein paar Worte im Radio von ihm und ich wüsste, wer spricht ...

Liebe Grüße von Daniela

die sich jetzt  "A Verbrecher weniger auf der Welt" anhört ...

mit Gänsehaut ..

 :winken:
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Offline Berch

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #19 am: 11. Juni 2004, 23:28 »
Hallo zusammen,

ich seh es schon kommen: Irgendwann meldet sich mein Vater noch hier im Forum an  Nicht unbedingt aufgrund der Klassiker, aber wegen der Musikthreads, die hier immer mal wieder auftauchen.:zwinker: Ich bin übers Wochenende mal wieder bei meinen Eltern und lese gerade diesen Thread, als er ins Zimmer kommt. Er liest nur den Namen Ludwig Hirsch und fängt direkt das Schwärmen an. Jetzt habe ich einen etwa 30-minütigen Vortrag über Hirsch und die Auftritte, die mein Vater schon von ihm gesehen hat, sowie seine Besuche von Folk-Festivals in den späten 70ern hinter mich gebracht und er sucht jetzt seine Plattensammlung für mich durch. Ähnlich wie Ihr jetzt vermutlich auch, war er nämlich entsetzt, daß mir der Name noch nicht einmal ein Begriff war. Aber das wird sich vermutlich ändern, wenn er aus seinem 'Platten-Archiv' zurückgekehrt ist :zwinker:
Den Liedermacher, den ich bisher immer sehr schätzte und den ich bisher einmal live erleben durfte ist Franz Josef Degenhardt. Ich mag seine z.T. zynische, aber stets sehr kritische Art. Seine Lieder und Texte sind so gut, daß selbst eine Coverversion seines "Ein schönes Lied" durch eine HipHop-Band noch gut hörbar ist.

Gruß
Berch

Offline sandhofer

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Fraktur
« Antwort #20 am: 12. Juni 2004, 06:52 »
Zitat von: Steffi
Zitat
Fraktur... altdeutsch... Du scheinst doch aber sofort gewußt zu haben worum es geht. Oder musstest Du nachschlagen....???

Das weiß er ohne Nachschlagen, mir hat er es auch schon zweimal erklären müssen ... aber jetzt weiß ich es, gell sandhofer ! :zwinker: Bin ja froh, konnte damit inzwischen schon angeben


Hallo zusammen!

Ich verwende eben gern präzise Begriffe. Ich nenne schliesslich das Känguru auch nicht 'bebeuteltes Hüpftier' oder 'altaustralisches Beuteltier' ...  :breitgrins:  :breitgrins:  :breitgrins:

Es freut mich natürlich für Dich, dass Du nun mit Deinem Wissen angeben kannst. Ich gebe zu, auf Deiner Rosenwebseite auch schon was gelernt zu haben. (Die Geschichte mit dem Genfer, der verschwunden ist.)

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Bluebell

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Re: Fraktur
« Antwort #21 am: 12. Juni 2004, 09:17 »
Hallo ihr Lieben,

was meint ihr - legen wir in der Rubrik "Klassische Musik" einen Off-Topic-Thread "Austropop" an und verschieben (oder kopieren) die bisherigen Ludwig-Hirsch-Postings dorthin? Da könnten wir uns dann auch über Danzer, Ambros, Fendrich, STS usw. unterhalten - bin nämlich total begeistert, mich sozusagen einmal mit "Ausländern" über die österreichische Musikbranche (speziell diesen Zweig) austauschen zu können!  :smile:

Wäret ihr einverstanden?

Liebe Grüße,
Bluebell
"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

Offline elahub

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #22 am: 12. Juni 2004, 13:16 »
Hallo allerseits
Hallo Bluebell

Zitat
"Austropop"


Was ist das denn nun wieder?    :rollen:  :redface:

Mir ist es wirklich egal, wo ich schreibe, verschiebe,wenn Du magst  :zwinker:
(Bei Austropop würde ich allerdings, mangels Wissen, wahrscheinlich gar nicht gucken)

@Berch - ich hab ja sooooo gelacht!!!

Hab zwar schon zugegeben, dass ich schon ziemlich steinalt bin, aber hier in irgendwelche Mottenkisten verschoben zu werden, das hat schon was  :zwinker:

liebe Grüße

 :winken:

Daniela
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Offline Berch

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #23 am: 12. Juni 2004, 14:44 »
Hallo zusammen,

ich hoffe, es hat niemand in den falschen Hals bekommen, aber ich mußte meinen Vater hier einfach verewigen. Immerhin ist es jetzt schon das dritte Mal, daß er einen Thread hier als Ausgangspunkt für eine Erzählreise in seine 'wilde Jugendzeit' (die bei ihm rein rechnerisch irgendwo im Alter von etwa 35 Jahren geendet haben muß :zwinker: ) genommen hat.
Die Episode ging allerdings noch weiter: Auf die Schnelle konnte er seine LPs gestern leider nicht mehr finden und ging dementsprechend grummelnd zu Bett. Heute morgen setzte er die Suche dann fort und machte nebenbei meine Mutter damit ganz konfus, die versuchte, um mehrere verstreute Plattenstapel drumrum zu saugen. :zwinker:
Mittags kam er dann zu der Erkenntnis, daß nicht nur seine Hirsch-Platten fehlen, sondern auch seine Schobert&Black-Platten. Arik Brauer wird ebenso vermißt genau wie auch eine handsignierte Folk-LP (den Interpreten habe ich allerdings auch noch nie zuvor gehört). Aufgrund der Folk-LP meint mein Vater den 'Täterkreis' der 'Ausleiher-und-nicht-Zurückbringer' jedoch auf wenige Personen einschränken zu können und versucht sie jetzt telefonisch zu erreichen.
Bisheriges Ergebnis: Ein Bekannter hat wohl noch zwei Platten, von denen mein Vater noch garnicht wußte, daß sie ihm fehlen :zwinker:
Zwischen den Telefonaten flucht und singt er abwechselnd. Wird wohl ein interessantes Wochenende hier bei uns und obendrein ist noch Fußball-EM :zwinker:
Gruß
Berch

Offline Alamir

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #24 am: 12. Juni 2004, 18:56 »
Na, da soll er sich mal lieber of seine LPs konzentrieren - so traurig wie die deutsche Mannschaft im Moment rumkickt.  :zwinker:

Offline Steffi

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Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #25 am: 13. Juni 2004, 09:09 »
Hallo zusammen !

Zu Ludwg Hirsch: Ich bin auch eine Verehrerin und "Bis zum Himmel hoch" läuft bei uns traditionell immer am Weihnachtsabend  :breitgrins: (Könntet ihr das nich in eurer Bibelleserunde miteinbauen ??) Besonders gut finde ich aber die "Dunkelgraue Lieder" - jaja, der Herr Haslinger ...

@sandhofer:
Zitat
Ich gebe zu, auf Deiner Rosenwebseite auch schon was gelernt zu haben. (Die Geschichte mit dem Genfer, der verschwunden ist.)

sandhofer, ich hätte gar nicht gedacht, dass Du dich für Rosen (-geschichten) interessierst. Die Geschichte mit Ulrich Brunner war sehr spannend, da ich an verschiedene Schweizer Stellen geschrieben habe, bis endlich der Lausanner Archivar fündig wurde. Es war umwerfend, wie nett alle waren und jeder, der nichts wusste, gab mir eine andere Adresse.  :smile: Jetzt fühle ich mich richtig geehrt, dass Du schon auf meiner webseite warst ! Empfehlen kann ich noch die Geschichte von Mme Ernest Calvat - die hat mir der Enkel gemailt, also exklusiv und einmalig, da die bisher verbreiteten Informationen nicht ganz richtig sind!

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Hubert

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Taschenbuch + gebundene Ausgabe?
« Antwort #26 am: 15. Juni 2004, 00:14 »
Zitat von: sandhofer

Kaufen wir unsere Bücher, v.a. die Klassiker, als Taschenbuch oder als gebundene Ausgabe?

Während es mir früher ziemlich egal war bzw. ich aus 'Kostengründen' meist TB kaufte, tendiere ich heute zur gebundenen Ausgabe. Taschenbücher haben eben einfach eine kürzere Lebensdauer; und wenn man dann so die ersten Rowohlt oder Fischer weggeworfen hat, weil der Leim brüchig und die Seiten dunkelbraun geworden sind,


Hallo zusammen,
hallo Sandhofer,

ich versteh' die Frage überhaupt nicht. Wieso oder? - und müsste es m.M.n. heißen.

Beispiele:

1. Den Ulysses von Joyce habe ich in einer wunderschönen gebundenen Ausgabe. Wenn ich aber zu der 2 mal im Monat stattfindenen Joyce-Diskussionsrunden gehe, ist mir diese Ausgabe zu schade, sie immer mitzuschleppen. Also nehme ich dafür eine Taschenbuchausgabe, in die ich mich dann auch nicht scheue bei unseren Diskussionen Notizen zu machen.

2. Ich hab' ein gebundene Dostojewski-Gesamtausgabe. Wenn aber neue Übersetzungen der einzelnen Werke erscheinen, kaufe ich die meist als Taschenbuch zusätzlich.

3. Ich hab' eine sehr schöne gebundene Grass-Gesamtausgabe. Die enthält natürlich auch "Das Treffen in Telgte". Wie ich jetzt in der Diskussion mit Maria erfahren habe, gibt es eine Taschenbuchausgebe von "Das Treffen in Telgte", die nicht nur Grass' Erzählung enthält, sondern auch alle in der Erzählung erwähnten Barockgedichte im Anhang. In meiner gebundenen Ausgabe steht nur die Erzählung. Soll ich jetzt auf den tollen Anhang verzichten, oder meine gebundene Ausgabe wegwerfen?  :sauer: Ich hab' mich für gebundene Ausgabe + Taschenbuch mit Anhang entschieden  :smile:

Gruß von Hubert

PS: Ich werfe auch keine Taschenbücher weg, bloß weil die Seiten braun geworden sind, auch dann nicht, wenn ich inzwischen eine schöne neuwertige gebundene Ausgabe besitze. Viele Klassiker habe ich gebunden und als Taschenbuch. Aber meist habe ich zu den Taschenbüchern eine viel engere Beziehung, weil ich mit denen meist arbeite, und die gebundenen eher rumstehen.

Offline sandhofer

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TB vs. HC
« Antwort #27 am: 15. Juni 2004, 08:13 »
Hallo zusammen!
Hallo Hubert!

Warum "oder"? - Weil es - vielleicht - Leute gibt, die aus finanziellen und/oder Gründen des Raummangels nicht beides sich anschaffen wollen/können. :smile:

Natürlich wäre es schön, man (ich!) hätte Zeit, Geld und Platz für möglichst viele verschiedene Ausgaben, wenn möglich auch möglichst viele verschiedene Übersetzungen. Allerdings lese ich, wenn möglich, das Original; ich bin kein Übersetzer, Übersetzungsvarianten interessieren mich nicht, schon gar nicht, wenn ich sie, wie z.B. bei russischen Autoren, nicht einmal nachvollziehen könnte. Aber darüber können wir gern im Übersetzungsthread diskutieren, den ich auch irgendwo angelegt zu haben glaube.

Somit ist Dein Beispiel 2 - für mich! - irrelevant. Ich weiss nicht, ob neue Dostojewskij-Übersetzungen nicht auch zuerst gebunden erscheinen würden.

Bücher kommen mir selten bis nie aus dem Haus - von Fachliteratur einmal abgesehen. Wenn - nein: falls! - ich je an einer physischen Leserunde ausser Haus mitmachen würde, was ich einmal, vor -zig Jahren gemacht habe -: selbst dann würde ich lieber eine gebundene Ausgabe mitschleppen. Notizen mache ich so oder so immer auf separate Zettelchen, nie in ein Buch.

Zu Grass' Treffen in Telgte: Wenn die barocken Gedichte für mich wichtig wären, hätte ich sie wahrscheinlich schon lange in einer Anthologie oder in den Ausgaben der betreffenden Barock-Autoren herausgesucht und mit Zettelchen markiert. Das hätte für mich den zusätzlichen Vorteil, dass ich das Umfeld der von Grass gewählten Gedichte auch noch sehen könnte. Ich kenne Grass' Werk allerdings nicht; wie schon andernorts gesagt, lese ich kaum Werke noch lebender Autoren  :breitgrins:  :breitgrins:  :breitgrins: .  Die von Dir angesprochene Taktik der Verlage, Neuauflagen mit zusätzlichen Goodies attraktiv zu machen, so dass der Fan diese auch noch kaufen muss, wäre noch ein anderes Diskussionsthema. Erinnert mich irgendwie an die Verkaufstaktik der Film-Produktionen, wo jede neue DVD-Edition des gleichen Films neue und andere Goodies verspricht.

Grüsse

Sandhofer

PS. Braune Seiten bei einem Taschenbuch stören mich per se auch nicht unbedingt. Wenn allerdings beim Öffnen alle Seiten heraus- und (zum Teil einzeln) umherpurzeln ...
Ich kann ja nicht jedes TB in einem Keller ohne Licht, mit gleichmässiger Luftfeuchtigkeit aufbewahren ...
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline xenophanes

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #28 am: 29. Juni 2004, 22:46 »
Zitat von: sandhofer

Während es mir früher ziemlich egal war bzw. ich aus 'Kostengründen' meist TB kaufte, tendiere ich heute zur gebundenen Ausgabe. Sandhofer


Das gleiche Verhalten kann ich bei mir beobachten. Ich kaufe zwar auch noch Taschenbücher, vor allem wenn es keine vernünftige Alternative gibt. Bei Autoren, die ich sehr schätze, kaufe ich mir gebundene Werkausgaben. Ohne die Münchner Goethe-Ausgabe wäre ich z.B. völlig hilflos.

CK

Offline diogenes

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #29 am: 10. August 2007, 09:02 »
Auffällig ist aber, daß das Preisgefälle zwischen HC und TB geringer geworden ist, d.h. der Abstand zwischen ihnen geschwunden ist. TB sind gegenüber ihre größeren Brüdern einfach unverschämt teuer geworden; und somit ist die Tendenz, sich lieber gebundene Bücher zu kaufen, nachvollziehbar.

Es ist außerdem so, dass ein HC in der Qualität oft nicht besser ist als ein TB, manchmal sogar deutlich schlechter. Was nützt denn ein HC, das nur geklebt ist und ebenso leicht zerfällt und ein mindestens genauso schlechtes Papier hat wie ein TB? Ein gutes HC ist meiner Ansicht nach auch heute noch deutlich teurer als dasselbe Buch als TB.

Schöne Grüße,
diogenes
Zu lang schon waltest über dem Haupte mir
Du in der dunkeln Wolke, du Gott der Zeit!
Zu wild, zu bang ist's ringsum, und es
Trümmert und wankt ja, wohin ich blike.
(Friedrich Hölderlin, aus "Der Zeitgeist")