in der Biographie nicht unbedingt sympathisch, aber diese einseitige Reduzierung wird ihm nicht gerecht.
Hallo Steffi,
da hast Du mich, glaube ich, ein bißchen falsch verstanden. Es ging mir in der Beurteilung von Hamsun tatsächlich nur um diesen
einen Aspekt seiner Persönlichkeit. Bei Leuten, die in der Öffentlichkeit wirken, wie eben bei Autoren, fallen solche Dinge mehr auf als bei den Tausenden anonymen Unterstützern gewisser Regimes.
Allerdings sage ich ehrlich, daß ich eine altersbedingte "Schonung" ablehne u. auch passive Unterstützung als genau so schlimm finde wie aktive. Worte können zu Schwertern werden, wie wir wissen.
Ich habe sein facettenreiches Leben u. Handeln anhand einer Biografie über den heute fast vergessenen Gustav Frenssen gelesen (damals ein vielgelesener Autor, bes. sein Roman "Jörn Uhl"), dessen Freund Hamsun war u. bei dem eine ähnliche Gesinnung vorlag.
Zum Schluß noch: Im Heimatland Hamsuns, Norwegen, findest Du heute noch wenig Zustimmung zu Hamsun, auch wenn dort seine literarische Bedeutung nicht bestritten wird.
Steffi, auch ich will weder verurteilen noch verteidigen, sondern hier nur Fakten in den Raum stellen.
Grüße,
Gitta