Hallo Angelique!
Du hast schon Recht, es hört sich nach mehreren Kurzgeschichten an, aber im Grunde ist ja das Leben an sich, eine Ansammlung von vielen Kurzgeschichten, die sich ineinander verflechten. Natürlich sollte dieser Roman im Arbeitermilieu angesiedelt sein. Ich möchte ein Spiegelbild der Gesellschaft schaffen. Das mit diesem Beispiel passiert jeden Tag, damit wollte ich eigentlich ausdrücken, das es in unsere Gesellschaft keine Treue oder Solidarität gibt, selbst wenn sie angebracht wäre.
Ich habe noch nicht begonnen, weil ich noch nicht ganz im klaren bin, und um ehrlich zu sein, will ich mich auch nicht hetzen. Wenn es geschieht, dann geschieht es eben. Ich habe bisher leider noch nichts geschrieben, wann denn auch, bin ja erst 24 Jahre alt

(hatte am Samstag Geburtstag)
Bin nun fast mit dem "Menschenfeind" fertig. Es ist schon erstaunlich, wie anscheinend schon vor 400 Jahren die Gesellschaft von Verlogenheit geprägt war. Mittlerweile kann ich sagen, das Alceste sich schon etwas von mir unterscheidet. Er ist ja dermaßen eifersüchtig, ob nun zurecht, sei dahingestellt. Ich denke ich bin auch eifersüchtig, habe aber eher ein gesundes Maß an Eifersucht, wie wohl jeder Mensch. Aber meine Frau gibt mir dazu keinen Anlaß. Im Grunde ist Alceste wirklich ein Menschenfeind, der nicht mit und vorallem auch nicht ohne Mitmenschen kann. Er braucht diese verlogene Gesellschaft, damit er sein eigenes moralgeprägtes und so korrektes Leben hervorheben kann. Ich denke ich bin eher "Der Gesellschaftsfeind", es gibt ja auch Mitmenschen in meinem Leben, mit denen ich sehr gut auskommen kann. Auch hebe ich niemals den Zeigefinger gegenüber meinen Mitmenschen, so wie es Alceste tut. Ich laße eben viele Dinge die mir bei meinen Mitmenschen nicht gefallen einfach auf sich ruhen. Dennoch Alceste hat, was seine politischen und gesellschaftlichen Anschauungen betrifft, sehr ähnliche bis gleiche Standpunkte.
Sicher findest Du es etwas lachhaft, das jemand der noch nie Autoren-Erfahrung gemacht hat, sich an einen Roman machen will.
Es freut mich im Übrigen, das Du mit Freude meiner Beiträge antwortest, ich wollte nur sichergehen, das Du mir nicht aus purer Freundlichkeit antwortest.
Nun werde ich nochmals den Versuch machen, etwas über Dich zu erfahren. Ich frag einfach mal direkt (nein, keine Angst, ich frag Dich nicht nach Deinem Alter

). Bist Du verheiratet und hast Du Kinder? Und woher kommst Du eigentlich. Ich finde es etwas unpersönlich, hier eine Diskussion zu führen und so gut wie nichts über meinen Gesprächspartner zu wissen. Ich hoffe das ist Dir nicht zu persönlich.
Also einen schönen Pfingstmontag,
Roberto