Autor Thema: Familienromane/Familiensaga  (Gelesen 4584 mal)

Offline Steffi

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Familienromane/Familiensaga
« Antwort #15 am: 15. September 2004, 08:23 »
Hallo Bluebell !

Hm, ich glaube, ich kenne nichts derartiges mehr ???

Wenn du mit einem Rutherfurd-Buch - ist ja leichte und schnelle Lektüre -anfangen möchtest, würde ich dir unbedingt Sarum empfehlen - das hat mir am besten gefallen. Auf jeden Fall würde mich dann interessieren, wie es dir gefallen hat.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline JMaria

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Familienromane/Familiensaga
« Antwort #16 am: 15. September 2004, 09:01 »
Zitat von: Bluebell
Kennst du vielleicht noch weitere Autoren, die in Romanform verpackt die Entwicklung eines bestimmten Gebietes über einen längeren Zeitraum schildern?

Liebe Grüße
Bluebell


Hallo Bluebell

mir fällt dazu "Die Quelle"  von James Michener ein. Es handelt sich um die geschichtliche Entwicklung Palästinas (auch wenn das Buch schon eine Jahre auf dem Rücken hat). Ich habs vor ca. 15 Jahren gelesen, habe aber positive Erinnerung daran.

Liebe Grüße
Maria
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Offline finsbury

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Familienromane mit verpackter Historie
« Antwort #17 am: 15. September 2004, 17:09 »
Zitat von: Bluebell

Kennst du vielleicht noch weitere Autoren, die in Romanform verpackt die Entwicklung eines bestimmten Gebietes über einen längeren Zeitraum schildern?

Liebe Grüße
Bluebell


Hallo Bluebell,

ich hätte auch noch zwei beizutragen.

Von dem besagten James Michener: Mazurka, die in eine über viele Generationen verpackte Familienstory mit Polens Geschichte als eigentlichem Thema, war sehr informativ und unterhaltsam.

Ein tolles Buch über Mianmar, das ehemalige Birma/Burma:
Amithav Gosh: der Glaspalast, ein echter Lesegenuss!! :klatschen:
Herzliche Grüße
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline jenny

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #18 am: 9. Februar 2010, 20:09 »
Hi, irgenwie scheint hier "Familie Bussardel" von Philipp Eria nicht bekannt zu sein? Schade!

Offline sandhofer

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #19 am: 9. Februar 2010, 20:21 »
Hallo und willkommen Jenny!

Ein paar Worte mehr zu Eria wären auch willkommen!  :zwinker:

Grüsse

sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Freund Hermann

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #20 am: 9. Februar 2010, 21:57 »
Hallo Jenny,

ich möchte mich dem Wunsch und dem Willkommensgruß Sandhofers anschließen! Könntest du uns Genaueres zu diesem Buch sagen? Mir ist weder Autor noch Titel ein Begriff...

Zufällig habe ich gerade ein Buch mit dem Titel "Kindertage" von Aalbert Stifter aus dem Regal genommen, das ich vor dem Einschlafen noch beginnen möchte und welches wohl einige kürzere Geschichten für die ganze Familie vorstellen soll. Ich bin gespannt und freue mich auf Stifters Familienerzählungen.

-kurze Anmerkung zu letztgesagtem-
Die erste Geschichte hat mich mehr enttäuscht als hingerissen. Vielleicht doch lieber Stendhal: Über die Liebe oder Fontane: Cécile. Eventuell auch Th. Mann: Lotte in Weimar. Schaun ma mal... :rollen:

freundliche Grüße
Freund Hermann
« Letzte Änderung: 10. Februar 2010, 10:05 von Freund Hermann »

Offline wanderer

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #21 am: 10. Februar 2010, 12:18 »
Hallo JMaria,

hier noch einige Titel:

Jonathan Franzen, Die Korrekturen

Giovanni Verga,Die Malavoglia und Don Gesualdo

Luigi Capuana, Der Marchese von Roccaverdina

Riccardo Bacchelli, Die Mühle am Po.

Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Der Leopard

Isaak Baschewis Singer, Die Familie Moschkat

Giorgio Bassani, Die Gärten der Finzi-Contini

Viele Grüße
wanderer


Offline Lost

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #22 am: 10. Februar 2010, 13:06 »
Passt der Roman: Die Bertinis von Ralph Giordano in diese Kategorie?




Offline JMaria

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #23 am: 5. April 2010, 10:47 »
Giovanni Verga,Die Malavoglia und Don Gesualdo

Luigi Capuana, Der Marchese von Roccaverdina

Riccardo Bacchelli, Die Mühle am Po.

Giorgio Bassani, Die Gärten der Finzi-Contini

Viele Grüße
wanderer


Hallo wanderer,

danke für die Nennung italienischer Familiensage. Ich habe schon länger keinen "Italiener" mehr gelesen.
den "Leoparden" kenne ich und gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Die obigen habe ich mir notiert und werde sie mir näher anschauen.

Hallo Lost,

ist Ralph Giordano ein italienischer Schriftsteller? Sagt mir jetzt garnichts, klingt aber italienisch. Ich werde mich mal schlau machen über die "Bertinis". Danke auch dir.

Viele Grüße,
Maria
« Letzte Änderung: 5. April 2010, 10:50 von JMaria »
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Offline JMaria

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #24 am: 22. August 2010, 18:28 »
Hallo zusammen,

ist der Familienroman totgesagt?

scheint so, wenn man den Amerikaners Glauben schenken mag und auf eine Auferstehung desselben vom neuen Roman von Jonathan Franzen erwartet. Die Werbekampagne läuft, der Autor bockt jedoch angesäuert ? *g*

Jedenfalls ein recht interessanter Artikel:
Jonathan Franzens neuer Roman "Freedom"

Gruß,
Maria
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Offline Anita

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #25 am: 22. August 2010, 19:22 »
scheint so, wenn man den Amerikaners Glauben schenken mag

Komm mir nicht mit Amerika Maria   :spinnen:

Nö, ich finde, in der deutschen Unterhaltungsliteratur wird der Familienroman immer noch gerne gewählt, geschrieben und gelesen. Wohin derzeit die Literatur hin will, das ist mir ein Rätsel, denn ich mag die Experimente größtenteils nicht. Ich habe immer das Gefühl, man möchte uns immer mehr veräppeln, unleserlich schreiben auf Teufel komm raus, und das gilt dann gleich als intelligent und gute Literatur  :rollen: Ich weiß nicht. Vielleicht komme ich jetzt auch in ein Alter, in dem man denkt: die jungen Wilden  :breitgrins:

LG
Anita
« Letzte Änderung: 22. August 2010, 20:57 von Anita »
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche in "Also sprach Zarathustra"

Offline Poppea

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #26 am: 23. August 2010, 08:10 »

Wohin derzeit die Literatur hin will, das ist mir ein Rätsel, denn ich mag die Experimente größtenteils nicht. Ich habe immer das Gefühl, man möchte uns immer mehr veräppeln, unleserlich schreiben auf Teufel komm raus, und das gilt dann gleich als intelligent und gute Literatur  :rollen: Ich weiß nicht. Vielleicht komme ich jetzt auch in ein Alter, in dem man denkt: die jungen Wilden  :breitgrins:

LG
Anita

Das ist, denke ich, eine Frage des Alters. Genau wie die Hinwendung zu klassischen Werken. Wenn die eigene Sturm- und Drangperiode abgeschlossen ist, fällt es schwer sich mit der anderer noch zu identifizieren. Da ist, zumindest bei mir, wehmütiges Erinnern, das höchste der Gefühle. Auch hat man das alles schon so oder so ähnlich gesehen, gehört, gelesen und ist nicht mehr so leicht zu beeindrucken.

Mein Interesse an psychologisch gut ausgearbeiteten Figuren wurde im Laufe der Jahre immer größer, weshalb mich beispielsweise Kriminalromane mit ihren schnell hingeworfenen, plakativen Charakteren heute sehr langweilen, was so mit Anfang Zwanzig ganz anders war, da stand der Nervenkitzel im Vordergrund. 

Und dann gibt es da noch eine Romangattung, die nur dazu dient die Gelehrsamkeit des Verfassers zu zeigen (Schaut her, was ich alles weiß!!!). Erinnert mich oft ein wenig an eine Zirkusnummer. Die Robbe kann die verschiedensten Gegenstände auf der Nase balancieren und keiner fällt runter. Vertreter dieser Art: Th. Mann (weshalb ich ihn oft als zwar nicht schwer, aber doch anstrengend zu lesen empfinde), Eco und ich denke, ganz neu D.F. Wallace.

Aber das, ist natürlich nur meine Meinung...


Offline JMaria

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #27 am: 26. August 2010, 14:05 »
 
Und dann gibt es da noch eine Romangattung, die nur dazu dient die Gelehrsamkeit des Verfassers zu zeigen (Schaut her, was ich alles weiß!!!). Erinnert mich oft ein wenig an eine Zirkusnummer. Die Robbe kann die verschiedensten Gegenstände auf der Nase balancieren und keiner fällt runter. Vertreter dieser Art: Th. Mann (weshalb ich ihn oft als zwar nicht schwer, aber doch anstrengend zu lesen empfinde), Eco und ich denke, ganz neu D.F. Wallace.

Aber das, ist natürlich nur meine Meinung..

Zirkusnummer, Robbe, Thomas Mann  :grmpf:  :zwinker:
aber gut, das ist natürlich deine Meinung, wie du ausdrücklich erwähnst.

Doch im Ernst, wenn wir auf die Gattung Familienroman zurückkommen, kannst du doch nicht "Buddenbrooks" damit meinen; weder eine Zirkusnummer noch anstrengend zu lesen.

Aber das, ist jetzt meine Meinung.

Grüße von
Maria
Aktuell:

Offline Anita

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #28 am: 26. August 2010, 14:22 »
 
Und dann gibt es da noch eine Romangattung, die nur dazu dient die Gelehrsamkeit des Verfassers zu zeigen (Schaut her, was ich alles weiß!!!). Erinnert mich oft ein wenig an eine Zirkusnummer. Die Robbe kann die verschiedensten Gegenstände auf der Nase balancieren und keiner fällt runter. Vertreter dieser Art: Th. Mann (weshalb ich ihn oft als zwar nicht schwer, aber doch anstrengend zu lesen empfinde), Eco und ich denke, ganz neu D.F. Wallace.

Aber das, ist natürlich nur meine Meinung..

Zirkusnummer, Robbe, Thomas Mann  :grmpf:  :zwinker:
aber gut, das ist natürlich deine Meinung, wie du ausdrücklich erwähnst.

Doch im Ernst, wenn wir auf die Gattung Familienroman zurückkommen, kannst du doch nicht "Buddenbrooks" damit meinen; weder eine Zirkusnummer noch anstrengend zu lesen.

Aber das, ist jetzt meine Meinung.

Jetzt meine Meinung  :breitgrins:

Die Zirkusnummer kann ich nachvollziehen, und so richtig damit anfreunden kann ich mich auch nicht. Aber gewiss haben "die Buddenbrooks" davon nix, "der Zauberberg" ein wenig, aber sicher "die Joseph-Romane" und vor allem "Doktor Faustus" viel davon, allerdings verzeihe ich  Thomas Mann alles, auch altbacken zu sein  :breitgrins:

Eine richtige Zirkusnummer habe ich letztens mit "Ada oder Das Verlangen" erwischt, da setzt Nabokov voraus, dass man Französisch, Englisch und Russisch sprechen sollte und sich gut in amerikanischer Literatur auskennen sollte  :rollen: Das war mir zu viel  :zwinker:

Ach übrigens, Edit, eine Familiensaga über mehrere Generationen  :smile:
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche in "Also sprach Zarathustra"

Offline Poppea

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Re: Familienromane/Familiensaga
« Antwort #29 am: 27. August 2010, 20:09 »

Zirkusnummer, Robbe, Thomas Mann  :grmpf:  :zwinker:
aber gut, das ist natürlich deine Meinung, wie du ausdrücklich erwähnst.

Doch im Ernst, wenn wir auf die Gattung Familienroman zurückkommen, kannst du doch nicht "Buddenbrooks" damit meinen; weder eine Zirkusnummer noch anstrengend zu lesen.

Aber das, ist jetzt meine Meinung.

Grüße von
Maria

Nö, Maria, die B.'s hatte ich nicht gemeint (da war er ja noch jung und noch nicht so selbstverliebt). Th. im Allgemeinen aber sehr wohl. Und ich hatte auch gesagt, ich finde ihn zwar nicht anstrengend zu lesen, sondern diese Art, wenn sie dann auftritt, als anstrengend. Es gibt denke ich mal, in jeder Familie einen Onkel, dessen Geschichten gar nicht so uninterssant sind, der sie aber sehr oft so lehrerhaft und irgendwie angeberisch vorträgt, dass man nicht immer gern zuhört. In meiner Familie ist das Th.M.

Und auch das ist natürlich ganz subjektiv, vollkommen un-pc, nur meine ureigenste Meinung.