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Autor Thema: Was lest ihr gerade?  (Gelesen 176311 mal)
sandhofer
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« Antworten #1605 am: 1. Februar 2010, 13:39 »

Als Nächstes lese ich James Boswells "Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen".

Welche Ausgabe?
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen
xenophanes
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« Antworten #1606 am: 1. Februar 2010, 14:05 »


Im Januar gelesen:

#  Michail Lermontow: Ein Held unserer Zeit (Suhrkamp)
# Adalbert Stifter: Der Kondor; Der Hochwald (Aufbau Bibliothek)
# Montaigne: Von der Kunst, das Leben zu lieben (Büchergilde Gutenberg)
# André Thiele: Eine Welt in Scherben. Essays & Historien (VAT)
# John M. Bowers: Western Literary Canon in Context (TTC Audio Lectures, 18h)
# Adalbert Stifter: Die Mappe des Urgroßvaters (Aufbau Bibliothek)

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BigBen
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« Antworten #1607 am: 1. Februar 2010, 14:06 »

Als Nächstes lese ich James Boswells "Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen".

Welche Ausgabe?

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"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)
Freund Hermann
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« Antworten #1608 am: 1. Februar 2010, 14:32 »

Da ich wohl in allernächster Zeit nicht die Gelenheit finde, eine Buchhandlung aufzusuchen, werde ich wahrscheinlich erst in aller Ruhe Spinozas "Ethik" zu Ende lesen.

freundliche Grüße

F. Hermann
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Sie haben vielleicht das Falsche getan, vielmehr, sie haben ganz ohne Zweifel das Falsche getan, aber immerhin: sie haben etwas getan, sie haben etwas vollzogen, sie haben einen Sprung gewagt, es gehörte Mut dazu.
sandhofer
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« Antworten #1609 am: 1. Februar 2010, 16:16 »

Als Nächstes lese ich James Boswells "Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen".

Welche Ausgabe?



Danke.  Winken
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen
finsbury
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« Antworten #1610 am: 1. Februar 2010, 18:50 »

Ja das hätte ich nun recht gerne mitgelesen, aber nun steht anderes an. Berichte bitte!

finsbury
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Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)
BigBen
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« Antworten #1611 am: 2. Februar 2010, 08:57 »

Ja das hätte ich nun recht gerne mitgelesen, aber nun steht anderes an. Berichte bitte!

Ich versuch's, ich bin aber kein sonderlich begabter Rezischreiber.  Winken
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"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)
Gronauer
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« Antworten #1612 am: 2. Februar 2010, 10:08 »

Nicht weit gekommen im Januar.

Etwas über die Hälfte des ersten Bandes der Essais von M. de Montaigne, dazu Omu von Herman Melville und den Agathodämon von C.M.Wieland.

Mit dem neuen Monat stehen die "Anweisungen an die Krokodile" von António Lobo Antunes an.
« Letzte Änderung: 5. Februar 2010, 16:10 von Gronauer » Gespeichert
Freund Hermann
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« Antworten #1613 am: 4. Februar 2010, 22:17 »

Ich habe lange nicht so geschmunzelt wie über meine derzeitige Lektüre einiger Kurzgeschichten Tschechows. Lesespaß pur! Sollte ich es in nächster Zeit einmal wieder in eine Buchhandlung schaffen, werde ich mir möglicherweise neben Ratgeberliteratur gleich noch etwas diesem Autor zulegen. Was könntet ihr beispielsweise vorschlagen? Verlockend klingt beispielsweise "Die Dame mit dem Hündchen". Auch die "Insel Sachallin", welche sogar bei Tolstoi eine Rolle spielte, wurde hier schon erwähnt. Ich denke, in jedem Falle ein empfehlenswerter Autor.

mfg

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Sie haben vielleicht das Falsche getan, vielmehr, sie haben ganz ohne Zweifel das Falsche getan, aber immerhin: sie haben etwas getan, sie haben etwas vollzogen, sie haben einen Sprung gewagt, es gehörte Mut dazu.
Giesbert Damaschke
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« Antworten #1614 am: 6. Februar 2010, 15:52 »

Aktuelle Lektüre: Kurt Drawert: Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte. - Ich bin erst auf S. 100 und komme nur sehr langsam voran. Das ist ein absatzloser Erinnerungsstrom, der nur durch die einzelnen Kapitel unterbrochen wird, ein sich in immer neuen Anläufen abarbeitendes Denken, das (vergeblich?) zu beschreiben versucht, wie es sich gelebt hat in der DDR. Mitunter grotesk komisch, häufiger aber ein ohnmächtig wütender Versuch, die Dinge auf den Begriff zu bringen.
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Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/
finsbury
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« Antworten #1615 am: 6. Februar 2010, 20:51 »

Hallo,

aufgrund beurflicher Lektüre musste ich SaÅ¡a StaniÅ¡ićs (copy sandhofer and paste  Winken) Wie der Soldat das Grammofon repariert leider unterbrechen und werde es dann ab morgen abwechselnd mit Manns Jpseph lesen. Der Roman gefällt mir aber immer noch gut, auch schön, wie sich wie ein basso continuo der drohende Krieg abzeichnet.

finsbury
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« Antworten #1616 am: 8. Februar 2010, 15:58 »

Hallo Giesbert,

die Rezension des CH. Beck Verlages macht neugierig. Wie gefällt es dir bisher? Gibt es dort auch Kernaussagen? Ich stelle die Rezi mal on:

Zitat
„Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte“ ist der erste umfangreiche Roman des vor allem als Lyriker und Essayisten bekanntgewordenen Autors. In Anverwandlung an den spektakulären Kriminalfall des Kaspar Hauser im 19. Jahrhundert nimmt Kurt Drawerts Roman das Motiv des verwahrlosten Findlings auf, um vom Untergang der DDR und dem Übergang in eine neue Zeit zu erzählen. Dieser verunstaltete „Kaspar der Revolution“ erinnert sich mit schonungsloser Sprachgewalt, so ernst wie komisch, so realistisch wie surreal, an sein Leben als bestürzende Höllenfahrt durch die neun „Schuldbezirke“ der „Deutschen D. Republik“. Er ist ein Zeuge jener Nichtwelt unter der Erde,  in der sich die Proletarier aller Länder einst im Sumpf vereinigt haben. In seinen Merk- und Beobachtungsheften notiert dieser „ostdeutsche Erdling“ die Zeit in der Zelle mit Holzpferd und Abfallkübel bis er Titelaufschreiber, Magazinläufer und Nachtwächter in der „Nationalen Bücheranstalt“ wird, ehe er nach dem Ende der Höhlenrepublik an die Grenze zum feindlichen Ausland nach oben gelangt. „Hier und da sahen wir noch Betonmauerreste, aus den Erdfugen gesprengte Stahlwände und Schachteinlässe, Zollbaracken und Kontrollpostentürme, aber alles nur noch in der eher albtraumhaften Verweisung darauf, einmal existiert zu haben, wie letzte, locker herumliegende Knochenrückstände, die an ein Schlachtfest erinnern.“ Seine phantasiereichen Erzählmonologe sind ein Antrag auf „Anwesenheitsberechtigung“ in einem sich selbst unselbstverständlichen Dasein: Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte. Kurt Drawerts Existenzbilder vom „Verbrechen am Seelenleben des Menschen“ sind unabweislicher denn je und eine Metapher auf unsere moderne innere Obdachlosigkeit.

„Was Kurt Drawert zu erzählen weiß, gehört zum Riskantesten, Verstörendsten und – man muss es in einem Atemzug sagen – zum ästhetisch Herausragendsten, was unsere derzeitige Prosa zu bieten hat.“ Iris Denneler, Neue Zürcher Zeitung

freundliche Grüße
F. Hermann
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Giesbert Damaschke
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« Antworten #1617 am: 10. Februar 2010, 14:59 »

die Rezension des CH. Beck Verlages macht neugierig. Wie gefällt es dir bisher? Gibt es dort auch Kernaussagen? Ich stelle die Rezi mal on

das ist keine Rezension, das ist der Klappentext, also: Werbung ;-)

Es gefällt mir sehr gut, ist aber eine echte Herausforderung. Zumindest dann, wenn man immer nur zwischendurch zum lesen kommt. Kernaussagen (?) gibt es imho keine, der Text wird aus der Perspektive eines offensichtlich ge- oder genauer: zerstörten Bewußtseins geschrieben, das im Dreck lebt, im untersten Müll (wortwörtlich: zehn Stockwerke unter der Erde in einer Kloake), in einer Art Strafkolonie, das seinen Zustand aber bejaht und richtig findet (die Partei, die Partei hat immer recht ...), sich an seiner grotesken Situation abarbeitet etc. Sehr anspruchsvolle Prosa, eine "Handlung" gibt es nicht, nur Beschreibungen verschiedener Situationen eines absurd-repressiven Systems und was es mit den Individuen anstellt.

Aber wie gesagt: Anstrengend. Wozu das Druckbild beiträgt, es gibt keine Absätze, die einzige Einschnitte sind die Kapitel, die auch nicht zwingend aufeinander aufbauen, die zeitliche Abfolge ist mir nicht ganz klar, die räumliche auch nicht. Es gibt immer wieder Fußnoten mit Erläuterungen zum Text, bei denen nicht klar ist, von wem sie stammen. Vielleicht klärt sich das noch im Verlauf des Romans. Vielleicht auch nicht.

Weshalb ich jetzt erstmal Robert Louis Stevenson eingeschoben habe: "Der Junker von Ballantrae".
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Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/
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« Antworten #1618 am: 10. Februar 2010, 15:16 »

Zitat
das ist keine Rezension, das ist der Klappentext, also: Werbung ;-)

Nagut. Ich lese jetzt meine Cécile und schweige.

 Herz

freundliche Grüße

F. Hermann

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JMaria
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« Antworten #1619 am: 11. Februar 2010, 12:01 »

Hallo zusammen,

ich versuche mich gerade an "Apostoloff" von Sibylle  Lewitscharoff. Rabenschwarze, rasante 'Roadnovel', ungewohnt, aber nicht uninteressant, angeblich mit autobiographischen Zügen (Vater litt an Depressionen).

Gruß,
Maria
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Aktuell: Roberto Bolaño: 2666 //  Ricarda Huch: Der Dreißigjährige Krieg
Juni 2010 bis .... : Schiller: Die Horen (Rolf Michaelis, Hg, Böhlaus Verlag)
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