Autor Thema: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?  (Gelesen 14759 mal)

Offline Wolf

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #30 am: 2. November 2009, 20:41 »
Zitat von: Dostoevskij
Stoße in einem Essay von Ludwig Harig zum ersten Mal auf den Begriff "Tournisterausgabe". Das unverzügliche Googlen ergibt nicht so viel,

Könnte daran liegen, daß es "Tornister" heißt. ;-)

Zitat von: Dostoevskij
Vom Buchbinderischen her interessiert mich, welche Besonderheiten bzw. Unterschiede zu anderen gebundenen Ausgaben eine "Tournisterausgabe" aufweist

Feldpostausgaben sind meist kartoniert und ziemlich dünn (weniger als hundert Seiten). Du kannst ja mal im ZVAB oder bei Ebay nach "Feldpostausgabe" suchen, dann bekommst du etliche Angebote mit Bildern anzeigt.

Schöne Grüße,
Wolf

Offline sandhofer

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #31 am: 2. November 2009, 21:19 »
darunter waren  Firmen wie Bertelsmann, Diederichs,  Insel Reclam u.a."

Auch Karl May ...  :breitgrins:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline casi

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #32 am: 17. Januar 2010, 23:07 »

Klassiker gebunden, antiquarisch und gerne mit viel gekritzel darin. Dann weiß ich, dass schon ein anderer Mensch in dem Buch lebte. Ist dekadent, aber dann sind die gebundenen Sachen zuweilen sehr unpraktisch. Jedenfalls für Menschen, die gerne draußen oder unterwegs lesen. Von Kleist habe ich eine wunderschäne ausgabe, die im marionettentheater 100 Jahre später noch aufgeschnitten werden musste. Diese Ausgabe passt aber in keine Hosentasche und daher habe ich eine Reklam-Lose -Blatt -Sammlung auch.

Beim Faust ist es dasselbe. Um ganz ehrlich zu sein sind die gebundenen Ausgaben bei mir die am sorgfältigsten bewahrten und am seltensten gelesenen.


Casi

Offline Poppea

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #33 am: 9. August 2010, 20:44 »
In meinen jungen Lesejahren kaufte ich wie es grad kam. Preiswerte TB, wenn es das Buch schon als TB gab bzw. wenn ich knapp bei Kasse war und auch Gebundene/HC's.

In den vergangenen dreißig Jahren habe ich mehrfach die Bücher aussortiert, die ich definitiv nicht noch einmal lesen werde. Dies tue ich in regelmäßigen Abständen, spätestens aber bei Umzügen. Dazu zählen Krimis, aber auch gewisse Ratgeber, überalterte Sachbücher und ganz einfach Kitsch. Die Bücher lasse ich von einem Projekt abholen, das eine Leihbibliothek in Kreuzberg unterhält und dort auch Jugendliche zu Buchhändlern ausbildet. Jedes Kind, das den Laden betritt bekommt ein Buch seiner Wahl geschenkt :-) Schaut es Euch mal an, es ist hochinteressant und  wie ich finde sehr wichtig.

http://www.buechertisch.org/buecher-bekommen/

Irgendwann kam der Entschluss nur noch Geld für Bücher auszugeben, welche ich mehrfach lesen würde. Und damit auch eine ganz klare Entscheidung für gebundene Bücher.

Heute stehen in meinen Regalen ca 300 Bücher. Inseltaschenbücher, dtv Klassiker im Dünndruck (beide haben hervorragendes Papier und sehen auch noch sehr gut aus, wenn sie mehr als 30 Jahre alt sind), suhrkamp und neuerdings auch Fischer Klassik, wenn die gebundene Ausgabe nicht meinen Ansprüchen genügt. Denn gebunden bedeutet für mich immer noch fadengeheftet. Meist nur noch antiquarisch zu bekommen, nur wenige Verlage stellen noch fadengeheftete HC her. Deshalb bei mir hauptsächlich vertreten: Winkler, Hanser, Manesse, Büchergilde, ammann und gaaaanz viel Bücherbund. Der war nämlich hervorragend bis ein gewisser Herr Monheim ihn zum Verlagsequivalent einer Mittagstalkshow auf HartzIVFernsehen runterwirtschaftete.

Meine Bücher begleiten mich grundsätzlich überall hin. Sie werden je nach Empfindlichkeit in einen Buchschoner eingeschlagen und/oder in einer kleinen seidenen Büchertasche transportiert. Da ich die Angewohnheit habe meine Bücher unsichtbar, also ohne Spuren zu hinterlassen zu lesen, sehen sie eigentlich fast alle wie neu aus.

Mir ist die Zahl der gehorteten Bücher nicht mehr wichtig, vielmehr erfüllt es mich mit Freude von wenigen guten geschätzten Bücherfreunden umgeben zu sein und die Langweiler, Hohlköpfe, Schwachmaten, Angeber oder oberflächlichen Halodris aus meinem Leben verbannt zu haben.

Liebe Grüße
Poppea

edit: es waren doch mehr Bücher als ich dachte  :breitgrins:
« Letzte Änderung: 9. August 2010, 21:06 von Poppea »

Offline klassikfreund

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #34 am: 10. August 2010, 07:46 »
Irgendwann kam der Entschluss nur noch Geld für Bücher auszugeben, welche ich mehrfach lesen würde.

Ich könnte das nicht aushalten. Bei mir muss es zwischendurch auch mal ein Buch sein, welches recht seicht ist und man sicher nicht wieder liest. Aber selbst von den anspruchsvollen Büchern lese ich ja kaum eines wieder, da das Meer der Ungelesenen noch riesig ist. Dennoch würde ich meine Thomas Mann Gesamtausgabe nicht gleich entsorgen, auch wenn ich vieles von ihm auch nicht wieder lesen werden.

Schöne Grüße,
Thomas

Offline Poppea

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #35 am: 10. August 2010, 13:28 »

Ich könnte das nicht aushalten. Bei mir muss es zwischendurch auch mal ein Buch sein, welches recht seicht ist und man sicher nicht wieder liest. Aber selbst von den anspruchsvollen Büchern lese ich ja kaum eines wieder, da das Meer der Ungelesenen noch riesig ist. Dennoch würde ich meine Thomas Mann Gesamtausgabe nicht gleich entsorgen, auch wenn ich vieles von ihm auch nicht wieder lesen werden.

Schöne Grüße,
Thomas

Lieber Thomas,

den Schund lese ich ja trotzdem, aber ich hole mir den Krimi oder Liebesroman inzwischen aus der Bibliothek. Aber wenn ich mir die Preise für ein dämliches TB anschaue, dann reut es mich einfach dafür soviel Geld auszugeben. Ein Thriller TB kostet zwischen 10 und 15€, für dieses Geld bekomme ich ein wunderbares Buch z.B. sowas hier:

https://www.zvab.com/displayBookDetails.do?itemId=113144159&b=1

Fadengeheftet, auf elfenbeinfarbenem Werkdruckpapier gedruckt, zweifarbiger Leineneinband in einem Schutzumschlag aus durchsichtigem Plastik. Die Bände sehen aus wie neu, ich habe einige aus dieser Serie und liebe sie wie doll und verrückt.

Liebe Grüße
Poppea


Offline Anita

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #36 am: 10. August 2010, 14:48 »
Bei mir muss es zwischendurch auch mal ein Buch sein, welches recht seicht ist und man sicher nicht wieder liest.

Geht mir ebenso, meine Bettlektüre sollte nicht schwierig zu lesen sein, sondern einfach wohlig schlaffördernd.

Obwohl das vor ein paar Jahren noch eher Coelho & Co. gewesen ist, und heute mehr zu den Bronte-Geschwistern, so manche Neuerscheinung oder jetzt Balzac tendiert.

Zitat
Aber selbst von den anspruchsvollen Büchern lese ich ja kaum eines wieder, da das Meer der Ungelesenen noch riesig ist.

Diese Versuchung kenne ich auch nur zu genüge  :breitgrins:

(Wird ja auch ständig größer und undurchschaubarer im Neuerscheinungsbereich. Es wird immer mehr auf den Markt geschwemmt. Wenn ich monatlich meine Listen der Neuerscheinungen erstelle, es werden immer mehr  :rollen: Zum Glück aber nur selten wirklich Interessantes für mich.)

LG
Anita
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Offline Lost

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #37 am: 10. August 2010, 16:03 »

Zitat
Aber selbst von den anspruchsvollen Büchern lese ich ja kaum eines wieder, da das Meer der Ungelesenen noch riesig ist.

Diese Versuchung kenne ich auch nur zu genüge  :breitgrins:


Ganz unabhängig von Neuerscheinungen, je mahr ich lese, um so mehr nimmt die Menge der Literatur zu, die ich noch nicht gelesen habe aber lesen möchte. Ich habe ja wenig Interesse an Literatur, sondern mehr an Geschichten und Szenarien und mein Weg führt eher zurück zu den Geschichten vergangener Zeiten. Habe ich aber eine(n) Schriftsteller(in) neu entdeckt, dann entsteht öfteres ein neues Gebirge von Geschichten vor mir, das unüberwindlich erscheint und trozdem eine Herausforderung bleibt.

Anders als Poppea gehe ich nicht immer sorgfältig mit meinen Büchern um. Meistens wird unterstrichen oder angemerkt, manchmal gibt es auch Flecken. Entdecke ich aber eine schöne gebundene Ausgabe so kommt es schon vor, dass ich eine Taschenbuchausgabe ersetze, so zum Beispiel bei Proust, oder hoffentlich bald bei Pepys. Ich bin sicher, den Weg zum Ebook werde ich (falls mir überhaupt die Zeit bleibt) nur für Fach- und Sachliteratur gehen. Oft ist es bei nicht alleine der Text, der das Lesen ausmacht.

Offline Anita

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #38 am: 10. August 2010, 16:33 »
Anders als Poppea gehe ich nicht immer sorgfältig mit meinen Büchern um. Meistens wird unterstrichen oder angemerkt, manchmal gibt es auch Flecken.

 :redface: Selbst vor gebundenen Ausgaben, momentan sogar eine wunderschöne Manesse Ausgabe, macht mein Bleistift keinen Bogen  mehr :breitgrins: Das gibt es aber erst seit diesem Jahr, als ich die Zettelwirtschaft endlich leid war. (Dauernd rieseln die aus Büchern heraus, und ich kann sie später nicht mehr zuordnen  :rollen: )

Aber falls es dann zur Wiederlektüre kommt, sind solche Anstreichungen ein Fest  :smile:

LG
Anita
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Offline scheichsbeutel^

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #39 am: 10. August 2010, 17:11 »
Aber falls es dann zur Wiederlektüre kommt, sind solche Anstreichungen ein Fest  :smile:

Ich bin den umgekehrten Weg gegangen, die Anstreichungen und Notizen in Büchern ersetzt mir nun das Schreiben am Laptop. Und was das Wiederlesen solcher Anmerkungen betrifft: Zum einen stört es meinen Lesefluss; zum anderen bin ich von den Überlegungen von anno dazumal häufig überrascht. Nicht immer angenehm. Würde ich mich selbst ernster nehmen, es wäre manchmal Anlass zur Sorge gegeben  :zwinker:.

Grüße

s.

Offline Poppea

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #40 am: 10. August 2010, 19:29 »

Ich bin den umgekehrten Weg gegangen, die Anstreichungen und Notizen in Büchern ersetzt mir nun das Schreiben am Laptop. Und was das Wiederlesen solcher Anmerkungen betrifft: Zum einen stört es meinen Lesefluss; zum anderen bin ich von den Überlegungen von anno dazumal häufig überrascht. Nicht immer angenehm. Würde ich mich selbst ernster nehmen, es wäre manchmal Anlass zur Sorge gegeben  :zwinker:.

Grüße

s.

Das kenne ich  :breitgrins: Da sitzt man dann da und überlegt, wie man jemals solchen Blödsinn für einen tollen Gedanken halten konnte  :rollen: :redface:

Aber das ordentliche Lesen hat mir meine Großmutter mittels eines Buches beigebracht:



Das Nesthäkchen ist ein rechter Schmutzfink und muss lernen sich erst die Hände zu waschen bevor es sein Strickzeug oder die Bücher in die Hand nimmt...  :zwinker:

Meine Oma besaß auch einen wunderschönen Buchschoner aus rotem Saffian und verstand es mit allem, was ihr gehörte sehr sorgsam umzugehen. Das hat sie mir beigebracht und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich besitze einige schöne Dinge und kann immer mit Recht sagen, wenn ich viel Geld für Qualität ausgebe, die Sachen auch wirklich lange zu haben. So bin ich zum Beispiel vor Wut geplatzt, als man mir meine Armbanduhr klaute, die ich schon zwanzig Jahre hatte, was aber trotz täglichen Tragens keiner sah. Sonnenbrillen, Trenchcoats und Handtaschen haben bei mir eine ebensolche Lebensdauer, aus diesem Grund kaufe ich auch nur klassische Formen, Farben und Schnitte.

Erst vor einigen Monaten sorgte ich für anhaltende Heiterkeit im Geschäft, als ich mich über die Qualität einer Tasche beschwerte, die nach 17 jährigem Gebrauch langsam anfängt Spuren desselben zu zeigen  :breitgrins: während zur gleichen Zeit angeschafte Taschen anderer Marken noch tadellos aussehen. Der Untergang der Handwerkskunst, ich sag es Euch!!


Offline Anita

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #41 am: 10. August 2010, 20:37 »
... zum anderen bin ich von den Überlegungen von anno dazumal häufig überrascht. Nicht immer angenehm. Würde ich mich selbst ernster nehmen, es wäre manchmal Anlass zur Sorge gegeben  :zwinker:.

Aber freilich, ja genauso ist das, mein Fest  :breitgrins:

Ich lese gerade erst ein Buch (Senilità von Svevo), dass ich vor 3 Jahren abgebrochen hatte, und in einer LR kann ich meine Statements nachlesen  :rollen: Meine Lesart hat so dermaßen geändert ...

LG
Anita
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Offline Dostoevskij

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #42 am: 11. August 2010, 19:00 »
Moin, Moin!

Heute war ich wieder dankbar für die Editionsleistungen der DDR-Verlage. Ich besuchte einen Buch-Wein- und Kaffeladen in der Leipziger Innenstadt ( ::kawai:: ), an dem ich bisher immer vorbeigefahren war.  Anlaß war der Fund eines Buch mittels Boolooker, der diesen Laden angab. Und weil ich so prima die Versandkosten sparen konnte, stieg ich kurzerhand aus und beschnarchte mir diesen Laden, in dem Bücher sowohl zu Dekorationszwecken als auch, nebenher, zu Verkaufszwecken existieren. Es ist eine Art Mischmaschladen, ein Cafe, in dem man Wein, Kaffee, Getränke, Musik und eben auch Bücher kaufen kann. Aber auch nur lesen. Mann nimmt sich ein Buch, bestellt Kaffee etc. und läßt sich in einen herumstehenden Sessel oder auf dem Sofa nieder. Die Bücher sind in verwinkelten Regalreihen - auf den ersten Blick - chaotisch drapiert. Auf den zweiten Blick erkennt man eine Sortierung nach Verlagen. Hardcover separat in recht düsteren Ecken, die eine Lampe nur dürftig ausleuchtet. Interessant nun dieses. Ich sagte, ich hätte einen Werfel auf Booklooker gefunden. Wo ichs denn finde könne. Das wisse sie nicht. Tue ihr leid. Ich daraufhin, wie es nun gemacht würde, wenn tatsächlich jemand auf Booklooker eines ihrer Bücher anfordere. Ja dann, so die Aussage, würde man das Buch schon suchen gehen. Half mir in dem Moment nicht, was aber nicht schlimm war, weil ich eine Ausgabe mit Dürrenmatt-Erzählungen aus dem Verlag Volk & Welt für 3 Euro in Super-Qualität fand, der mir gleich 3 ramponierte Diogenes-Taschenbücher ersetzt. In selber Ausstattung gibt es auch Dürrenmatt-Komödien, die ich seit langem besitze.
Keep reading, Markus Kolbeck
Leipziger Bücherlei http://www.buecherlei.de/

Offline Poppea

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #43 am: 12. August 2010, 01:24 »

Interessant nun dieses. Ich sagte, ich hätte einen Werfel auf Booklooker gefunden. Wo ichs denn finde könne. Das wisse sie nicht. Tue ihr leid. Ich daraufhin, wie es nun gemacht würde, wenn tatsächlich jemand auf Booklooker eines ihrer Bücher anfordere. Ja dann, so die Aussage, würde man das Buch schon suchen gehen.

Na das nenn ich mal Service! Hut ab vor soviel Geschäftssinn und Kundenpflege. Und Du bist da wirklich ohne den Werfel raus? Also sowas von Selbstbeherrschung, das könnte ich nicht.

Liebe Grüße von
Poppea, die zickig wird, wenn man ihr ein Buch vorenthält

Offline JMaria

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Re: Taschenbuch oder gebundene Ausgabe?
« Antwort #44 am: 12. August 2010, 10:16 »
Moin, Moin!

Heute war ich wieder dankbar für die Editionsleistungen der DDR-Verlage. Ich besuchte einen Buch-Wein- und Kaffeladen in der Leipziger Innenstadt ( ::kawai:: ), an dem ich bisher immer vorbeigefahren war.  Anlaß war der Fund eines Buch mittels Boolooker, der diesen Laden angab. Und weil ich so prima die Versandkosten sparen konnte, stieg ich kurzerhand aus und beschnarchte mir diesen Laden, in dem Bücher sowohl zu Dekorationszwecken als auch, nebenher, zu Verkaufszwecken existieren. Es ist eine Art Mischmaschladen, ein Cafe, in dem man Wein, Kaffee, Getränke, Musik und eben auch Bücher kaufen kann. Aber auch nur lesen. Mann nimmt sich ein Buch, bestellt Kaffee etc. und läßt sich in einen herumstehenden Sessel oder auf dem Sofa nieder. Die Bücher sind in verwinkelten Regalreihen - auf den ersten Blick - chaotisch drapiert. Auf den zweiten Blick erkennt man eine Sortierung nach Verlagen. Hardcover separat in recht düsteren Ecken, die eine Lampe nur dürftig ausleuchtet. Interessant nun dieses. Ich sagte, ich hätte einen Werfel auf Booklooker gefunden. Wo ichs denn finde könne. Das wisse sie nicht. Tue ihr leid. Ich daraufhin, wie es nun gemacht würde, wenn tatsächlich jemand auf Booklooker eines ihrer Bücher anfordere. Ja dann, so die Aussage, würde man das Buch schon suchen gehen. Half mir in dem Moment nicht, was aber nicht schlimm war, weil ich eine Ausgabe mit Dürrenmatt-Erzählungen aus dem Verlag Volk & Welt für 3 Euro in Super-Qualität fand, der mir gleich 3 ramponierte Diogenes-Taschenbücher ersetzt. In selber Ausstattung gibt es auch Dürrenmatt-Komödien, die ich seit langem besitze.


Hallo Dostoijevski,

so einen Laden würde ich mir bei uns in der Gegend wünschen. Ein sehnsüchtiges Gefühl kam in mir auf, als ich deine schöne Erfahrung las. Manchmal suchen die Bücher uns aus, statt Werfel war es Dürrenmatt. :-)

Grüße von Maria
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